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Cityclash Vol.2 – 89 vergleicht München mit Sydney

MUCBOOK Redaktion

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„Süüüüüdneeeehhhh“. Frei nach Dory. Besteht Sydney den ultimativen 89 Vergleich mit der besten Stadt der Welt? Wann immer wir 89er auf Reisen sind, werden wir versuchen die Metropolen dieser Welt in einigen Kernpunkten mit unserer beschaulichen Landeshauptstadt zu vergleichen, um euch am Ende dann mitteilen zu können, ob ihr in der richtigen Stadt lebt. Natürlich mit absoluter Gewissheit und mit Gewähr. Cityclash Vol. 2: München gegen Sydney

Politische Bedeutung

München ist die Hauptstadt Bayerns. Und somit eigentlich die Hauptstadt eines souveränen Staates. Zumindest könnten wir es sein, wenn sie uns denn nur ließen… Sydney wird von vielen für die Hauptstadt Australiens gehalten. Muss diese Ehre aber an ein Kaff im Landesinneren (Canberra) abgeben.  1:0 für München

Olympische Spiele

1972 München – wir verdanken den fünf bunten Ringen auch unsere bunten S-Bahn Linien, einen riesigen Park im Norden der Stadt der regelmäßig verzweifelt versucht Eventcharakter auf die Beine zu stellen und natürlich die zweifelhafte Ehre in die Geschichte eingegangen zu sein für einen Terrorangriff auf die israelische Mannschaft. Meine Eltern und Großeltern erzählen mir, wie toll der olympische Geist damals trotzdem war. Ich habe nur leider nichts von mitbekommen. In Sydney ist der Olympiapark weitab vom Schuss und daher merkt man nicht, dass er leer steht. Die Spiele in Sydney waren in meiner Erinnerung fantastisch und ich frage mich, warum in München noch kein Club nach Cathy Freeman benannt ist. Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen vergebe ich diesen Punkt jetzt an Sydney. 1:1

Preisniveau

München ist das teuerste Pflaster Deutschlands. Jeder regt sich darüber auf und es nervt auch. Die Lösung: einfach nach Sydney ziehen. Das ist der teuerste Tape-Verband Australiens. Soviel ist sicher. Als Referenzpreis möchte ich den Preis für ein Six-Pack Bier (Heineken) anführen. 6×0,33l (die es nur in einem speziellen Bottleshop zu kaufen gibt) kosten den Gegenwert von einem ganzen Kasten August. Von den Mietpreisen möchte ich gar nicht anfangen. Und übrigens: die Australier selbst finden es auch abartig teuer. Trotz australischer Löhne. Unglaublicher Punkt München! 2:1

Lage

München am Alpenrand. Einfach mal die obere Hälfte des Teaser-Fotos einfahren, zurücklehnen und ein Weißbier einschenken. Dafür dass wir kein Meer haben, haben wir sonst alles richtig gemacht. Sydney allerdings liegt an einem der größten Naturhäfen der Welt. Umgeben von Meer in allen Richtungen. Und jetzt kommts: auch Berge. Gepaart mit dem schönen Wetter vergeben ich den Punkt an Sydney. Unentschieden 2:2

Wahrzeichen

München hat die Frauenkirche (siehe wieder Bild oben), deren unterschiedlich hohe Zwiebeltürme (Heimat- & Sachkunde Unterricht Danke) ein wahrer Augenschmaus sind. Sydney hat die Oper, deren 3 Häuser Segelschiffen nachempfunden sind und die wohl jeder Mensch schon mal auf Fotos gesehen hat. Ja, auch der letzte zensierte Chinese kennt die Oper in Sydney. Erbaut & Erdacht wurde sie von Jorn Utzon – da der Bau leider 10 mal so teuer wurde wie geplant, hat man ihn vor Fertigstellung vom Projekt gefeuert und der gute Däne Jorn hat sein eigenes Bauwerk nie (!) selbst betreten. Was für eine Story! Was für ein Monument – eines der modernen 10 Weltwunder. Der Münchner Dom zu Frau allerdings wurde von Herzog Sigismund irgendwann gegen 1470 begonnen (der „Neubau“). Gedauert hat das noch viel länger als in Sydney (irgendwann gegen 1780 war er dann auch Innen fertig). Und erbaut wurde das Ding, um den Teufel eins auszuwischen. Luzifer höchstpersönlich war in unserer Kirche. Der Antichrist. Geht’s noch realer? Punkt München. 3:2

Attraktive Menschen

Die Bewohner Sydneys sind krank. Krankhaft sportsüchtig. Jeder halbwegs normal gebaute Münchner muss sich in Sydney unsportlich fühlen. Hier kommen dir in einer halben Stunde am Strand 27 Jogger mit 8-Packs entgegen – grad dass der Pulsmesser noch um den Brustkorb passt.  Mein Spiegelbild schreit: „Get up Bitch! Do Something!“ Bei den Frauen das gleiche Bild – täglich um 6 Uhr morgens (no joke – VOR der Arbeit) geht der sexy-bitch Wettbewerb am Coastal Walk in eine neue Runde. Fräulein Klum könnte hier das Casting für die erste Runde abhalten. Ohne Ankündigung. Szenenwechsel in den Central Business District: „Ich nehm das kurze Schwarze“ muss eine Art Standard-Spruch sein in sämtlichen Läden der Stadt. Die Masse an eleganten Business-Mädels wirkt fast schon unecht. In München sind empirisch erwiesen viele schöne Frauen unterwegs. In Sydney sind vielerererererrrrrrrrrrrr…. Alles in allem ein wehmütiger Punkt für Sydney. 3:3

Nachtleben

Unfassbar. Unbeschreiblich. Unglaublich. Australien ist über-reguliert. Und sterbenslangweilig. In Sydney hatte ich selbst Anschluss an Locals und das Beste was in einer Woche dabei rauskam war eine „Tequila-Launch Party“ auf der alles umsonst war, wenn man sich umständlich über Facebook registriert hat. Klingt gut? Hier die Facts: Die Party findet statt in Poing (im Vergleich zu München) und geht von 18-22 Uhr. Dann gehen pünktlichst die Lichter an und alle wollen ein Taxi. Yeah right. Mit Backpackern kann man in der Stadt feiern in Kings Cross. Lights on um 1 Uhr. Coole Clubs? Nichts gefunden. Nichts gesehen. Nichts gehört.

Da lobe ich mir München und das Cathy Freeman Bob Beaman. Punkt München zum 4:3 Endstand

Fazit: Du lebst in München? Mach Dir ne Halbe auf und gratulier Dir selbst. Du siehst das anders? Noch besser! Sag mir warum!

Der Beitrag ist erschienen auf dem Blog 89 – Ich bin München.

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