Stadt, Was machen wir heute?

Global Noise – Patte auf Tasche ?

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Seltsam, die Liste der Milliardäre wird gar nicht kürzer, sondern eher „fetter“, obwohl sich diese Leute ihr Geld niemals selber erarbeitet haben können….. Im Webdesign wie im Finanzsektor scheint das Matthäusprinzip zu gelten.

Und natürlich haben diese Leute auch Arbeit geschaffen und Steuern gezahlt, fragt sich nur wieviel.

Global Noise erreicht München und klöppelt dafür nicht nur auf Töpfen und Pfannen herum, sondern wartet mit einem umfangreichen Programm auf:

„„Occupy|Echte Demokratie jetzt! München“ solidarisiert sich am globalen Aktionstag #13O und schlägt unter dem Motto „globalNOISE“ Krach gegen die Krise. Die Veranstaltung beginnt am Samstag, den 13. Oktober um 12 Uhr an der Münchner Freiheit mit einem Konzert von Töpfen, Pfannen und Kochlöffeln – inspiriert von der kanadischen Casseroles-Protestbewegung. Wir stören den Schlaf der Politiker, wir machen Lärm für unser Begehren nach „echter“ Demokratie und übertönen die Stille ob der jüngsten Entwicklungen. „Wenn Ihr uns nicht träumen lasst, lassen wir Euch nicht schlafen“ formulierten die „Indignados“, die „Empörten“, bereits am 15. Mai 2011 zu Beginn der weltweiten Demokratiebewegung.“

Programm an der Münchner Freiheit mit Live-Musik von Lea-Won und der Münchner Band Groundswimmer sowie Kabarett von Ludo Vici. Unter dem Motto „Menschen retten statt Banken“ werden Schirme bemalt, sogenannte „Menschenrettungsschirme“. Acrylfarben gibt’s vor Ort, Schirme bringen die Besucher selbst mit. Am Abend geht’s weiter mit dem „Gaudiblatt Hoagascht“ im Muffatwerk Ampere mit Hans Well, Christoph Weiherer & Einstürzende Musikantenstadl. Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20:30 Uhr.

1 % der Weltbevölkerung hält etwa 40 % des weltweiten Vermögens. Auf die ärmeren 50 % der Weltbevölkerung entfällt weniger als 1 % des weltweiten Vermögens. Die 1210 Milliardäre, die es weltweit gibt, halten zusammen ein Vermögen von ca. 4,5 Billionen US-Dollar. Damit besitzen sie etwa vier mal so viel wie die Hälfte der Weltbevölkerung (etwa 3,5 Milliarden Menschen) zusammengenommen. Über 50 % der Weltbevölkerung lebt von weniger als 2 US-Dollar am Tag. Quelle: Wikipedia

Die Krise ist wiedermal und immernoch da. Die Armen werden ärmer, die Reichen reicher. Wo bleibt die soziale Gerechtigkeit ?
Insbesondere viele obdachlosen Freunde, psychiatrisierte Bekannte und Kollegen und viele Hartz4ler werden hier zustimmend mit dem Kopf nicken, wobei diejenigen, die hierzulande am äußeren Rand der sozialen Netze leben bzw aus dem Prekariat in die existenzbedrohende Wohnungslosigkeit abgerutscht sind, gemessen am globalen Vergleich nicht die Ärmsten sind. Der Hohn ist, daß der Namensgeber Hartz selber ein etwas sehr mondänes Leben führte und in diverse Skandale verstrickt war.

Echte Demokratie ist angesagt, also fairteilen wir das, was früher noch Geld hieß und mittlerweile Information und Strom in einem geworden ist, doch mal um. Die sogenannten Ressourcen also, und schon tauchen wieder diese Unwörter à la „Humankapital“ auf: Schuldenbremse, Rettungspaket, Finanzspritze, Verfügungsrahmen , Optionen, Derivate sind da noch harmlos dagegen.

Was bedeutet Global Noise ?

Was sind die Gründe für den Protest? Nachzulesen hier, reichen die Themenfelder von Demokratieabbau, ESM, Gentrifizierung, überteuerten Mieten, Korruption, ungerechten Steuern und Preisen, Raubbau an den Ökosystemen bis hin zum Schutz von Flüchtlingen und indigenen Völkern und Antikolonialismus.

Auf Twitter ist die Teilnahme an dieser vom Töpfeschlagen (Potbanging) akustisch untermalten Protestbewegung ebenso möglich.

Jeder, der Philipp Bronson’s Buch „Die Broker“ (engl Titel „Bombardiers“) gelesen hat, das Bronson (aus Paranoia?) interessanterweise auf dem Klo geschrieben hat, obwohl ihm eine Wohnung zur Verfügung stand, dürfte hierzu einen Bezug bekommen haben, weil er weiß, was sich bei den Brokern so für verrückte Szenen abspielen.

Der faux pas, das Ganze allzu ideologisch mit pauschalisierenden Worthülsentheorien wie „Kapitalismus“ anzugehen, ist seit den wiederauflebenden stalinistischen Tendenzen in den K-Gruppen, der APO und sozialistischen Organisationen von den 70er – 80er Jahren bis heute oder auch seit Bernt Engelmann’s IM-Tätigkeit für die STASI passé. Eine große journalistische Leistung Engelmanns dennoch, Millionäre zuhause im Wohnzimmer zu interviewen……..

Differenzierte und detailgenaue Analyse und Kritik ist gefragt.

Hier wären noch sehr viele Worte zu verlieren, bzw erneut vorhandene Bibliotheken zu diesen Themen zu konsultieren. Bis dahin könnte die werte Leserschaft sich ja durch die ortografischen Labyrinthe und Linkarchive anderer Blogs wühlen.

Es geht nicht nur um Dagobert Duck’s Berg von Gagen, Spesen, Schotter, Riesen, Mille, Spielgeld, Para, Öcken, Tauschmitteln, Diridari, Zaster, Kredit, Kröten, Peanuts, Barem, Knete, Pinkepinke, Mäuse, Kohle, Piepen, Steinen, Mäusen, Kohle, Moos, Flieder, Patte, Diridari, Puiva, Flins.

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Das Heft über „Wohnen trotz München“

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