Kultur, Was machen wir heute?

Das Digitalanalog rückt näher

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Wie bereits angekündigt, findet Münchens audio-visuelles Festival DIGITALANALOG Nummer Zehn am 12/13. Oktober bei freiem Eintritt im Gasteig statt.

Diesmal haben wir Näheres aus dem Programm für Euch:

AlexKahr
alex kahr
Alex Kahr (Singer/Songwriter), mit einer Stimme und einer Gitarre als Grundlage produziert er seine Musik nach klassischem Schema. Im
Zentrum steht die charakteristische Stimme von Alex Kahr vor einem vorwiegend akustischem Hintergrund. Ihren Einfluss hat die Musik aus dem Norden Englands mit Elementen aus Indie und Britpop. Durch teils bildliche, teils direkte Texte spiegelt Alex Kahr seine Exzentrik und Konflikte wieder alternative Musik mit einer Mischung aus Träumerei, Melancholie und Hoffnung.

ALLEZ ALLEZ!
allez allez!
freitag blackbox
Ein spärlich beleuchteter Keller, darin eine Mutter, die sich im russischen Roulette versucht – mit dem Kind in der Rechten und einem Messer in der Linken… Ein Kriegsveteran, im lasziven Spiel mit seinem Maschinengewehr… Eine alte Frau, die rohes Fleisch blutig schlägt… Absurde Szenarien spielen sich in den Videos des 24-jährigen Münchners ab. Seit mehreren Jahren experimentiert ALLEZ ALLEZ! mit parallelen Wirklichkeiten, seine Hologramme lassen fiktiven Raum mit greifbarer Realität Hand in Hand gehen. So entflammte er im letzten Jahr für die Bayerische Staatsoper eine Birke, deren Flammen ganz ohne Sauerstoff auskamen. Für Ebow X entwirft der junge Künstler in diesem Jahr ein raumübergreifendes Bühnenkonzept und inszeniert die Rapperin in gewohnt urbaner Intimität – und knüpft damit an ihre Guerilla-Performances im Münchner Hauptbahnhofviertel an.

the analog roland orchestra
samstag blackbox
The Analog Roland Orchestra ist das One-man Bandprojekt vom Münchner Michal Matlak. Michals Musikerlaufbahn begann in den
frühen 90er Jahren mit einer Violine. Inzwischen musiziert er lieber auf alten Sythesizern, Drummachines und Effektgeräten. Wie das Alias nahe legt, spielt Michal hauptsächlich Roland Synthesizer aus den 70er und 80er Jahren welche ihn auf seinen Liveauftritten stetig begleiten. Derzeit ist das Orchester auf Albumtour und wird zum zweiten Mal im Rahmen des digitalanalog live spielen. Der Abend steht im Zeichen des Dubtechno und der TR 909, dem Drumcomputer, der das Genre maßgeblich
geprägt hat. Kein Laptop alles analog und direkt aus den Kisten inkl. Bandecho und Springreverb

Anton Mints

anton mints
samstag blackbox
Anton Mints ist ein Komponist, Sound-Designer und elektronischer Musiker aus Moskau. Schon seit mehr als zehn Jahren
produziert Anton Musik und war während dieser Zeit in viele verschiedene Projekte involviert, von Ausstellungen bis zu Kinofilmen und von Untergrund Partys bis zu großen Festivals in Russland und Europa. Anton nahm unter den Künstlernamen Ambrella de Marso und Mek experimentelle Musik und Dubstep auf. Er war einer der Ersten, die in Moskau Dubstep spielten. 2012 vollendete er sein Debüt-Album Personal Space, welches in Japan von AY Records released wird. Dieses Album enthält verschiedene Musikstile, die ihn
inspiriert haben. Es ist ein Mix aus Dub, Techno, Jazz, Clicks und psychedelischen Schwingungen. Anton versucht seine Musik einzigartig, intelligent und groovy zu gestalten.

