Mucbook: Kulinarische Stadttour durch München-Neuhausen mit eat-the-world.com, Schnitzel
Stadt, Was machen wir heute?

Eat the World: Jetzt auch in Neuhausen

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Sabine Sikorski

Foodie. Liebt Essen. Hat eine große Leidenschaft für selbstgebackenes Brot und Brötchen.
Schreibt hier über alle möglichen Essensthemen: Von kulinarischen Events über Food-Startups bis hin zu dem ein oder anderen Rezept.
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Kultur und Kulinarik verbinden? Dass das geht, beweist eat-the-world mit seinen Touren durch München. Nach Schwabing und Haidhausen ist Neuhausen jetzt auch dabei. Ende April war Premiere, und ich habe mir das Ganze für euch angeguckt. Denn mit 33 Euro pro Tour ist das Angebot auch für den schmalen Geldbeutel geeignet.

Das Konzept: Eine Stadtteilführung mit dem Vorstellen inhabergeführter Läden verbinden, inklusive Kostproben und jeder Menge Wissensvermittlung inklusive.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass die Donnersbergerstraße mal so was wie die Reeperbahn Neuhausens war? Nun, isso, auch wenn man das heute kaum mehr glauben mag. Das ist nur einer der Fakten, die ich im Rahmen der Neuhausen-Tour erfahren habe. Das Wissen unserer Führers Ernst scheint unerschöpflich, während er uns von Laden zu Laden, von Köstlichkeit zu Köstlichkeit führt.

Mein Fazit zur Tour: Ein feines Konzept, bei dem ich viel über Neuhausen gelernt habe. Noch interessanter aber war es für mich, die Läden in der Gegend kennenzulernen und was sie kulinarisch anzubieten haben. Am Interessantesten dabei waren die Stationen, an denen wir mit den Besitzern oder den Angestellten reden konnten, denn – obwohl unser Tourleiter Ernst unglaublich viel wusste – ist es noch schöner und persönlicher, mit den Betreibern hinter den Läden reden zu können.

Ich stelle euch ein paar der Läden vor, die wir besucht haben, der Rest soll eine Überraschung bleiben. Meine zwei Favoriten verrate ich euch schon mal: die Pralinenschule Spehr und das Hanami Sushi Addict.

Mucbook: Foccacia im Café Kolonial in Neuhausen

Leckerer Start im Café Kolonial

 

Kaffee Espresso Kolonial

Wer das Kolonial betritt, betritt Kaffeegeschichte. Der vordere Bereich ist wie ein klassisches Kaffeehaus eingerichtet. Das Mobiliar von Thonet und Fischel versetzen einen nach Wien, der hintere Bereich entführt in den Orient. An den Wänden hängen Werbeplakate aus dem frühen 20. Jahrhundert. Überall stehen Kaffeemaschinen aus mehreren Jahrhunderten, die im Schaufenster beispielsweise sind aus dem 19. Jahrhundert. Eine Spezialität ist der Mokka. Zelebriert wird das braune Gold stilecht: Auf einem wunderschön verschnörkeltem Tablett ein türkischer Cezve, dazu eine kleine, flache Tasse. Gewürzt wird der Mokka mit Kardamombohnen. Wer seinen Kaffee gerne mit Likör trinkt, kann aus einer reichhaltigen Sammlung wählen. Auch Teeliebhaber kommen im Kolonial auf ihre Kosten, genau wie Freunde von heißer Schokolade. Es gibt Frühstück, hausgemachte Kuchen und einiges mehr.

Das Kolonial ist unsere erste Station. Wir bekommen leckere Foccacia mit Tomate, Mozarella und Rauke serviert.

Adresse:

Kaffee Espresso Kolonial
Donnersberger Str. 39

Mo-Fr: 7 bis 19 Uhr
Sa: 9 bis 18 Uhr

 

Mucbook: Pralinenherstellung in der Pralinenschule Kerstin Spehr in Neuhausen

Für den süßen Zahn: Pralinen

 

Pralinenschule Kerstin Spehr

Ein ganz großes Highlight für mich ist die Pralinenschule von Kerstin Spehr. Denn hier bekommen wir alles von der Chefin persönlich erklärt. Die Patissière führt uns in die heiligen Hallen der Pralinenherstellung. Zunächst dürfen wir einige ihrer Kreationen probieren. Ich wähle eine Nougatpraline mit Sesam und bin im Himmel. Auch die anderen drei Sorten sind fantastisch! Schließlich müssen wir selber ran. Spehr zeigt uns, wie man eine Praline mit Schokolade überzieht. Ich versuche es auch und stelle fest: Es ist nicht so leicht, wie es aussieht. Währenddessen weiht uns die Meisterin weiter in ihre Geheimnisse ein. Zum Beispiel, wie man Kuvertüre richtig temperiert: Indem man sie im Wasserbad schmilzt, und dann mit weiteren Schokostückchen runterkühlt, und wieder erwärmt. Es fallen Begriffe wie Kristalle und mir wird mal wieder klar, was für eine Kunst die Patisserie ist. Lernen kann man das übrigens in Kursen, die Spehr anbietet.

