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10 (wirklich) gute Buchtipps aus dem MUCBOOK-Team

MUCBOOK Redaktion

Je kälter es draußen wird, desto gemütlicher wird es drinnen. Grund genug, sich mit einem guten Buch auf die Couch oder gleich ins kuschelige Bett zu verziehen und mal wieder ganz in Ruhe zu lesen.

Wir haben uns mal im Team umgehört, was wer zuletzt gern gelesen hat und unsere liebsten Tipps gesammelt (die sich bestimmt auch als Weihnachtsgeschenk eignen):

1. “Die Aufdrängung” von Ariane Koch

Das Erstlingswerk der Schweizer Autorin befasst sich auf wunderschön entrückte Art mit dem Verhältnis zwischen Gast und Gastgeber. Die Aufdrängung hat nicht von ungefähr jetzt schon einige Preise abgeräumt, unter anderen den Aspekte-Literaturpreis 2021 für den besten Debütroman.

– Jan

2. “Dicht” von Stefanie Sargnagel

Vor kurzem auch im Volkstheater als Lesung gehört: der autobiografische Roman „Dicht” der Wiener Autorin Stefanie Sargnagel. Im Grunde ist das ganze Buch eine große Hommage an einen leider viel zu früh verstorbenen Freund namens Michi. Ein bunter Vogel und professioneller Lebenskünstler, wie es ihn heute vielleicht schon gar nicht mehr geben kann. Erzählt wird das von Sargnagel gewohnt episodisch und pointiert.

– Florian

3. “Untenrum frei” von Margarete Stokowski

Sehr late to the party, aber kürzlich endlich gelesen: “Untenrum frei” von Margarete Stokowski. Sie schreibt sehr intim und persönlich über das Aufwachsen als Frau in Deutschland und ruft zum Ende hin dazu auf, radikal alles Alte zu Fall zu bringen und niemals an das Schweigen zu glauben.

– Şahika

4. “Kim Jiyoung, geboren 1982” von Cho Nam-Joo

Von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter thematisiert Cho Nam-Joo in “Kim Jiyoung, Born 1982” die Rolle von Mädchen und Frauen innerhalb einer patriarchalen Gesellschaft (und das kommt einem durchaus bekannt vor, nicht nur wenn man aus Korea kommt): Druck, Benachteiligung, Ausbeutung und Alltagsmisogynie. Mit Hilfe von statistischen Belegen, weiterführenden Artikeln und Texten schafft sie einen Spagat zwischen Fiktion und realer Analyse, die nicht selten wütend macht und zum Nachdenken anregt. Das Ganze findet knapp, präzise und trocken (aber nicht dröge) auf etwas über 100 Seiten statt – liest sich also auch schnell mit Freund*innen, um im Anschluss drüber zu reden.

– Sophia

5. “Vom Ende der Einsamkeit” von Benedict Wells

Wer Benedict Wells’ Roman „Vom Ende der Einsamkeit“ noch nicht gelesen hat, sollte das spätestens jetzt tun. Es geht um Jules, der mit seinen beiden Geschwistern behütet in München aufwächst, bis seine Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Von da an nimmt sein Leben eine unerwartete Wendung. Dieser Schicksalsschlag holt ihn immer wieder ein und prägt seine darauffolgenden Möglichkeiten und Entscheidungen. 
Benedict Wells beschreibt ganz ungezwungen, wie Entscheidungen uns zu den Menschen machen, die wir sind und wirft Fragen über Identität auf, die mich immer wieder zum Nachdenken anregen: „Die Frage ist, was wäre jedoch nicht anders? Was wäre das Unveränderliche in dir? Das, was in jedem Leben gleich geblieben wäre, egal welchen Verlauf es genommen hätte. Gibt es Dinge in einem, die alles überstehen?“

– Leila

Meiner Meinung nach ein wirklicher Klassiker. Dieses Buch bietet sich für jede Jahreszeit an. Benedict Wells weiß einfach, wie Gefühle in Worte beschrieben werden können. Eine Geschichte über eine Familie mit einer dramatischen Vergangenheit und ganz viel Herz. Die Hauptfigur bringt so viel Behutsamkeit, Achtsamkeit, Liebe und Seeligkeit mit sich. Freudentränen gab es, und traurige Tränen. Gehört auch dazu.