Andreas_Neumeister
andreas neumeister
samstag cos-foyer
„Lost in Music. Nach der Scheibentheorie ist die Welt eine Scheibe. Nach der Discotheorie wurde die Welt durch Disco erst erschaffen. Lost in Munich: nach der Mjuniktheorie ist Mjunik eine Scheibe. Nach der Mjuniktheorie wurde Disco durch Munich Disco erst vollendet.“ In Andreas Neumeisters Musikbesessenheits- Buch „Gut laut“ von 1998 wird München plötzlich in Mjunik umgetauft. Um den spezifischen Sound of Munich geht es auch in seinem Text „Mjunik, Motortown“ den er bei digitalanalog erstmals außerhalb
einer Discothek lesen wird. Längst vergriffen ist sein Katalog „In dubio pro disco“. Zusammen mit Christos D. war er Betreiber der
Freestyle-Electronica-Reihe „Medley“ im legendären Ultraschall. Von AN (Hörspielzusammenarbeiten u.a. mit Lalipuna, dis*ka, Robert und Ronald Lippok) erschien zuletzt das Buch „Könnte Köln sein“.

ARTICULATION7 (schwarz weiss)
articulation
Visuelle Sprache braucht keine Worte. Alles fließt. Ihre Sprache sind fließende Bewegungen. Liquides Licht trifft auf unbewegten Raum
und bricht die Sicht. Abstrakte Bilder verschmelzen mit der Wirklichkeit und erschaffen neue Räume. Töne sind tief. Stille Wasser sind tiefer. Sinnliche Formen betten dich in selige Süßwasser.
// Articulation // …the way you feel it slips all over you

AvonRim
avonrim
Tod, Zerstörung, Unterhaltung. AvonRim kommen aus München und machen Minimal Synth mit Hang zur Katastrophe. Nach erfolglosem
Experimentieren als Progessive Ocarina Duo „Cricket Dwarf“ haben sie sich zu einer radikalen Kehrtwende entschlossen, sagten sich los von Pomp und Pluderhosen, kauften sich überteuerten Synthieschrott auf Ebay und singen seitdem zu aufgeräumtem Gequietsche gefühlvolle Lieder über Meeressäuger und Atombomben. Für ein paar Konzerte und Veröffentlichungen hat die Masche zumindest schon mal gereicht.

BUZZTASER
buzz taser
Buzz Taser ist das Elektroprojekt des Münchener Schlagzeugers und Produzenten Axel Wagner. In seinem Giesinger Studio baut er mit Arbeit, Schweiß & Muskelkraft stählerne Acid-EBM-Nummern. Nach alter Schule (Drummer bei „Der Englische Garten“, Live-Schlagzeuger bei „Zombie Nation“ und „Generation Aldi“) zieht er seine Samples selber aus der E-Gitarre, presst Beats aus den E-Drums, zerrt Hooks aus dem Analog-Synthesizer und verschraubt die Einzelteile zu Vier-Viertel- Konstrukten mit gefährlich vielen Kellergeschossen. Bevor man sich in seinen Live-Sets darin verirrt, teilt er Elektroschocks aus bis es einem egal wird, ob man sich im „Dorian Gray“ der Achtziger Jahre, in der Gegenwart oder in der Zukunft befindet. Klar ist: Die Drum-Machine spielt jetzt. Live. Musik von heute für morgen und übermorgen.

B.O. Fashion - Modenschau Digital Analog
b.o fashion
Bernadette Obergrußberger, die „Königin des Recyclens“ und zukünftige Wirtin im Turmstüberl des Valentin Karlstadt Musäums im Isartor zeigt eine Modenschau der besonderen Art. Obergrußberger nimmt seit Jahren recyclete Kleidungsstücke auseinander und setzt sie wieder neu zusammen. Klischees, Bewegungen, Stile und ihre Blüten werden frech und ironisch mit Gegensätzlichem
kombiniert, getreu dem Motto es gibt keine Grenzen und Spass muss sein. Ihre Kleidungsstücke stehen für nachhaltigen Konsum und Individualität und wehren sich gegen das schnelllebige Geschäft der Modeindustrie, die sich auf den billig hergestellten 0815 Massengeschmack konzentriert. Präsentiert wird die Modenschau von ihren einzigartigen Modells, musikalisch unterstützt durch Musiker und DJ Albert Pöschl und als Conferencier fungiert kein geringerer als Noe Noack.
*****samstag rolltreppe******

cloneheadz
Unendliche Tiefen, wir schreiben das Jahr 2012, die Cloneheadz haben den vom Replikantenkrieg zerstörten Phobos verlassen und besiedeln ein Aquarium. Als Collodyction getarnt visualisieren sie nun die Tagesangebote und Sternstunden. Sie schieben Tonnen
schwere Optik und kultivieren nahrhafte Klänge um die Säulen des neuen Reichs zu firmen.

