Was machen wir heute?

Freibad am Marienplatz

Michael Prakash

lebt in München und schreibt, schreit und tanzt gerne. Theater, Kino und Kunst sind hier als besondere Leidenschaften anzugeben.
Michael Prakash

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fischbrunnen

Im Sommer passiert es. An schönen, sonnigen Tagen erstarren Menschen wie schockgefroren. Versteinert. Was hat sie in diesen Zustand gebracht?

Ein Flashmob. Die beliebteste Form ist der Freeze-Flashmob. Unbekannte treffen sich und bleiben auf vorher ausgemacht Zeichen einfach stehen. Anlässlich des 18. Weltwassertages am 22. März plant Viva con Agua einen Smartmob auf dem Marienplatz.

Während ein Flashmob eher ein interaktives, dadaistisches Happening ist, verfolgt ein Smartmob soziale, ökologische oder politische Ziele.
Ganz im Manier der Mobs, finden auch bei der smarten Variante größere Menschenmengen zusammen und reagieren auf abgesprochene Signale.

Viva con Agua organisiert gleichzeitig in Berlin, Hamburg, Köln und anderen deutschen Städten „kein WASSER kein SPASS“ um auf die internationale Trinkwasserkrise aufmerksam zu machen. In München sammeln sich die Smartmobber in den Seitenstraßen des Rathauses Richtung Feldherrenhalle. Mit dem Glockenschlag um 15 Uhr strömen sie zur Mariensäule und zeigen, dass sie mal so richtig keinen Spaß haben. Surfbretter auf dem Asphalt, verwelkte Blumen in der Hand, Duschhauben ohne Dusche, Schwimmbrillen, Schwimmreife, Schlauchbote. Da ist Kreativität gefragt.

Und was machen die Menschen reich bestückt mit Utensilien?
Nichts. Sich langweilen. Ohne Wasser macht das keinen Spaß. Deshalb lockt sie kurze Zeit später ein Aufruf zum Fischbrunnen, um das blaue Elixier zu feiern.

Viva con Agua wird mit einem Infostand vertreten sein und Passanten über den Weltwassertag aufklären.

Mitmacher sind erwünscht.

Foto: „Alexander Gorlin“ / www.flickr.com, CC-Lizenz

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