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Aus unserem Podcast: Wir sprechen mit Frank Niederländer und Ruth Reichstein über nachhaltige Städte

MUNICH NEXT LEVEL - Der Mucbook Podcast

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Heute haben wir gleich zwei Gäste geladen für eine Sonderfolge, die wir im Rahmen einer Konferenz der RISE City Labs direkt am Lenbachplatz aufnehmen. Mit uns am Mikrofon sind Frank Niederländer von der BMW Foundation Hubert Quandt sowie EU-Mitarbeiterin Ruth Reichstein.

Beide erklären uns, weshalb die nachhaltige Wende aus den Städten heraus gedacht werden muss und welche Rezepte sie dazu jeweils entwickeln. Frank Niederländer arbeitet an diesem Ziel mit dem RISE City Lab – eine Initiative der Stiftung BMW Foundation Herbert Quandt – und Ruth Reichstein an der Seite der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen. Ihr Stab hat die Vision des New European Bauhaus mit entworfen.

Ganzheitliche Nachhaltigkeit – das Projekt RISE City Lab

Was streben beide an? Frank Niederländer setzt sich mit dem Projekt RISE City Lab für einen ganzheitlichen Begriff von Nachhaltigkeit ein. Speziell in Deutschland sieht er die Debatte sehr auf die ökologische Komponente verengt, während soziale Themen wie Diversität und fehlende Chancengleichheit ebenso unsere Aufmerksamkeit erfordern. Nur mit einem integralen Verständnis von Nachhaltigkeit könnten die Herausforderungen der Zukunft dagegen ganzheitlich angegangen werden.

Wichtig ist dabei die weltweite Vernetzung sowie der Erfahrungsaustausch unter Lösungssuchenden, so Niederländer. Lokale Lösungen für globale Probleme suchen also. Im Referenzrahmen der globalen Gesellschaft sind aber selbst millionenschwere Stiftungen je für sich nur kleine Player. RISE City Lab möchte daher gezielt Entscheider*innen auf dem gesamten Globus ansprechen – man könnte sagen die politischen und sozialen Influencer*innen der jeweiligen Lebensbereiche von Politik bis Kunst und ihre Hebelwirkung nutzen. Über allem steht dabei der eigene Anspruch der „responsible leadership“ – also der verantwortlichen Führungsrolle von globalen Entscheider*innen.

Neue Erzählungen – das New European Bauhaus

Ruth Reichstein hat als Journalistin schon für Medien wie die taz oder die ARD gearbeitet. Seit 2019 ist sie im Beraterstab von EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen und dort zuständig für Themengebiete zum neuen Green Deal. Teil dieser Arbeit ist das Projekt „New European Bauhaus“.

Bis heute prägt das historische Bauhaus unsere Vorstellungen von Architektur und Kultur. Mit seinem interdisziplinären Ansatz war die Bewegung um Architekt Walter Gropius damals epochal und sie ist bis heute weltweit renommiert. Eine denkbar große Referenz also für ein politisches Projekt: Gerade der interdisziplinäre Ansatz vom Bauhaus soll deshalb als produktive Leitidee für die momentanen Herausforderungen beim Klimawandel dienen, so Reichstein.

In der Diskussion um die Ursachen des menschengemachten Klimawandels würde dabei oft vergessen, das ganze 40% aller schädlichen Emissionen durch das Baugewerbe verursacht werden, erklärt sie. Hier gibt es also großen Bedarf sowie ein riesiges Potential an Verbesserungen und Transformationen. Ein Kernaspekt des Programms des New European Bauhaus.

Eine andere große Parallele zur Denkerschule aus Weimar und Berlin soll die Transdisziplinarität sein. Das Bauhaus hat damals schon Handwerker*innen mit Designer*innen oder Künstler*innen mit Wissenschaftler*innen verbunden, und damit neue und innovativere Lösungen hervor gebracht. Im Verknüpfen von Disziplinen und Handlungsbereichen sieht auch Reichstein große Chancen für das Gelingen dieses notwendigen Wandels. Zuletzt will sie dabei Erzählungen kreieren, von denen sich die Bürger*innen auch mitgenommen fühlen.

Einen Anfang hat sie bei uns im Podcast gemacht und wir haben viele spannende Denkanstöße mitgenommen. Viel Spaß mit der neuen Folge, die Adina Hotels gesponsert hat:

Fotos: BWM Foundation Herbert Quandt/Frank Niederländer; Ruth Reichstein

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