Dreschwerk-Kollektiv_logo
dreschwerk kollektiv
Das Dreschwerk Kollektiv ist eine Gruppe von Freunden, die sich zusammengeschlossen hat um verschiedene Projekte mit musikalischvisueller Kunst im öffentlichen Raum zu verwirklichen. Mit neuen Mitgliedern begeistern sie seit April 2012 das Münchner Nachtleben. Die wachsende Community liebt die visuelle Untermalung des Clubsounds unter freiem Himmel. Mit dieser besonders eindrucksvollen Live-Performance sind sie einzigartig in München. Es ist für sie wichtig, unkommerziell und autark zu sein und zu bleiben, was sich schon bei den eigens produzierten Musikstücken zeigt, die natürlich auch gespielt werden und noch mehr zum Tanz im Klang und Farbenrausch anregen.

Digital Haze
digital haze
ER ist der Puls, der antreibt. SIE ist das Gefühl, das einen nicht mehr loslässt. Catrin v. Spannenberg, mit einer Stimme, die einen tief in der Seele berührt, und Emin Corrado, mit seinen Beats, subtil und voller treibender Kraft, verschmelzen zu einem musikalischen Ereignis. Eine Wolke aus Beats&Melodie, Gefühl&Rythmus. Digital Haze ist wie ein tiefer Zug aus deinem Lautsprecher, der perfekte musikalische Genuss – macht süchtig und läßt hoffen auf mehr!

ebow x
So nennt sich die 21 jährige Münchnerin mit türkischen Wurzeln. Unterstützt von ihrer Mutter, besuchte sie zahlreiche unterschiedliche Musikkurse und entschied sich schließlich für den Rap als ihr Ausdrucksmittel. Im Laufe der letzten 10 Jahre erweiterte sie ihr Musikspektrum von Alternative hin bis zu Elektro. Diese Entwicklung spiegelt sich in ihren Liedern wieder, wobei Rap immer noch im Zentrum ihrer Songs steht. Seit 2010 arbeitet Ebow X mit dem Produzenten Nik Graf alias “Nik le clap“ zusammen. Mit diesem entwickelte sie ihre neuartige Musikrichtung, die von den beiden als „alternative Hip Hop“ bezeichnet wird. Inspiriert von klassischer, orientalischer Musik, sowie von Elektro und Hip Hop, bietet Ebow`s Musik ein abwechslungsreiches Spiel zwischen den beiden Genres an.

Einshoch6
eins hoch 6
samstag carl-orff-saal
HipHop und Klassik – diese zwei Musikgenres stellen keinen Widerspruch dar! Drei Rapper, ein “klassisches” Klaviertrio mit E-Violine,
E-Cello und E-Piano, dazu ein Bassist und zwei Schlagzeuger musizieren “jenseits der Norm”. Die Texte sind deutsch, die Musik inspiriert von Themen klassischer Komponisten. EINSHOCH6 bedient sich aller Genres und passt in keine Schublade. Mozart trifft auf Beatbox, fette Grooves und Rock-Violin-Soli. Kabarettistische Texte treffen auf Klaviertrio- Musik. Rap ist nur eine der Ausdrucksformen der Textschreiber, klassische musikalische Elemente werden von den Musikern durch den Fleischwolf gedreht – ohne Hemmungen, und dennoch mit Gefühl für das Detail.

