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Zwei Mädels alias BOY

Andy Weinzierl

Als Musiker, freier Journalist, Radlstar und gelegentlicher Fotograf verstehe ich, Andy Weinzierl, die Menschen nicht, denen in Ihrer Freizeit langweilig ist.

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boy

Mensch Jungs, Boy kommen wieder. Mit der Alten Kongresshalle haben sich die beiden für ihren Gig am 2. März einen schönen Ort ausgesucht.

Mit seiner eigenen Plattenfirma „Grönland Records“ brachte Herbert Grönemeyer bereits sensationelle Künstler wie „Philipp Poisel“ oder „William Fitzsimmons“ hervor. Zum Konzert von Poisel auf dem Tollwood im Juli 2011 wurde die große „Grönland“-Familie um einen weiteren, vielversprechenden Akt vergrößert.

„BOY“, so nennen sich zwei Mädels, die zu Beginn des Konzertes damals vor Fitzsimmons und Poisel performt haben. Das Publikum war sich schon damals einig, dass sie mit ihrer sympathischen und liebevollen Art noch einiges erreichen werden. Und genau danach sieht es nun, Ende 2011, tatsächlich aus.
Es steht eine sogenannte „Mammuts-Tour“ bevor, die sie durch ca. 31 Städte führt.
Doch wer sind „BOY“?

Sonja (links) und Valeska (rechts)  (Foto Credit:  Benedikt Schnermann)

Journalisten, die die Freude haben, ein Interview mit Valeska und Sonja zu führen, werden bereits nach der ersten Frage ein Fan dieser beiden Musikerinnen sein. Selten erlebt man solch aufgeschlossene, anständige und einfach von Grund auf sympathische Künstler. Sonja und Valeska waren vor einiger Zeit noch alleine, mit musikalischem Hintergrund in Hamburg unterwegs, als sie sich trafen und beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Ursprünglich stammt Valeska aus Zürich. Diesen Schweizer-Dialekt bringt sie unbeabsichtigt mit auf die Bühne und bringt das Publikum zum schmunzeln und zu dem Gedanken, dass bei ihr der Dialekt tatsächlich süß klingt.

Ihre Musik kann man laut Pressetext so beschreiben: Klingt wie eine Mischung aus der rockenden Eleganz von Phoenix, der quirligen Musikalität von Feist und der emotionalen Tiefe eines Bon Iver.
Doch emotional beschrieben ist es einen zarte Harmonie zwischen einer Gitarre und zweier Gesänge. Die Klänge beeindrucken nicht nur wegen des Ausdrucks von Träumen, sondern auch von der Melancholie, der „BOY“ auf dem neuen Album scheinbar entgangen sind. Es scheint eben nicht die Traurigkeit zu sein, die die Musik so sensibel und besinnlich macht, sondern eben die Verarbeitung von Träumen und schönen Ereignissen, verpackt in wundervollen Klängen.

Eben wurde ein neues Album erwähnt, worauf man auch eingehen sollte:

Das Debütalbum von "BOY": "Mutual Friends"

Besser gesagt ist es nicht nur ein neues Album, sondern auch deren Debütalbum. Eigentlich müsste man nicht mehr dazu sagen, als dass sie mit ihrer ersten CD bereits auf Platz 9 der Album-Charts lagen. Doch wäre Deutschland nicht so beeinflusst von den Mainstream-Charthits aus den USA, bestände der Verdacht, dass die beiden bald auf Platz 1 ständen.

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Allerdings muss man auch sagen, dass „BOY“ es nicht nötig haben, die beste Chart-Platzierung zu haben. Dies kann man daran messen, dass deren Konzert in München, das für’s 59:1 angesetzt war, in die Alte Kongresshalle verlegt wurde. Wer schon in beiden Räumlichkeiten war, wird nun einen Eindruck davon bekommen haben, wie groß die Nachfrage nach „BOY“ ist.

2. März,
Alte Kongresshalle,
Ticket gibt es ab 20 €
Für mehr Informationen:
http://www.listentoboy.com/

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