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COCii – Entzückendes Münchner Schmuckdesign

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© COCii

Hauchzart und schlicht – diese beiden Adjektive beschreiben das Label COCii wohl am Besten. Die zeitlosen Schmuckstücke möchte man gar nicht mehr ablegen. Zu bezahlbaren Preisen werden die schönen Teile in München hergestellt. Die junge Designerin Claudia Lassner verrät uns im Interview, wie ihr eigenes Label entstand und was ihre Kollektionen inspiriert. 

Über Dich …
Mein Name ist Claudia, ich entwerfe und produziere im Gemeinschaftsatelier und Showroom N°10 in der Maxvorstadt, München, handgefertigte Schmuckserien für mein Label COCii.

Über Dich und München …

Obwohl ich kein echtes Münchner Kindl bin, hat mich München immer schon leise gerufen. Die Semesterferien habe ich hier bei meiner Schwester verbracht, viele Freunde und Bekannte sind nach der Schulter oder dem Studium nach München gezogen und letztendlich war es damals die Liebe, die mich dann in München gehalten hat.

Dein München. Eine Empfehlung?

Der Großteil meines Alltags spielt schon in der Maxvorstadt ab, dort wohne und arbeite ich. Mittlerweile entstehen im Viertel immer mehr tolle Cafés, Daily’s, Läden und temporäre Ausstellungsorte – Flanieren lohnt sich also! Mein Mittagsfavorit ist dieWaldmeisterei, gleich bei uns ums Eck. Schicke Einrichtung und feine Karte, bei sehr freundlicher Atmosphäre.

Zum Shoppen kann man gerne einen Schwenker zu uns in die N°10 (Schraudolphstraße 10) machen und anschließend im Sprout Store(Theresienstraße 25) das Moderherzal höher schlagen lassen. Den Feierabend dann mit einem kühlen Bier in der Abendsonne auf den Stufen vorm Königsplatz einläuten. Und dann schau ma mal, was die Nacht so bringt.

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Wie kamst du auf die Idee Schmuck-Designerin zu werden?

Während meines Designstudiums habe ich für verschiedene Schmuckdesigner gearbeitet und bald festgestellt, dass das genau das ist, was ich machen möchte. Nach meinem Abschluss zog ich nach München und startete in der Metallwerkstatt meines damaligen Freundes erste kleine Entwürfe und Schmuckstücke zu fertigen. Diese fanden bei Freunden und Bekannten ziemlich guten Anklang, also dachte ich mir, warum nicht den Schritt wagen und es professionell aufziehen. So entstand dann Cocii 2010.

Wie lief deine Anfangszeit?

Anfangs musste ich noch viel probieren und testen und mich, beziehungsweise die Richtung der Marke finden. Das war eine sehr spannende Zeit voller Höhen und Tiefen, doch umso mehr hat man sich dann über jedes verkaufte Stück gefreut.

Wie gehst du vor? Was inspiriert dich?

Inspiration ist ja im Prinzip überall. Das kann ein Musiktext sein, kleine Dinge, die einem im Alltag begegnen, Mode und Design, Freunde, Kunden … das kommt einfach. Mich beeinflusste vor allem für die 2014er Kollektion die Formenwelt der 20er Jahre und der Art Deco. Aber auch der gute alte Oldschool Hip Hop war eine große Inspirationsquelle: Überspitzt gesagt trifft in dieser Kollektion Coco Chanel auf Kanye West.

Zieht sich ein roter Faden durch deine Kollektionen?

Der Schmuck ist immer fein und filigran, eher auf den zweiten Blick zu sehen, als große Statementketten, die laut „HIER” schreien. Ich arbeite alles per Hand und aus Edelmetallen. Ich mag gerne reduzierte, geometrische Formen, die immer wieder in meiner Gestaltung zu finden sind. Aber genauso darf es glamourös sein und mit viel Bling Bling zugehen.

Welche Materialien verwendest du am liebsten?

Am allerliebsten Echtgold. Der Moment des Hochglanz Polieren von dem Metall ist für mich jedesmal ein Hochgefühl. Leider kann ich meist nur auf Anfrage in Gold arbeiten, da das Material einfach zu kostspielig ist, als damit in Vorleistung gehen zu können.

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© COCii

Trägst du immer deinen eigenen Schmuck? Was ist dein Lieblingsstück?

Nicht immer, aber oft. Und natürlich, wenn ich bei uns im Laden stehe, meinen eigenen. Ich bin ja dann sozusagen mein eigenes Werbeschild.
Die Lieblingsstücke wechseln immer wieder, gerade stehe ich sehr auf Kreolen, daher trage ich zur Zeit oft und gerne die Twisted Kreolen in Gold oder Silber.

Wie würdest du deinen Stil und deine typische Kundin beschreiben?

Ich glaube, die „typische“ Kundin ist eine Frau wie du und ich. Das zieht sich durch sämtliche Alters- und Berufsgruppen. Willkommen ist jeder und ich freue mich jedesmal, wenn Begeisterung zu spüren ist und die Ladies verzaubert vorm Spiegel stehen.

Entwirfst du auch Schmuck für Männer? Ist Schmuck und das männliche Geschlecht ein schwieriges Thema?

Ich habe noch keine spezielle Männerlinie entworfen, obwohl es mir unter den Nägeln brennt. Das ein oder andere Teil funktioniert aber gut als Unisex Schmuckstück, wobei ich gar nicht darauf kommen würde, dass das den Herren der Schöpfung so zusagt. Die Tube Armbänder oder die Facettenringe sind recht beliebt.
Doch generell sind Männer eher schwerer zu beschmücken. Die breite Masse mag es dann doch lieber plain an Hand und Körper. Ich glaub, dem muss bald was entgegengesetzt werden.

COCii im Web?

www.cocii.de und auf Facebook
Vielen Dank für das Interview Claudia!

Mit unserem Blog Das Münchner Kindl fangen wir die besondere Verbindung von Tradition und Moderne der Stadt München für ein junges, web-affines Publikum ein. Das bayerische Lebensgefühl steht im Mittelpunkt unserer Lifestlye-Themen: Interviews, Stilvolles, Kulturelles, Lesenswertes und Schmackhaftes.

Eure (Wahl-)Münchnerinnen AnitaNina und Sarah ♥

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