eternit
freitag cos-foyer
Wir sind ETERNIT. Nichts deutet darauf hin, dass es dahinter etwas Besseres gäbe. Rigipstexte und Glaswollunterwäsche für die Altersisolation. Wir sind arrogant und verzagt. Metaporno eben. Wir wollen das Vitale, aber eben nicht mehr um jeden Preis. Nur das verschwenderische Leben ist bezahlbar. Das ist die Schwierigkeit. Deswegen sprechen wir fortwährend mit gespaltener Zunge.
Aber nachdem wir die Sache mit dem Ingwerwechsel (Girlish Ginger Change) entdeckt haben, ist alles einfacher geworden. Plötzlich muss nicht mehr alles linear verlaufen, um nicht chaotisch zu sein. Die rhizomatische Verknollung der Wirklichkeit eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Zig Jahre nach Deleuze, aber den kennt von uns auch keiner wirklich gut. Trotzdem haben wir manchmal ein Gefühl der Nähe zu ihm.

Foehn
FOEHN stellt die Waschmaschiene ,gefüllt mit leergefressenen Harribotüten und F.Wright Platten, in der rollenden Fischbratküche ab und schickt sie auf den holperigen Tanzgrund.
Markus Oehlen, Schlagzeuger bei “ Charleys Girls “ und “ Mittagspause“ (Punk),
Gründer von „Die Vielleichtors“ (No Wave), Mitglied bei „The Flying Klassenfeind “ (Oldies) und “ LSDAP/AO“ (?),
Solo unter dem Namen“ Don Hobby“ (Electronic)
Weitere Projekte : mit A. Oehlen als“ vanOehlen“, mit Rüdiger Carl und A. Oehlen als“ Jailhouse“ (Computer/Improvisation/Jazz)

Swimmingpool Productions
Gabriele Gabriel (Video) und Stefan Holmeier ( Audio) gestalten den aktuellen „Festival-Trailer“ : verspielt zum treibenden Beat, ironisch und elegant , schwarzweiss wie bunt , mit einem stilistischen Augenzwinkern zwischen Vintage und Avantgarde …. und selbstverständlich digital analog kreiert.
Gabriele Gabriel ist Bildende Künstlerin und arbeitet mit unterschiedlichen Materialien und Techniken wie Video, großformatigen Seidenstoffen und Aquarelle mit modernen Designs;

hans im glück
Hans im Glück ist eine moderne Popfabel zwischen Exzentrik, Irrfahrt und Party. Gepaart mit einer subversiven, kritischen Kraft, die aus einer Selbstironie gespeist wird und auch politische Dimensionen annimmt. In Summe ist das Album damit ein gewagter und brillanter Drahtseilakt, der die Gesellschaft der „modern Performer“ und deren sinnleere Geld- und Machtfixierung (auf Kosten der Gemeinschaft) ebenso gekonnt aufs Korn nimmt, wie die Typen, die in der U-Bahn ihre Lässigkeit durch den ganzen Waggon schreien müssen. Da sind sie: die Archetypen unserer modernen Zeit. Der himmelschreiende Auswurf der Leistungsgesellschaft gibt ein gigantisches Fest und Hans im Glück macht die Musik dazu.

hermaniak
Hermaniak
Kochtopfdeckel und Kinderspielzeug-Sounds generieren vertrackte Beats, sphärische Hang-Drum Klänge wechseln sich mit Analog-Synthesizer-Gegnarze, Saxophon-Licks werden zu Bläsersätzen gelooped, Balkan Grooves verwandeln sich in House Beats. Hermaniak vermischt alle Genres in seiner Live-Looping-Maschine und seinem Instrumentarium aus Saxophonen, Percussions, Synthesizern, Flöten und alles was sonst noch Lärm macht. Live Looping wird dabei nicht bloß als Effekt, sondern als kompositorische Komponente betrachtet, um aus verschiedensten Sounds und Rhythmen ein einzigartiges Klanguniversum zu schaffen. Das nötige musikalische Vokabular eignete sich Hermaniak als Musiker und Produzent in zahlreichen Bands unterschiedlichster Genres an.

