mode und digitalisierung
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Wider die Moderne? Barbara Vinken über Mode in Zeiten der Digitalisierung

Munich Creative Business Week

Munich Creative Business Week

Die Munich Creative Business Week – MCBW – bietet neun Tage Ausstellungen, Vernissagen, Aktionen und mehr an über 150 kreativen Orten in München und Umgebung. Unter dem Leitmotiv »Design connects« findet das Fachpublikum im Programmbereich CREATE BUSINESS! und Designlovers in den Angeboten der DESIGN SCHAU! Inspiration und Erlebnisse in allen Design-Disziplinen.
Munich Creative Business Week

Smart Textiles, Kleidung aus dem 3D-Drucker, intelligente Wearables am Handgelenk, algorithmisch optimierte Stilberatung. Dort, wo einst sinnliche Stoffe, raffinierte Schnitte, zeitloses Design oder bahnbrechende Avantgarde zusammentrafen und sich zu einer ganz eigenen Melange aus persönlichem Stilempfinden und brillanten Ideen eines Modemachers vermischten, dort greift sie an. Der Schauplatz: unser Körper. Als Hauptakteur tritt auf: die Digitalisierung.

Atmungsaktiv muss sie sein, aber zugleich windresistent: Längst hat Funktionskleidung den Einzug in unsere Kleiderschränke gehalten, sie überschwemmt den deutschen Modemarkt ähnlich hinterfragungswürdig wie die Plastiktüten, die sich der Weltmeere bemächtigen. Das Farbspektrum von Einheitsgrau bis Neonfarben ist annähernd so vielfältig wie die Stoffe, Schnitte und … Formen.

Form follows function – bei der Übertragung des zum Slogan gewordenen Produktdesigner- und Architekten-Leitsatzes der Nachkriegs-Moderne auf die Modebranche kräuseln sich die Lippen von Barbara Vinken, die als Professorin für Romanistik an der LMU München Textiles ebenso wie Texte analysiert.

»Funktionskleidung ist eine Ideologie der Moderne – die zu 90 Prozent zum Weglaufen aussieht. Man muss unbedingt etwas gegen diese Ästhetik der Moderne tun«, stellt Barbara Vinken entschieden fest. Wir haben die Modetheoretikerin in ihrem Büro in der Schellingstraße zum Gespräch getroffen, um uns überzeugen zu lassen: Das Potential von Mode als Gradmesser für gesellschaftliche Veränderung wird durch die Digitalisierung nicht geringer.

Lese hier das komplette Gespräch von Barbara Vinken mit Ayla Amschlinger und Boris Kochan über Mode in Zeiten der Digitalisierung.

Warum es für die Mode in München dennoch Hoffung gibt, liest du im Text über den „Münchner Modepreis“. 

Foto: by DAVIDCOHEN on Unsplash

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