Britta Daffner im Podcast Studio von MUCBOOK
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Aus unserem Podcast: Wir sprechen mit Britta Daffner (IBM) über die Chancen der Disruption

MUNICH NEXT LEVEL - Der Mucbook Podcast

Wenn man über künstliche Intelligenz spricht, fängt man vielleicht am besten mit einer Art Definition an. Künstliche Intelligenz ist – so sagt das Wikipedia – „ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen befasst“. Wenn man so will, sind KIs (so die Abkürzung) also Computerprogramme, die unser Leben leichter machen und dabei selbst lernfähig sind.

Noch besser erklären kann das aber unser Podcast-Gast Britta Daffner. Sie hat nämlich nicht nur, aber doch sehr oft mit den schlauen Computeranwendungen zu tun.

Wer ist… Britta Daffner?

Britta Daffner ist Leiterin der Abteilung „Künstliche Intelligenz und Data Science“ beim IT-Giganten IBM. Dort berät sie Geschäftskunden zu den Themenbereichen Innovation und Künstliche Intelligenz. Manche wissen es vielleicht nicht, aber das börsennotierte Unternehmen aus New York hat auch in München einen großen Standort. Einfach beim Einfahren von der A9 auf den Mittleren Ring nächstes mal etwas nach rechts schauen und den Blick auf die beiden großen Türme richten. Dort sitzt die Software- und Beratungsfirma in den verglasten Gebäuden, die tatsächlich ein bisschen an klassische PC-Gehäuse erinnern.

Veränderung ist die einzige Konstante

Aus dieser Welt der Algorithmen hat uns Britta Daffner interessante Insights mitgebracht. Gerade das Thema Künstliche Intelligenz ruft hierzulande allgemein viele abwehrende Reaktionen hervor, berichtet sie. Viele Unternehmen wiederum sind zwar lernwillig und innovationsoffen, im Vergleich zu China oder den USA aber ist Deutschland doch weit abgeschlagen, muss man festhalten.

Technische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenzen liessen sich aber nicht aufhalten. Die Frage sei daher vielmehr, wie man diese Techniken einsetzt und ob man bereit ist, sie verstehen zu wollen. Anschaulich gesagt: KIs können dabei helfen, Krankheiten zu heilen oder neue Medikamente herzustellen. Aber wir können damit auch fremde Systeme hacken oder Menschen gegen ihren Willen überwachen. Daher sind Diskussionen über Vorurteile und Nebenwirkungen ihrer Meinung nach so enorm wichtig.

Zeit für ein bisschen Disruption

Ein bisschen will Britta Daffner die Deutschen (Unternehmen) also aus ihrer digitalen Trägheit holen. An diesem Punkt setzt sie auch in ihrem Buch „Die Disruptions-DNA“ an, für welches sie im letzten Jahr mit zahlreichen Vorständ*innen und Entscheider*innen zu Themen wie Innovation, Führungskultur und Digitaler Wandel gesprochen hat. Fazit: Der Wille ist da, der Weg oft noch ein weiter und manchmal ungewiss.

Fest steht auch, dass wir in einem Zeitalter der schnelleren Veränderung leben. Technologie, Gesellschaften und ihre Regelwerke erneuern sich mit steigender Rate. Unternehmen fällt es da oft schwer, Schritt zu halten. Manche Anpassungen sind aber dringend nötig.

Themen wie Umweltschutz und Diversität etwa gewinnen rasant an Relevanz, beobachtet Britta Daffner. Bei ersterem hat sie – zu ihrer eigenen Überraschung, wie sie sagt – mehr als Marketing-Bestreben in den Vorstandsetagen größerer Firmen entdeckt. Bei letzterem liegt der Vorteil der höheren Innovationskraft einer diverseren Belegschaft quasi auf der Hand.

Nun, bevor wir alles vorweg nehmen: Wir fanden den Talk mit Britta sehr anregend und vielleicht hat sie auch unsere Disruptions-DNA ein wenig wach gerüttelt. Mehr noch zum Thema Purpose (Sinnhaftigkeit des unternehmerischen Handelns) und zu allem eben genannten hört ihr wie immer in der kompletten Folge:


Bild: © Mucbook

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