Essen, Kolumnen

Frau Bartels – Eine neue Bar fürs Glockenbach

Jan Rauschning-Vits

Don't worry, look shabby!
Trägt seit kurzem Schnauzer
Jan Rauschning-Vits

Über viele Jahre war das „Konsulat“ eine Institution in der Klenzestraße, Ecke Fraunhoferstraße. Auch der Autor dieser Zeilen hat dort einige Male gearbeitet. Unauffällig und mit großer Gin Karte war es eine Anlaufstelle für Afterworkler und Tinder-Dates, aber auch Barhopper und Geburtstage.

Seit Juli ist das Konsulat nun geschlossen. Drei „junge Männer“ hätten die Location übernommen, hörte man. Nun haben jene, bisher weitgehend unbekannte Akteure der Barszene, ihre „Frau Bartels“ eröffnet. Viele wuchtige Elemente der Vorgängerbar sind verschwunden. Es gibt keine Chesterfield Couch mehr und die Barkeeper tragen keine Uniform. Alles ist leichter geworden und ungezwungener. Eine hippe kleine Bar für ein hippes kleines Viertel.

Das blassblau und weiß der Wände und decken beruhigen auf Santorin-Art. Interessante Lampen, die sündhaft teuer gewesen sein müssen, tauchen alles in ein warmes Licht. Es gibt kein DJ Pult mehr – so wollten es die Nachbarn. Es hatte eh wenig Sinn in der kleinen Bar, da die Anlage eher für dezente Hintergrund Musik gedacht ist. So ist nun etwas mehr Platz und auch am Samstag ist eine Unterhaltung noch möglich.

Die Drinks sind klassisch und ohne viel Schnickschnack. Auch das war im Konsulat anders. Es tut der Bar jedoch gut. Hier geht es nun mehr um das wesentliche. Die Show sollen bitte andere abziehen.

Frau Bartels empfängt euch von Dienstag bis Samstag ab 18 Uhr

Fotos: Andreas Graf

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