Leben, Warum tust du das?

Jetzt nochmal auf Hochdeutsch! Mockemalör im Gespräch

An Wien, der Stadt mit dem berühmten Schmäh, kommt man derzeit als Fan deutschsprachiger Musik wohl einfach nicht vorbei. Auch die Elektro-Chanson-Band Mockemalör, die sich 2010 in Berlin bei einem Theaterprojekt kennen lernten, zieht es anlässlich ihres neuen Albums „Dynamit“ in die österreichischen Gefilde, von wo aus sie zusammen mit Wunschproduzent Zebo Adam (Bilderbuch anyone?) zum großen Sprung ansetzen wollen.

Vom Gesang im alemannischen Dialekt hat man sich inzwischen verabschiedet, an Experimentierfreude und Eigenständigkeit mangelt es dem ambitionierten Trio aber nach wie vor nicht. Dafür hätte der eine oder andere Schilling noch Platz in der Bandkasse, verrät uns Sängerin Magdalena. Und zu Gast in München sind sie dann auch noch. Grund genug, euch die Band mal in unserer Reihe „Warum tust du das?“ vorzustellen.

 

1. Woher kommt der Name eurer Band? Und was bedeutet er?

„MOCKEMALÖR“ ist eine Wortneuschöpfung und bedeutet „Schönes Missgeschick“. Ich habe mal eine Zeit lang alle Worte, die mir klanglich besonders gefallen habenm notiert und so kam es zu diesem Konstrukt, bestehend aus dem alemannischen Wort für ein Stück „n Molke“ und dem französischen Malheur.

 

2. Was ist neu, anders und einzigartig an eurer Band?

Unser Sound! Wir nennen unser Genre Elektro-Chanson/ Traumwandler-Punkeresk. Unsere Musik hat also sehr unterschiedliche Einflüsse, so wie wir drei Musiker eben unterschiedliche musikalische Herkünfte haben. Diese eigene Mixtur macht unseren Klang besonders.

 

3. Neben vielen modernen Referenzen stolpert man bei euch musikalisch und auch visuell immer wieder über Dialekt und Traditionelles. Welche Bedeutung haben Dialekt und Tradition für euch?

Ohm mit Tradition haben wir eigentlich gar nicht so viel am Hut. Im Gegenteil, wir experimentieren mega viel und sind immer auf der Suche nach einem innovativen Sound. Spannend fanden wir die Kombination von einer so eigenen und alten Sprache, wie eben dem „Alemannischen“, meinem Heimatdialekt, und unserer urbanen/modernen, weil größtenteils elektronischen Musik. Diese zwei Extreme haben wir auf unserer ersten Platte „Schwarzer Wald“ ausgelotet. Unsere neue Platte „Dynamit“ ist dafür komplett hochdeutsch.

 

4. Zur Zeit sammelt ihr auf der Crowfundingplattform startnext.com Geld für die Produktion eures neuen Albums. Was kann man vom Album erwarten und was hat euch zum Schritt „Crowdfunding“ bewogen?

So ist es! „DYNAMIT“, das wir gerade in Wien in einem feinen Tonstudio gemeinsam mit unserem Wunschproduzenten Zebo Adam – der mit seiner Produktion „Schick Schock“ der Band „Bilderbuch“ momentan alle Rekorde sprengt, aufgenommen haben.
Die Platte wird unsere Hommage an die Fantasie- und Traumwelt, die jedes Kind noch ganz selbstverständlich in sich trägt, die uns antreibt, unsere Ideale formt, unverblümt und frei.
Jene Vorstellungen, für die in der heutigen Welt mit ihrem permanenten Informationsschwall, pausenloser Kommunikation und ihrem perversen Konsumüberfluss scheinbar keine Zeit mehr bleibt.
Die hochdeutschen Texte der neuen Songs beziehen ohne Umschweife Stellung zum Alltagswahnsinn und den gut gepflegten Oberflächlichkeiten unserer Konsum-und Leistungsgesellschaft und sind doch poetischer und sehnsuchtsvoller als alles bisher Veröffentlichte.
Die Musik dazu ist eigener und kraftvoller denn je.
Wir scheuen keine Kosten und Mühen und haben uns das Ziel gesteckt, ein explosives Album auf den Weg zu bringen.
Ihr alle habt jetzt die Möglichkeit unser Vorhaben zu unterstützen und euch damit unsere geschnürten Dankeschön-Pakete zu sichern!

Das Crowdfunding bietet uns dabei die Möglichkeit, unsere Vision- ein musikalisch innovatives und aussagekräftiges Album abseits ausgetretener Mainstreampfade- auf den Weg zu bringen- unabhängig und kompromisslos zu realisieren. 100% Mockemalör!

 


Crowdfunding über den Dächern Wiens: Mockemalör im Rießenrad

 

5. Wer unterstützt euch sonst außer euren Fans?
Unsere Fans sind ganz klar unsere größten Unterstützer. Darüber hinaus bekommen wir eine Förderung von „Initiative Musik“ und sind beim „Popcamp 2015“ dabei.

6. Wo findet man euch an einem Samstagabend für gewöhnlich?
Am Liebsten irgendwo unter Menschen auf einer Bühne am Musizieren!

7. Was läuft bei euch im Tourbus auf Heavy Rotation?
Die Beatles liefen mal ne ganze Ecke auf Dauerschlaufe. Da wir häufiger mit anderen Band zusammen auftreten, bringen wir öfter mal Ohrwürmer vom Vorabend in den Bus mit, die wir dann nicht mehr loswerden…

8. Was macht ihr eigentlich, wenn ihr nicht als Band musiziert?
Die Frage stell ich mir auch ab und an mal…

9. Was liebt ihr an München besonders?
Biergartenfeeling!!!

10. Wenn eure Band eine Person wäre, wie wäre diese Person?
Ziemlich speziell, sehr komisch

11. Eure Infos im Netz?
Ganz aktuell:

www.startnext.com/mockemaloer

Konzertinfos:

www.mockemaloer.de

 

12. In welchen Song sollten wir unbedingt mal reinhören?

„Lichtung“ – eine Liveaufzeichnung aus dem letzten Jahr. Damals waren wir noch alemannisch unterwegs. Hat ja mittlerweile Seltenheitswert, auch bei uns!

 

Live könnt ihr Mockemalör morgen Abend im Theater Heppel & Ettlich erleben.

Wo?

Feilitzschstr. 12  |  80802 München

Wann?

Montag, 08. Juni
Einlass ab 20 Uhr

 

Eintritt?

10 € bzw. 8 € (ermäßigt für Schüler und Studenten)

Auf Facebook findet ihr die Veranstaltung hier:

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