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Iranisches Filmfestival in München

Juliane Becker
© Samira Eskandarfar

© Samira Eskandarfar / Root Canal

Iranische Horrorfilme, jede Menge Premieren und eine Vernissage – CINEMA IRAN bringt zum ersten Mal iranische Künstler und deren Werke nach München.

//VERNISSAGE//

Los geht’s am 22. Mai um 19:00 mit der Ausstellung der Teheraner Kunstschaffenden Samira Eskandarfar, die in der galerieGEDOKmuc ihre Fotoarbeiten, Zeichnungen und Videos präsentiert. Die Vernissage wird begleitet von einem Gespräch mit der Künstlerin.

//AUSSTELLUNG//

Vom 23. Mai bis 06. Juni ist die Exhibition von Mittwoch bis Sonntag, 15-18 Uhr sowie nach Vereinbarung unter 0171 – 176 27 05 geöffnet. Achtung, Schmankerl: Am 31. Mai lädt Samira persönlich zu einer Führung ein!

galerieGEDOKmuc
Schleißheimer Straße 61
80797 München

Weitere Informationen unter http://www.gedok-muc.de/

//FILMVORFÜHRUNGEN//

Von Dokumentarfilm bis Roadmovie – alles dabei für Cineasten. Alle Filmvorstellungen finden im Monopol-Kino in der Schleißheimer Straße 127 statt. Tickets zu 8,50€ das Stück.

Noch mehr Trailer und alle weiteren Informationen unter www.cinema-iran.de

The Desert Fish (Europapremiere)
29. Mai, 20:45


Regie: Mohammad Ghorbankarimi

84 Min., mit englischen Untertiteln
Anschließend Gespräch mit dem Regisseur

Vor Jahren ist Ahmads Mutter im Meer verschwunden. Er und sein Vater, ein ehemaliger Fischer und Kapitän eines großen Schiffes, sind in eine Wüstenregion gezogen. Irgendwann beschließt Ahmad, seine Mutter wiederzufinden.

Ein Coming-of-Age Abenteuer, eine ökologische Parabel, eine Hommage an die Vielfalt iranischer Landschaften und nicht zuletzt eine berührende Vater-Sohn-Geschichte von betörender visueller Schönheit.“

OMID ist mein Name und der steht für Hoffnung (Münchner Premiere)
30.Mai, 17:30

Regie: Jaška Klocke
45 Min., mit deutschen Untertiteln
Im Anschluss Gespräch mit der Redakteurin

Eine Kindheit im Iran der 80er Jahre war gefährlich, traurig, und einsam. Fünf Erwachsene, heute im deutschen Exil, reflektieren die Erlebnisse der damaligen Zeit und stellen sich ihren Traumata.

Ein berührendes, nachdenklich stimmendes Dokument über verborgene Familienschicksale und den Wunsch nach Normalität.

Kiosk – A Generation Destroyed By Madness (Deutschlandpremiere)
30.Mai, 19:30

Regie: Ala Mohseni
55 Min. (Dokumentarfilm), mit englischen Untertiteln

Die Underground-Rockband KIOSK wurde ab 2003 auch trotz Auftritts- und Veröffentlichungsverbot im Iran sehr populär – Der Gründer, Arash Sobhani, wanderte 2005 in die USA aus, wo das erste Album veröffentlicht wurde. Eine Bandgeschichte, von der Gründung bis zum Exil.

Modest Reception (Münchner Premiere)
30.Mai, 20:45

Regie: Mani Haghighi
100 Min., mit deutschen Untertiteln

Eine Frau und ein Mann verteilen in einer ländlichen Region des Iran aus ihrem Kofferraum heraus säckeweise Geld. Niemand weiß, woher sie es haben, niemand weiß, warum sie es verteilen. Doch wer es annimmt, muss mit Bedingungen rechnen. Ein bitterböser Roadmovie.

Blames And Flames (Münchner Premiere)
31. Mai, 17:30

Regie: Mohammadreza Farzad
28 Min. (dokumentarischer Kurzfilm), mit englischen Untertiteln

Blames-and-Flames-3

1978, die Islamische Revolution ist in vollem Gange. Es brennen über 130 iranische Kinos. Weshalb standen diese im Zentrum? War der Film das wahre Medium der Revolution? Ein Kurzfilm über die Rolle der bewegten Bilder in revolutionären Zeiten.

My Name Is Negahdar Jamali And I Make Westerns (Deutschlandpremiere)
31. Mai, 19:30

Regie: Kamran Heidari
65 Min., mit englischen Untertiteln

Ein Dokumentarfilm über einen der exzentrischsten Filmemacher des Irans, Negahdar Jamali, der seit 35 Jahren budgetlose Westernfilme dreht. Seine Freunde spielen dabei die Cowboys, er selbst gerne den Sheriff. Ein Portrait über einen Regisseur, der seine Leidenschaft lebt.

Fish And Cat (Vorpremiere)
31. Mai, 20:45

Regie: Shahram Mokri
134 Min., mit deutschen Untertiteln

Eine Gruppe von Studenten zeltet in einem abgelegenen Wald. Nebenan wird ein Restaurant von drei seltsamen alten Männern betrieben; um das Fleisch auf der Speisekarte ranken sich wilde Gerüchte.

Ein mit einzigartiger Kameraführung, feinen Geräuscheffekten und herausragender Filmmusik untermaltes Meisterwerk des Genres Horrorfilm, bereits in Venedig und Istanbul ausgezeichnet.

Root Canal (Münchner Premiere)
01. Juni, 15:30

Regie: Samira Eskandarfar
70 Min. (Kunstvideo), mit englischen Untertiteln
Im Anschluss Gespräch mit der Künstlerin

© Samira Eskandarfar / Root Canal

© Samira Eskandarfar / Root Canal

Samira Eskandarfar, deren Werke auch in der Exhibition präsentiert werden, erschafft in ihrem Kunstfilm melancholische und zugleich schöne Bilder von Menschen, die erwarten und erinnern, fühlen und vergessen, befragen und hinterfragen. Ein träumerisches Portrait.

The Iranian Film (Deutschlandpremiere)
01. Juni, 17:30

Regie: Yassine El Idrissi
67 Min., mit englischen Untertiteln

iranian

Was macht ein einfallsreicher Regisseur, der unbedingt einen Film im Iran drehen will, aber kein Visum bekommt? Er baut sich „seinen“ Iran selbst – eben woanders. Ein „iranischer“ Film, gedreht in der Wüste Marokkos.

Closed Curtain (Münchner Premiere)
01. Juni, 20:45

Regie: Jafar Panahi und Kambozia Partovi
106 Min., mit englischen Untertiteln

Da die Hundehaltung neuerdings unter Strafe steht, zieht sich der Protagonist, ein Schriftsteller, in sein Haus am Kaspischen Meer zurück, allein mit seinem Tier und seinen Gedanken. Plötzlich tauchen zwei aufdringliche Unbekannte auf, die seine Hilfe fordern. Wollen sie ihn nur überwachen, oder sind ihre Probleme real?

„Panahi und Partovi zeigen ein komplexes Spiegelstück, ein nachdenklich verspieltes, paranoid bedrohliches Meisterwerk einer existentiellen Krise, zwischen Absurdität und Depression, zwischen Camus und Pirandello.“

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