– Marie

6. “Fabian – Die Geschichte eines Moralisten” von Erich Kästner

Bislang kannte ich Erich Kästner nur als Kinderbuchautoren. Fabian – Die Geschichte eines Moralisten, eigentlich auch eine beliebte Schullektüre, hat es bei mir nicht ins Programm geschafft. Also hab ich das dieses Jahr nachgeholt. Mit dem diesjährigen Kinostart von “Fabian oder der Gang vor die Hunde”, mit Tom Schilling in der Hauptrolle, gibt es noch einen Grund mehr, wieder einzutauchen in das Berlin zu Beginn der dreißiger Jahre. Das Buch zeichnet ein Gesellschaftsbild der dem Untergang entgegen trudelnden Weimarer Republik und zeigt gleichzeitig auf, wie viel und wenig sich geändert hat im letzten Jahrhundert. Während der Lektüre hatte ich den Track Tanz auf dem Vulkan aus dem 2020er ZM Album 10 Jahre Abfuck als Begleitohrwurm.

– Yannik

7. “Traum des Lebens” von Jeffrey Archer

Archers Roman ist für alle, die Spannung und Dramatik lieben. Das Buch entführt nicht nur in eine andere Zeit, sondern auch in ein anderes Leben, und zwar das von Alexander Karpenko und seiner Mutter. 1968, am Hafen von Leningrad: die beiden müssen eine lebensverändernde Entscheidung treffen. Alex und seine Mutter sind auf der Flucht vor dem KGB und müssen sich entscheiden, auf welches Schiff sie sich als blinde Passagiere schleichen. Der Wurf einer Münze entscheidet über ihr Schicksal: eine Fahrt nach Großbritannien oder in die USA?  Wie wird sich ihr Leben verändern und wie wird es weitergehen? Entdecke die Geschichte zweier Länder, zweier Welten und zweier Leben.

– Esra

8. “Little Fires Everywhere” von Celeste Ng

“Little Fires Everywhere” von Celeste Ng kennen wahrscheinlich viele als Serien-Verfilmung. Ich habe die Serie tatsächlich nicht gesehen und bin durch das tolle Buch “Everything I Never Told You”, (auch eine große Leseempfehlung von meiner Seite!) das ebenfalls von Celeste Ng ist, auf den Roman gekommen.
“Little Fires Everywhere” spielt in einem Vorort von Cleveland in den 90er Jahren und behandelt unter anderem die Themen Klassenunterschiede, Alltags-Rassismus und Identitätsfindung. Bereits ab dem ersten Kapitel taucht man in ein Familiendrama ein, das einen so schnell nicht mehr los lässt.

– Clara

9. “Evil” von Jack Ketchum

Etwas zum Gruseln darf in unserer Sammlung der Top-Bücher natürlich nicht fehlen: “Evil” von Jack Ketchum passt in dieses Genre perfekt hinein. Der beunruhigende und fast schon grenzüberschreitende Horrorthriller erzählt die Geschichte eines Jungen inmitten einer scheinbar amerikanischen Vorstadtidylle. Klingt soweit noch gut, oder? Jedoch wird er mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert. Der Thriller geht tief in die Abgründe der menschlichen Psyche. Traust du dich, auf diese Entdeckungstour mitzukommen?

– Esra

10. Mal wieder komplett in eine fantastische Welt eintauchen

In meinem Freundeskreis hatten wir in der letzten Zeit immer wieder darüber gesprochen, dass wir Lust hätten, mal wieder komplett in eine fiktive Welt mit allem drum und dran einzutauchen, so wie damals mit Harry Potter. Klar, gefühlt schlägt gerade alles, was draußen passiert auf die Stimmung. Da schadet ein bisschen Eskapismus nicht.

Hier also eine ganze Auswahl an Fantasy-, Science-Fiction- und anderen Reihen, mit denen man sich eine ganze Weile beschäftigen kann – egal ob zum ersten Mal oder mal wieder: Die Tribute von Panem von Suzanne Collins, Artemis Fowl von Eoin Colfer, Der Herr der Ringe von J.R.R. Tolkien, Dune von Frank Herbert, Die Spiegelreisende von Christelle Dabos, die Zamonien-Reihe von Walther Moers…

– Sophia


Beitragsbild: Unsplash/Patrick Tomasso

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