Kultur, Nach(t)kritik

Bildhübsche Bardin aus Barbados

Andy Weinzierl

Als Musiker, freier Journalist, Radlstar und gelegentlicher Fotograf verstehe ich, Andy Weinzierl, die Menschen nicht, denen in Ihrer Freizeit langweilig ist.

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Ihre Musik ist gut und schlecht aussehen tut sie auch nicht. Für Andy Weinzierl Grund genug, ein Konzert von ihr zu besuchen: Heather Nova.


Erst seit kurzer Zeit finden in der Theaterfabrik in den Optimolwerken Konzerte bekannter Künstler statt.

 Vor allem die Senke vor der Bühne macht die Location für Besucher attraktiv, da die Band nicht von den Köpfen der Vordermänner behindert wird.


Dabei gab es erstmal nicht viel zu sehen an diesem Abend. Als „Vorband“ klimperte eine junge Dame auf ihrer E-Gitarre herum und sang dazu. Zwar waren es schöne Songs, doch irgendwie fiel es schwer, den Emotionen freien Lauf zu lassen. Zu trocken dieser E-Gitarren-Klang ohne Band.

Gute Voraussetzungen für „Heather Nova“. In der Umbaupause wird ein Mikrofonständer mit weißen Blümchen auf die Bühne gestellt. Um kurz vor 21 Uhr betritt die Sängerin aus Bermuda die schlichte Kulisse vor dem schwarzen Vorhang.

Heather hängt sich ihre mit einem Vogelmotiv bemalte Taylor-Gitarre um und beginnt mit der gefühlvollsten Nummer ihres neuen Albums. Ihre erotische und vor allem glasklare Stimme jagt einigen Zuschauern bereits nach den ersten Worten des Songs eine leichte Gänsehaut über die Arme.


Mit dem Ende des letzten Refrains wechselt sie in Windeseile ihre Klampfe und spielt nun eine Stratocaster E-Gitarre. Passt perfekt zu ihrem Stil.
 Links steht eine Gitarristin mit Pferdeschwanz, schwarzer Kleidung und weit unten hängender Gitarre. Mit knackigem Sound aus ihrem Hard-Rock Verstärker jagt sie so manch’ anspruchsvolle Soli durch die Boxen.

Doch irgendwie fehlte es nach sechs Songs an Power. Erst mit einem ihrer wohl größte Hits „London Rain“ weckt die Band das Publikum wieder auf.

Es kommt einem so vor, als würde das Konzert erst jetzt losgehen. Nach einigen tollen Liedern ihres neuen Albums, zwei Zugaben und einem sehr lauten und rockigem Outro verlässt die Band mit der einstigen Kunststudentin die Bühne. Die sensationelle Dame verlässt das Münchner Publikum unter tosendem Applaus. Zurecht.

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