jandoon&proximal
jandoon & proximal
samstag blackbox
Super 8 – Impro – Käfer – Theater – Klassik NEXT Level – Nadeln – LED – Rotoskopie – Zoom – Chinch – Stadtstrukturen – Mixer – field recordings – jam2jam – Fernseher – Falschparken – Capsolé – Echtzeit – DJ – Pony – LMU – roter Nagellack – sub – Time Warp – Roboschiene – Ruttmann – Live – Konstellationen – mattes Architekturpapier – Tutorin – Kaffeeklatsch – ineinander – volxvergnuegen – grell – urban – Switcher – video – Takt – Zufall – flash – VGA – Zeitschrift – Clip – stop motion – Quallen – Magister – abstrakt
– Elektronische Bild- und Klangforschung – NEONouveaux – Scan Converter – Haus der Kunst.
Diese einzelnen, sich stets verändernden Puzzelstücke beschreiben die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede der Beiden. Im Namen der Mixtur regiert das Duo.

Jim Fletch
Das sind Jim und Fletch, zwei Menschen, deren Wege sich einst kreuzten und die Jahre später in München ihre musikalische Verbindung zueinander entdeckten. Jim Fletch erzählt Geschichten. Geschichten von Höhenflügen und Abgründen. Von Hoffnung und Zerstörung. Von Liebe und Hass. Die musikalische Geschichte von Jim Fletch beginnt mit dem ersten Ton und spinnt sich weiter bis zum letzten Klang. Dieses spiegelt sich auch in ihrer Live-Performance wider: Das musikalische Konzept liegt irgendwo zwischen Live-Band und Live-DJ-Set. Ein anhaltender akustischer und elektronischer Liveact. Gesang und Gitarre sind tiefgehend, sanft, unter die Haut fahrend. Sie führen den Zuhörer durch emotionale Welten voller Tiefe, Wut und Sehnsucht. Taucht ein in die Welt von Jim Fletch!

Laboratorium Video IV
Laboratorium Video ist eine Initiative, die im Rahmen der Elektronischen Bild- und Klangforschung am Institut für Kunstpädagogik der LMU von und für die Studenten des Medienlabors ins Leben gerufen wurde. Jedes Semester entsteht ein neues einzigartiges Laboratorium, welche ihre Tutorin fleißig mitzählt. Nun sind wir schon bei IV angelangt, mit einem bunt zusammengewürfelte Haufen aus ausschließlich jungen Studentinnen, die bereits im Rahmen ihres Seminars erste Erfahrungen auf Sommerfesten der LMU und dem Institut für Kunstpädagogik sammeln können. Nun geht es ganz raus auf ihr erstes Festival und rein in die Zusammenarbeit mit einer Band. Es wird spannend!

LEAF
– benannt nach dem Kanadischen Ahornblatt – ist der Singer/Songwriter Niki Fischer. Fischer ist Mitte der 70er-Jahre in Kanada aufgewachsen. Seine unverwechselbare Soul-Stimme weckt Erinnerungen an einen entspannten, sonnigen Herbsttag. Manche Songs lassen den Zuhörer in Erinnerungen schwelgen oder wecken verborgene Sehnsüchte. Fans von Van Morrison, Ryan Adams, Ron Sexsmith oder James Morrison sollten sich den Newcomer LEAF nicht entgehen lassen. CALLING YOU, CD-Tipp in der Süddeutschen Zeitung (Jan 2010) und COSMOPOLITAN (Heft 04/2010), ist überall im On- und Offline-Handel erhältlich.

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lako
freitag blackbox/cos-foyer
Auch im Apokalypse-Jahr 2012 lassen LAKO ihre Kreationen auf die Leinwände los und euch in gold-schimmernde Welten
fluoreszierender Sanftmut eintauchen. Aus dem Neon hervorgetreten, erheben sich unendliche Weiten ozeanisch transzendierender Schwadronen, welche im Glanz des Äonenfeuers den Wiederhall der Bilder zelebrieren. Wenn der Dunst sich lichterloh entfacht und am Horizont erster Orangenschaum reift, ist es Zeit, seinem eigenen Ich entsagend ins Taumeln abzudriften, jenseits alles Schönen und Wahren. Endlich werden Träume Licht.

