Kultur, Nach(t)kritik

Die Leichtigkeit der Popmusik

Jana Edelmann

Jana lebt, schreibt und studiert in München.
Jana Edelmann

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Die beiden großen Mädchen von BOY haben das 59:1 verzaubert. Mit glasklar-weicher Stimme, glitzerfunkelnden Outfits und grandioser Zartheit.

BOY

BOY

Zwölf Songs hat ihr Debütalbum. Und alle zwölf Lieder haben Valeska Steiner und Sonja Glass im 59:1 so voller Herz und dabei mit so wenig Pathos performt, dass sie am Schluss gleich nochmal zwei Lieder aus dem Repertoire wiederholen mussten, ehe das Publikum die beiden von der Bühne gelassen hat.

Valeska besingt mit ihrer runden, klaren Stimme – wie gute Popmusik das halt so macht – die schönen Seiten der Liebe, die schlechten Seiten der Liebe, den unbezahlbaren Wert von guten Freunden, und die morgendlich-einsamen Seiten nächtlicher Partyausflüge. Und sie tut das so sympathisch und authentisch, dass der Zuhörer dabei nicht nur zum BOYfan wird, sondern am liebsten gleich auch noch zum BOYfriend werden würde. Dass die beiden BOY-Frauen jedenfalls schon mal Freunde sind, zeigten ihre lächelnden Seitenblicke und Zwinkerer, die sie während der Songs oft austauschten.

Zierlich waren die beiden, wie sie in ihren großen Glitzertops  und den wuchtigen Gitarren dastanden. Ihre Musik aber war bei all der zarten Leichtigkeit ihres Auftretens so bodenständig-ehrlich, dass die beiden kleinen Frauen vor Ausdruckskraft nur so strotzen.

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