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Die Sommerlektüre-Tipps der Mucbook-Redaktion

MUCBOOK Redaktion

Es ist soweit, die großen Ferien in der Schule haben inzwischen begonnen (auch wenn es sich für die meisten Schüler*innen wahrscheinlich seltsam anfühlt, schon wieder frei zu haben) und auch in der Uni geht nicht mehr viel. Wer nicht im Büro oder beim anderweitig Arbeiten schwitzt, sucht sich ein wahlweise schattiges oder sonniges Plätzchen und genießt den Sommer. Um den Sommertag dann perfekt zu machen, fehlt jetzt eigentlich nur noch ein gutes Buch. Falls du auf der Suche nach Lektüre für den Sommer bist, haben wir mal unsere (Geheim-)Tipps in der Redaktion gesammelt.

Alice Walker – The Color Purple

Ein Buch aller Gefühle. Alles was ich gelesen habe konnte ich zu 100% mitfühlen. Weinen, lachen, Wut, Trauer-sauer, Glück, Liebe, lieben… Dieses Buch lässt einen über das ganze Leben nachdenken. Die ganze Welt. Alle Menschen.

– Marie

Sylvia Plath – Die Glasglocke

Ich liebe schöne Bücher und damit meine ich nicht nur den Inhalt, sondern ebenfalls den Umschlag. Die Glasglocke von Sylvia Plath erfüllt beides, zumindest bei meiner Ausgabe mit grauem Karton und offener blauen Bindung. Nicht gerade eine leichte Sommerlektüre, aber trotzdem (oder auch gerade deshalb) definitv lesenswert. Die Schaffens- und Lebenskrise von Esther Greenwood, die – von außen betrachtet – alles hat was sie will und doch in einer tiefen Existenzkrise steckt.

– Janna

Martin Suter – Die Zeit, die Zeit

Habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Packende Sommerlektüre, die einen mit wohligem Glücksgefühl im Bauch zurücklässt. Generell ist aber eigentlich fast alles von Martin Suter empfehlenswert.

– Jojo

Maja Lunde – Die Geschichte des Wassers

Ob am Fluss, See oder Meer liegend, „Die Geschichte des Wassers“ von der norwegischen Autorin Maja Lunde liest sich einfach an jedem Ort wunderbar. Lundes Schreibstil ist durchweg souverän, die Geschichte packend. Zwar handelt es sich bei ihrem Roman nicht um sommerlich leichte Kost, doch wer vor Konsumkritik und dystopischen Zukunftsszenarien nicht zurückschreckt, findet hier ein besonderes Glanzstück der Gegenwartsliteratur.

– Barbara

Margarete Stokowski – Untenrum Frei

Untenrum Frei ist Margarete Stokowski erstes Buch, in dem feministische Themen nicht nur beleuchtet, sondern detailliert besprochen werden. Es geht um alles: Macht, Sex, Sexismus, Politik – Feminismus eben. Sie erklärt feministische Kernthemen und grundlegende Aspekte feministischen Denkens und verknüpft sie mit aktuellen Bezügen und spannenden Geschichten. Ihr Schreibstil ist dabei unendlich amüsant und lässt einen innerhalb kürzester Zeit seitenweise Buchmaterial verschlingen. Für mich auf jeden Fall die Feminismus-Bibel schlechthin.

– Sophie

Daniel Kehlmann – Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten

Das war eine meiner Pflichtlektüren im Deutschunterricht, ungefähr 10. oder 11. Klasse. Dieses erzählerische Werk hat mich damals so stark in den Bann gezogen, daran erinnere mich noch sehr gut. Der im Titel angesprochene Ruhm, aber auch Identität und moderne Technologien, ziehen sich als Leitmotive durch die Kurzgeschichten und verbinden am Ende alle auf individuelle Art und Weise miteinander – wirklich faszinierend. Und das sage ich nicht leichtfertig über Bücher.

– Şahika

Benedict Wells – Vom Ende der Einsamkeit

Obwohl ich sonst fast ausschließlich skandinavische Krimis lese ist „Vom Ende der Einsamkeit“ definitiv meine Sommerlektüre 2020. Eine wunderschöne, traurige Geschichte über Verlust und Einsamkeit, die nicht mit klassischen Liebesromanen zu vergleichen ist.

– Clara

Erich Fromm – Die Kunst des Liebens

Dieses Buch ist meine Bibel. Ich habe es mehrmals gelesen, vorgelesen und vorgelesen bekommen. Ohne dieses Buch würde der Menschheit meiner Meinung nach etwas fehlen. Jetzt müssen es nur noch alle lesen und verstehen.

– Sheila

Christelle Dabos – Die Spiegelreisende

Young Adult Fantasy? Das ist normalerweise ein Genre, um das ich einen weiter Bogen mache. Obwohl Harry Potter seit ich lesen kann einen Platz in meinem Herzen hat, bin ich nie so besonders auf den Fantasy-Geschmack gekommen. Und dann war da dieses Buch, das man plötzlich überall gesehen hat und behauptet von sich, genau so gut wie Harry Potter zu sein. In einem schwachen Moment gekauft, innerhalb von zwei Tagen weggelesen, inzwischen die ersten drei Teile gelesen (bei ca. 500 Seiten pro Buch eine Leistung, die für sich spricht). Irgendwie überraschend gut.

– Sophia

Lena Gorelik – Mehr Schwarz als Lila

Lena Gorelik hat das Kunststück geschafft, einen Coming-of-Age Roman für Erwachsene zu schreiben. Dabei hat sie eine feinfühlige, dabei aber immer etwas lakonische Sprache gefunden, die jugendlich wirkt, aber nie krampfhaft ist. 256 Seiten, die sich lesen wie 25.

– Thomas


Beitragsbild: © Clara Bläser

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