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lieselweiß
fr/sa kk-foyer
Schwarzlicht wirft violettes Licht auf die Bühne. Die Künstlerin Andrea Unterstraßer bittet vier Besucher zu sich, zieht ihnen schwarz-weiße Strumpfmasken und gegebenenfalls ein dunkles langärmeliges Oberteil über. Rücken an Rücken werden die vier Teilnehmer eng im Kreis gruppiert. Eine Strickliesel ist entstanden. Nun bittet die Künstlerin die Teilnehmer, ihre Arme in Brusthöhe zu heben, und in dieser Position zu verbleiben. Die Arme fungieren als Maschenhalter. Sie beginnt, ein schmales weißes Band um die Unterarme zu schlingen und umrundet dabei die Gruppe. Sobald die zweite Runde beginnt, wird die zuerst gelegte Schlinge an jedem Arm jeweils über die neu gelegte Schlinge gezogen – die gleiche Handhabung wie bei einer Strickliesel. Aber im Gegensatz entsteht hierbei ein Strickschlauch außen um die Teilnehmer herum. Das Band zeichnet sich leuchtend ab. Es entsteht nun ein netzartiges Gewebe, das die vier Teilnehmer immer weiter miteinander verstrickt. Wenn das Gewebe den Boden erreicht, hat sich die lebende Strickliesel in weiß vervollkommnet.

Lisiena
„Eingängige Riffs, minimalistische Stimmung und eine lässige Rock-Attitüde‘-das ist Lisiena. Die 23 jährige Songstress aus Tirana singt nur von der Gitarre begleitet Lo-Fi mäsig und beeindruckt.“ (Radio Bayern 2) …Ja. Die Kunst wollte es wieder anders. Während des Studiums der bildenden Künste schwang sich die talentierte Südeuropäerin neben Atelier, Ölfarbe und Terpentin auf die Bühne. Woher die Inspiration kommt? Sie überkam die junge Künstlerin. „My Baby killed the Color and I`ll paint again“ feiern wir im Frühjahr 2012.

Maxi Becker
Maxi Becker
Das Spektrum der Visuals von Maxi Becker reichen von reinen Spielereien mit Farben Formen und Mustern, Linien und Rauch über Comics, Strichmännchen usw. bis hin zu selbstgefilmten Gegenständen, Tieren oder Menschen. Die Bilder werden eher einfach und konkret gehalten; überladene Stroboskop ähnliche Visuals sind ich eher selten der Fall, außer der Sound verlangt nach Bildgefechten.

mergrim
mergrim / Takahisa Mitsumori
, geboren in Takaraduka/ Japan, lebt und arbeitet in Tokyo und produziert dort seit dem Jahr 2004 elektronische Musik. 2005 gründete er gemeinsam mit Freunden „moph-records“, eine Plattform für melodische und durchaus tanzbare Experimental-Elektronika. Mergrim ist außerdem Teil des Projekts „mophONE“, das sich mit der audiovisuellen Umsetzung elektronischer Klangwelten beschäftigt. 2011 erschien sein erstes Soloalbum „Invisible Landscapes“, das auch außerhalb Japans Aufmerksamkeit erregte und in wichtigen deutschen Musikmagazinen wohlwollend rezensiert wurde. Mergrim tourte bereits in Japan und China und spielte auf großen Festivals wie dem Sonar-Sound in Tokyo. Der Auftritt auf dem Digital-Analog-Festival ist Teil seiner ersten Europa-Tour.

MarieMarie
marie marie
samstag carl-orff-saal
mariemariemusic.com
Marie Marie entführt mit pulsierenden Beats und elektrisierenden Harfensounds. Mit ihrem herb romantischen Gesang lässt sie glitzernde Folk-Pop-Welten entstehen. MarieMarie hat schon viele Menschen verzaubert. Sie benutzt kein Elixier dafür, sondern ihr großes Songwriter-Herz. Die Mixtur aus magischem Gesang und funkelndem Harfenspiel macht sie so solitär wie unwiderstehlich. Am liebsten umgarnt MarieMarie die Zuhörer mit ihrer Stimme. Die klingt mal nah und verliebt, mal wie ein Engelschor aus einer anderen Zeit, einem anderen Raum.

