tagebook von Asche zu Farbgut

Kunst, Stadt, Klang: Eindrücke vom Asche zu Farbgut Festival

Juliane Becker

Theaterwissenschaftlerin, Katzenfreundin und Journalistin. Schreibt bei mucbook über Theater, Konzerte und eigentlich alles, was irgendwie mit Kultur zu tun hat.
Juliane Becker

Noch bis Sonntag findet das Asche zu Farbgut Festival in Augsburg statt – mucbook war am Premierentag dabei und hat für euch ein paar Eindrücke eingefangen.


Dort, wo ein riesiger Gaskessel daran erinnert, dass von hier aus früher einmal ganz Augsburg mit Gas versorgt wurde, standen viel zu lange die Gebäude leer. Seit 15 Jahren ist das Gaswerk stillgelegt, nur selten wird das riesige Gelände genutzt – bis jetzt. Demnächst soll sich das riesige Areal wieder mit Leben füllen, die kommenden 100 Jahre sind den Kreativen der Region gewidmet. Den Startschuss für dieses unterstützendswerte Vorhaben gibt das Asche zu Farbgut-Festival, das noch bis Sonntag auf dem Gaswerk-Gelände stattfindet. Hier geben sich vier Tage lang Künstler, Musiker und Performer die Klinke in die Hand – mit dem Festival präsentieren sich sechs Augsburger Kulturinstitutionen (mucbook berichtete).

Machen wir. #aschezufarbgut #augsburg #liebesbrief

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Gute Nacht! #prinzessinaufdererbse #aschezufarbgut #augsburg

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„Das Gelände soll zu einem Kultur- und Kreativzentrum werden“, erklärt Jürgen Fergg, Pressesprecher der Stadtwerke Augsburg. „Das Stadttheater zieht hier übergangsweise ein, außerdem werden offene Künstlerateliers und Gastronomieangebote entstehen. Das wertet das ganze Viertel auf – die Leute sollen sich hier wohlfühlen. Was die Künstler dann aus dem Gelände machen, bleibt ihnen überlassen.“ Das kostet natürlich: Allein der Erhalt des denkmalgeschützen Geländes schlägt mit rund einer halbe Million Euro jährlich zu Buche, die die Stadtwerke Augsburg übernehmen. Weitere 25 Millionen sind für den Umbau in ein Kreativzentrum vorgesehen. Das sei schon lange geplant, erläutert der Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, Walter Casazza, in der Festivalzeitung: „Die Idee der kulturellen Nutzung ist nicht neu. Jetzt stimmen die Rahmenbedingungen und wir freuen uns, dass das Gelände wieder mit Leben gefüllt wird.“

 

 

Asche zu Farbgut dient also einerseits als Vorgeschmack auf die kreative Zukunft des Gaswerkgeländes, andererseits sehen die beteiligten Künstlergruppen das Festival auch als Möglichkeit, Berührungsängste mit der Kunst abzubauen. „Der Augsburger an sich muss sich an neue Dinge erst einmal gewöhnen“, sagt lächelnd Oliver Haussmann, Vorstandsvorsitzender der Orangerie e.V.. „Deshalb wollen wir Kunst sehr unkompliziert präsentieren und lassen die Spießigkeit dabei weg. Das hier ist keine Galerie mit anschließendem Sektempfang, sondern eine Party mit künstlerischen Elementen. Festivalstimmung plus Kunst, könnte man sagen.“

 

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Wer sich an den Performances, Ausstellungen, Klanginstallationen und Bands sattgesehen hat, kann für eine Stunde auf den 84 Meter hohen Gaskessel steigen. Nichts für schwache Lungen, aber die Aussicht lohnt sich definitiv.

 


Alle Infos in Kürze:

Öffnungszeiten

Das Gelände ist an den Festivaltagen wie folgt geöffnet:
Donnerstag: 17-05 Uhr
Freitag & Samstag: 15- 05 uhr
Sonntag: 11 – 20 Uhr

Anfahrt

August-Wessels-Straße 30, 86156 Augsburg-Oberhausen

Alle Infos gibt zur Anfahrt gibt es hier

Tickets

Tagesticket am Donnerstag, Freitag und Samstag 10.-, am Sonntag 5.-
4-Tages-Ticket 25 .-


Bildquelle: Privat

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