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Bunker wird zum Bauhaus!

BNKR

Im Kunstraum BNKR laden zwei Wiener Architekten die Besucherinnen und Besucher dazu ein, selbst Hand anzulegen.

Wer denkt, Bauklötze wären nur etwas für Kinder, liegt falsch. Am 18. Februar eröffnet im Hochbunker an der Ungererstraße die Ausstellung »Im Raum mit_Fattinger Orso«.

Die beiden Architekten Peter Fattinger und Veronika Orso werden in den kommenden Monaten von vier Künstlern und ihren künstlerischen Interventionen durch dynamische Rauminstallation begleitet.
Auch der Ausstellungsraum ist etwas Besonderes: Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Hochbunker in der Ungererstraße errichtet und seither immer wieder umgebaut und modernisiert. Bei der Entkernung und dem Einbau der Fenster wurde viel Mauerwerk abtransportiert. Die Idee der beiden Architekten Fattinger und Orso war es, wieder neues Material in den Ausstellungsraum zu schaffen und so Volumen von einem Ort zum anderen zu verschieben.

BNKR_Im Raum mit_Fattinger Orso

Jetzt liegt in dem steinernen Bunker ein doppelter Boden aus Holz. Genau genommen: 850 Bretter in der Größe von zwanzig bis achtzig Zentimetern. Aber der Boden ist nicht fest verankert. Alle Bretter können frei herausgehoben werden. „Im Moment ist das Ganze noch etwas zweidimensional, aber mit dem Beginn der Ausstellung wird das anders“, erklärt Peter Fattinger.

Sobald die Besucher die Ausstellung betreten, können sie die Bretter in die Hand nehmen und etwas daraus bauen. So werden sie ein Teil des Werks und aktive Akteure. Die Inspiration für die Arbeit mit dem Holz war das schwedische Holzkonstruktionsspiel Kapla, bei dem aus kleinen Brettchen Gebäude-, Möbel- oder Tiermodelle gebaut werden können. Hier findet Kapla in einer anderen Dimension statt. Wichtig ist den Künstlern, dass die Menschen aktiv an der Ausstellung teilnehmen und sie nicht nur passiv konsumieren.

Petter Fattinger, BNKR, BodenverlegungDie Eröffnung von »Im Raum mit_Fattinger Orso« wird in einem Zeitraffer-Video festgehalten. Unter dem Hashtag #imRaummit können Besucher die Kunstwerke, die sie gebaut haben, posten und auf sozialen Netzwerken teilen. „Die Kunst hier ist vergänglich, so wird aber alles festgehalten. Es ist legitim, etwas was die anderen gebaut haben, wieder abzureißen. Es ist ein ewiger Prozess“, erläutert Fattinger weiter.

Oftmals sind Kinder die Impulsgeber beim Baubeginn. Sie überzeugen ihre Eltern und so entsteht mit jedem bewegten Holzteil etwas Neues. Und die Frage: Wer baut das Höchste, Gewagteste, Tollste?

Die Ausstellung wird im Laufe der kommenden Wochen nach und nach durch die Interventionen vier weiterer Künstler vervollständigt. So wird Julia Willms eine Videoinstallation im Untergeschoss des Bunkers zeigen, die sehr spezifisch auf den Raum eingehen wird. Auch Constantin Luser wird eine künstlerische Intervention vorstellen, die stark mit den Räumlichkeiten spielt.

Die Idee einer solchen Ausstellung ist bisher einzigartig. Sie soll dem Besucher ermöglichen, Räume in unterschiedlichen von Künstlern gestalteten Raumszenarien zu erleben.


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Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erscheint im tagebook, einer Kategorie, die unsere Partner nutzen können, um neue Ideen und Inspirationen in Blog-Beiträgen vorzustellen.
Bildcredit: Elias Hassos

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