neonouveaux
Das Münchner VJ-Kollektiv NEONouveaux -mittlerweile auf 4 zusammengeschrumpft – gibt es schon seit ein paar Jahren. Ihr Handwerkszeug lernten sie damals bei Peter Becker und Daniel Botz (highflyer) am Institut für Kunstpädagogik der LMU. Die 4 jungen Damen kennen sich zum Teil aus ihrer Holzbildhauerlehre, teils aus dem Studium. Die Kunst verbindet und die Pädagogik auch. Viel Unterschiedliches wurde mittlerweile schon zusammen bestritten: Geswingt – Kinderlieder visualisiert und Festivals erobert, die Musikrichtungen querbeet abgegrast und Filmframes mit Feuer, Bindfaden oder Flüssigkeiten malträtiert – Beamer mit langen dicken Baumarktketten und wackeligen Leitern aufgehängt.

opto pussies
Optop pussies
Die zwei Mädels Anja und Lisa lieben es im Dunkel der Nacht und im Takt der Beats mit leuchtstarken Lichteffekten zu strahlen. Letztes Jahr als Optophobie#5 vertreten wollen sie dieses Jahr das erste Mal als Duo auftreten und unter dem Motto „Don‘t close your eyes“ das Publikum am digitalanalog für ihre Affinität zur Kombination aus Licht und Kunst begeistern.

Reflekta Reflekta
„I am living in the psyche of a boring whale.” So lautet die erste Zeile, die sich einem aufdrängt, wenn man sich das Debütalbum von a href=“http://www.reflektareflekta.com“ target=“_blank“>Reflekta Reflekta anhört. Was für eine triste Vorstellung: Das Leben im Kopf eines öden Wals, der so durch den Ozean treibt. Ein Sinnbild für den täglichen Trott zwischen ungeliebtem Job, Wäsche waschen und den Müll runterbringen? Vielleicht. „I am trying to escape the psyche of that whale.“ Resignation ist also nicht drin, die Fluchtgedanken sind stets präsent. Nieder mit den Umständen. Eine Versprechung, vorgetragen von einer düsteren, leicht heißeren Stimme, die sich in ein Bett aus Synthesizern, verhallten Gitarren und jeder Menge Percussion legt. Und dann ist da natürlich immer wieder dieser klagende Wal im Hintergrund.

roderich fabian
Roderich Fabian, bekannt aus Funk und vielen Lesungen – seit der ersten Veranstaltung von digitalanalog ein beständiger Programmpunkt. Ob in Form einer virtuelle Lesung, mit in der Besetzung der „Fruchtstäbchen“ oder solo vor dem Mikrophone, seine Beträge sind immer orientiert am Zeitgeschehen. Somit lässt sich noch nicht sagen, womit wir dieses Jahr wieder überrascht werden.


SHINTO

– ein japanisch-österreichisches Projekt aus München. Es singt der aus Tokyo stammende Künstler CaMi Tokujiro vom radikalen Denken und Handeln und dessen Scheitern im Alltäglichen. Dabei thematisiert er unter anderem Mord, Vergewaltigung und Prostitution, oft mit politischem Hintergrund, und setzt es in Kontrast mit der Alltagswelt. Bücher und auch Filme dienen als Inspirationsquellen für die Besonderheit ihrer Texte, die schließlich durch den charismatischen Gesang und die betörende Exotik und die schneidenden Beats von der österreichischen Rock- und Electro-Legende Hans Platzgumer zu einem aufregenden Hörerlebnis verpackt wird. Seit mehreren Jahren unterstützt von Münchner Alround-Drummer Tom Wu und neuerdings mit dabei der Visual Artist aus der ersten Stunde VJ Autopilot.

SicoVaja
sicovaja
Genauso wie ihr Name klingt, so zeigen sich auch ihre VJ Sets. Verspielt, vor Kreativität sprudelnd und gerne auch mal etwas durchtrieben. Versucht
man dominante Einflüsse zu entdecken, wird man scheitern. Von den Verrücktheiten des Alltags, über Filmschnipsel bis hin zu der ein oder anderen durchgebrannten Synapse wirkt Vieles auf ihre Kunst ein. SicoVaja, mit VJ Highflyer als Mentor, konnte ihre zahlreichen Facetten schon bei Auftritten von MarieMarie, auf dem „Greenfields“ Festival und als Resident VJ im „Call me Drella“ zeigen. Ihre Vielseitigkeit wird sie bei digitalanalog 10 in neuen interessanten Varianten ausleben.


