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Münchner Gesichter #drinnenbleiben-Edition: Eva Lichner von MATES

MUCBOOK Redaktion

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Was für viele gerade zum ungeliebten Alltag wird, ist für Freelancer*innen und viele andere schon lang die Normalität: Arbeiten von Zuhause aus. Im Homeoffice gibt es allerdings viele Faktoren, die dafür sorgen, dass das Arbeiten extrem erschwert wird: Mitbewohner*innen und/oder Familienmitglieder, die die Aufmerksamkeit mindern, eine schlechte Internetverbindung oder schlicht und einfach nicht genug Platz. Um Abhilfe zu schaffen, gründete Eva Lichner MATES, ein Netzwerk für Kreative, mit dem Platz für Coworking, Events, Meetings und mehr geschaffen wird.

MATES ist Teil unserer #AMOREfürdeineLocals Aktion, im Mucbook-Shop bekommst du Gutscheine, die bei den drei MATES-Standorten in München einlösbar sind.

Nudeln oder Klopapier?

Zum Glück gibt es wieder beides ausreichend. 🙂

Serien oder Bücher, die du empfiehlst?

Serien: True Detectives, Big Little Lies, Bücher: The Art of Community

Zu welchem Song wäscht du deine Hände?

Ich zähle ganz banal bis 20 😉

Was bedeutet #zuhausebleiben für dich?

Zuhausebleiben heißt für mich wirklich zuhausebleiben. Ich verstehe, dass es für manche härter ist als für andere, aber ich werde wütend, wenn ich Menschen sehe, die alle Regeln ignorieren und damit alle verhöhnen, die sich momentan um ihre Existenz oder einen geliebten Menschen sorgen.

Dein Lieblingsplatz zuhause?

Garten, Couch und Küche (auch ich habe während der Krise meine Liebe zum Kochen entdeckt ;))

Wie sieht dein Arbeitsplatz gerade aus?

Da wir wieder geöffnet haben, habe ich das Glück, zwischen Coworking Space und Home-Office wechseln zu können. Zuhause sitze ich meistens am Esstisch mit Blick in den Garten. 🙂

Was hast du aktuell für Möglichkeiten und welche Möglichkeiten hast du aktuell nicht mehr?

Während des Lockdowns habe ich mir tatsächlich die Freiheit genommen, auch mal abzuschalten und etwas Abstand vom Arbeits-Alltag zu gewinnen. So konnte ich mich wieder fokussieren und neue Ideen generieren. Diese Möglichkeit hatte ich vorher nicht wirklich. Mir fehlt es aber, mich mit meinen Freunden und meiner Familie zu treffen. Der zwischenmenschliche Kontakt bleibt derzeit leider auf der Strecke. 

Was würde es für dich bedeuten, wenn die Lage sich nicht schnell wieder erholt?

Das wäre schlimm, weil wir dann definitiv Schwierigkeiten bekommen würden, unsere Fix-Kosten zu bezahlen und unsere 3 Standorte zu halten. Wir merken momentan, dass es doch noch viel Unsicherheit gibt und die Leute lieber von zuhause arbeiten. Soforthilfe und Stundungen helfen einem zwar für den Moment, verschieben das Problem aber nur in die Zukunft. Wenn die Umsätze langfristig ausbleiben, wird es nicht nur für uns, sondern für viele Unternehmen eng werden. 

Wie sollten Betroffene gerade unterstützt werden?

Das ist eine schwierige Frage, weil so viele so unterschiedlich betroffen sind. Es gibt Kranke, Hinterbliebene, Einsame, Depressive, gescheiterte Existenzen, geplagte Eltern, misshandelte Frauen, hungrige Kinder etc. Es ist wichtig, dass Staat und Land entsprechende Weichen stellen, aber generell sollte jeder aufmerksam sein und mit offenen Augen durch die Welt gehen und schauen, wo er selbst unterstützen kann. 

Wie unterstützt du dein Umfeld?

Ich arbeite momentan an einem Konzept, wie man Kreative auch nach der Krise sichtbarer machen und sie dadurch langfristig unterstützen kann. Ansonsten haben wir unsere Coworking Spaces relativ schnell wieder geöffnet, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, raus zu kommen und unter Menschen zu sein (natürlich nur mit dem nötigen Sicherheitsabstand). Außerdem versuche ich, lokal zu kaufen, wenn möglich.

Wo findet man deine Arbeit online?

www.mates.network

Wie kann man dich unterstützen?

Indem man ins MATES kommt, um zu arbeiten. Gemeinsam macht es doch eh viel mehr Spaß. 😉 Es sind momentan auch Teambüros frei, die man temporär oder langfristig mieten kann. Wir sorgen natürlich dafür, dass alle sicher arbeiten können. Man kann aber auch gerne Gutscheine kaufen, wenn es einem noch etwas zu früh sein sollte.

Welche Wünsche hast du für die Zeit nach Corona?

Ich wünsche mir, dass wieder ein bisschen Normalität einkehrt, die gegenseitige Rücksichtnahme aber anhält. Und dass man nicht einfach wieder in sein altes Muster zurückfällt, sondern dass die Erkenntnisse, die man jetzt gewonnen hat, auch in zukünftige Entscheidungen mit einfließen (z.B. mobiles Arbeiten, Geschäftsreisen, soziales Engagement, Klimaschutz)

Siehst du auch eine Möglichkeit, etwas aus der Situation zu lernen?

Definitiv! Man kann z.B. lernen, dass…
… Dinge funktionieren, wenn man sie anpackt (siehe mobiles Arbeiten)
… sich sein eigenes Verhalten auf eine Menge anderer Menschen auswirken kann und man deswegen verantwortungsvoll und umsichtig handeln sollte
… man gemeinsam eine Menge erreichen kann
… der Mensch Ziele braucht, auf die er hinarbeiten kann
… soziale Kontakte wichtig sind, um sich selbst zu spüren

Und ich denke, da gibt es noch einiges mehr…

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