Ich stelle ganz viele Fragen und könnte mich noch stundenlang weiter mit Spehr unterhalten, doch wir müssen weiter. Ihre wichtigste Aussage will ich euch nicht vorenthalten: Schokolade ist nicht zum Aufheben da!

Adresse:

Pralinenschule Kerstin Spehr
Schulstr. 38

Di-Fr: 11 bis 19 Uhr
Sa: 10 bis 14 Uhr

Mucbook: Pralinenherstellung in der Pralinenschule Kerstin Spehr in Neuhausen

Megaleckere Schokolade zum Kaufen in der Pralinenschule Spehr

 

Mucbook: Kulinarische Stadtour in München-Neuhausen, italienische Feinkost bei Feinkost Al Forno

Im italienischen Himmel – Feinkost Al Forno

 

Feinkost Al Forno

Ein Traum! Geführt von der Sizilianerin Sima ist dieser Laden ein Paradies für alle Liebhaber der italienischen Küche. Antipasti, Pasta, Pizza, Dolci – alles hausgemacht, und die uns servierte Auswahl geschmacklich einfach fantastisch. Dazu die liebevolle Betreuung Simas, die mit ihrem italienischen Akzent einfach nur charmant ist. „Sie müssen essen“, erklärt sie unserem Führer Ernst, als dieser zunächst ablehnt, weil er ja kein Teilnehmer sei. Resolut bekommt er einen Teller in die Hand gedrückt, wir anderen grinsen, und ich ertappe mich dabei zu prüfen, ob ich auch saubere Hände habe, denn wer will sich schon mit einer italienischen Mamma anlegen.

Im Al Forno gibt es auch allerlei italienische Spezialitäten zu kaufen: Olivenöl, Pasta, Cantuccini, Wein und vieles mehr. Einige Teilnehmer nutzen die Chance, davon etwas mitzunehmen. Ich nehme mir vor, demnächst wiederzukommen, um es ihnen gleich zu tun.

Adresse:

Feinkost Al Forno
Donnersbergerstr. 9c

Mo-Sa: 11 bis 20 Uhr

Mucbook: Kulinarische Stadttour durch München-Neuhausen mit eat-the-world.com, Antipastiplatte im Feinkostladen Al Forno

Megaleckere Antipasti-Platte im Al Forno

 

Mucbook: Kulinarische Stadttour durch München-Neuhausen mit eat-the-world.com, Hanami Sushi Addict, Sushiplatte mit verschiedenen Sushisorten

Bestes Sushi von München!

 

Hanami Sushi Addict

Definitiv das beste Sushi, das ich in München bis jetzt gegessen habe. Thi Anh Dao, die Besitzerin des Hanami Sushi Addict, kommt eigentlich aus Nord-Vietnam. Wie man Sushi richtig zubereitet, hat sie in Leipzig bei einem japanischen Sushimeister gelernt – neun Jahre lang! Eine derart lange Lehrzeit ist übrigens völlig normal, ihre Sushikurse für uns Münchner dauern jedoch nicht so lang.

Anh Dao bereitet das Sushi immer frisch zu. Dabei kann man ihr auch zusehen, denn die Küche des Hanami ist offen gestaltet. Sogar Kundenwünsche werden berücksichtigt. Die Ware bekommt die Sushimeisterin von einem spezialisierten Händler aus Japan und Korea, es gibt sogar Getränke aus den beiden Ländern.

Anh Dao erklärt uns, wie man Sushi isst – immer im Ganzen und nur mit wenig Sojasauce – erzählt,  dass viele der uns bekannten Varianten amerikanische Erfindungen sind, und dass der Ingwer zum Neutralisieren dient. Auch ihr könnte ich stundenlang zuhören, doch es wartet bereits die letzte Station.

Adresse:

Hanami Sushi Addict
Winthirstr. 9b

Mo-Sa: 11 bis 15 Uhr, 17:30 bis 20 Uhr

Mucbook: Kulinarische Stadttour durch München-Neuhausen mit eat-the-world.com, Hanami Sushi Addict, kleine Platte mit Sushi

Unbedingt hingehen und probieren!

 

Wer jetzt neugierig geworden ist, und sich selbst auf kulinarische Stadtour begeben möchte, der kann die Touren über die Webseite von Eat The World buchen. Übrigens auch für Firmenveranstaltungen möglich.

 

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