The Mustard Tubes

sind eine Indie Rock/Pop Band aus dem bayerischen Chiemgau. Seit ihrer Gründung 2006 kann die Band zahlreiche Erfolge verbuchen, so gewannen sie renommierte Preise wie den „Schooljam Contest“ und den „Newcomer Contest Bayern“. On3 kürte sie zur „bayerischen Band der Woche“, große Radio- und Fernsehsender wie der BR, RFO, Servus TV, Bayern 3, Bayern 2, Antenne Bayern und viele mehr widmeten ihnen Programmbeiträge und spielen ihre Musik. Weit über 100 Auftritte nicht nur in Deutschland sondern auch in Amerika und Serbien sowie auf Festivals wie „Rock am Ring“ formten die Band und machen sie zu einem wahren Live Erlebnis. Am 17.03.2012 erschien nun auch endlich ihr lang ersehntes Debüt Album „Reveries“.

Trautonium Trio

Trautonium Trio

Elektronische Musik ist kein Kind der 70er, 80er oder 90er. Den Grundstein für die Beats und Loops setzte der Erfinder F. Trautwein bereits 1930. Mit dem Komponisten P. Hindemith und dem Musiker O. Sala entwickelte er das Trautonium eine Art Urform des Synthesizers.
Peter Pichler, Tschinge Krenn und Jan Kahlert fuhrwerken furios in den drei Kästen herum, die sich Pichler eigens nachbauen ließ. Irisierende Klänge zwischen reiner Künstlichkeit und kreatürlicher Wärme, so sphärisch wie scharf, weiter, tiefer, größer, glitzernder als die meisten Synthesizer. Gesteuert wird der Klang über das Berühren eines Drahtes. Keine Tastatur, kein System engt ihn ein. Ein Instrument ohne Reglementierung und ohne Regeln.

V-Art Lab
V-Art Lab
ist eine VJ-Gruppe deren Initiative Kunststudenten des Instituts für Kunstpädagogik der LMU ins Leben gerufen haben. Nach einigen Auftritten auf Unifesten, der langen Nacht der Musik und der Teilnahme am Digital Analog letzten Jahres freut sich das neu zusammengesetzte Team des V-Art Lab auch dieses Jahr an diesem großartigen Kulturfestival teilzunehmen.
Es gibt keine Klänge die das V-Art Lab nicht visuell unterstützen würde und möchte. Deswegen ist das junge VJ-Kollektiv immer auf neue Gelegenheiten gespannt, im Herzen des Kulturleben Münchens, das Publikum mit neuen Medien und interaktiver Kunst zu konfrontieren.

Peter Becker aka
VJ Autopilot
( Highflyer , LMU München )
Peter Becker ist elektronischer Bildforscher der ersten Stunde, unterrichtet an der LMU Mediengestaltung und mischt schon seit den 80iger Jahren überall da mit, wo jemand auf Festivals, in Clubs, Universität oder Museum Projektoren auf eine weiße Grundfläche richtet. Von Visuals bis Clips, Installationen oder VJ-DVDs des Labels „Highflyer“ , seine Arbeiten sind multiästhetisch konzipiert und State of the Art gestaltet. So wurde er als VJ Autopilot 2011 nach einem Visualset für die Elektronic-Pop-Legende „Shinto“ als deren reguläres Bandmitglied – für einen VJ eine seltene Ehre – „on the Spot“ engagiert und wird „Shinto“ live auf dem Festival visuell repräsentieren.

Filme: Amon Düül II : Phallus Dei (Regie: Rüdiger Nüchtern, Wim Wenders, 1968), Nektar : Remember the Future (Regie:Jay Tack, Visuals: Mick Brockert, 1973), Der Plan : Japlan (Regie: Wolfgang Büld, 1984), Ex-Neue Heimat : Plastic Indianer Nr. 15 / Videospion (Regie Andy Hinz, Peter Becker), Highflyer live im Ultraschall (Regie:Highflyer, 1997)

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