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PULS-Lesereihe: die Gewinner vom letzten Jahr

Isabelle Karlsson
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Um einen kleinen Vorgeschmack für den diesjährigen Wettbewerb der PULS-Lesereihe des BR wollen wir uns kurz an letztes Mal erinnern und euch die Gewinner der Städte Würzburg, Regensburg, München und Passau vorstellen.

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Foto: BR PULS

Für Selmar Klein machen nicht Themen den Reiz aus. Das fasziniert ihn nicht besonders. Es gibt für ihn einfach das Leben, und das Schreiben. Und diese beiden Komponenten hätten gefälligst etwas miteinander zu tun. Seinen Text Lückenfüller, den er in Würzburg vorlas, bezeichnet Selmar als eine „Erinnerungskonstruktion“, die aus drei komplett unterschiedliche Dingen besteht. Selmar über seine Literatur: „Ich hab das Pech, dass ich mit meinem Text im Idealfall, im besten Fall, gerade so zufrieden bin. Das Mittelmaß gefällt mir nicht… Mein Idealfall ist, wenn ich einen Text schreib, dass er praktisch wirkt wie Musik. Weil Musik geht dir so unmittelbar, direkt unter die Haut, und diesen Effekt würde ich gerne mit meiner Literatur erreichen.“

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Foto: BR PULS

Benjamin Feiner hat sich selbst eine Routine für sein Schreiben geschaffen. Manchmal geht er eine Strecke mit seinem Notizbuch im Anschlag entlang. Dabei poppt hin und wieder etwas hoch, eine Idee, und die wird schreibt er dann sofort auf. Sollte der Tag kommen, an dem er ein Buch mit seinem Namen auf dem Cover in der Hand hält, würde er sich denken: „okey, hast du das grade wirklich gemacht?!“ Seinen Text Einen Tag Revolution trug er in Regensburg vor.
Benjamin über seine Literatur: „Schreiben ist eine Aufgabe für mich. Jeder Mensch hat einfach Dinge, die er gut kann, für die er geschaffen ist…Schreiben brauch ich, Schreiben – ich würde eher sagen, es ist meine Aufgabe.“

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Foto: BR PULS

Magdalena Beck und ihre Freunde sagen sich, wenn sie in der Kultfabrik am Münchner Ostbahnhof sind, dies sei das letzte Mal, denn die beste Zeit dafür ist vorbei. Doch wenn dann jemand nachts um drei Uhr den Vorschlag vorbringt, dorthin aufzubrechen, befindet man sich jedes Vorsatzes zum Trotz wieder einmal im Willenlos. Willenlos! Darum geht es auch in Magdalenas Text Sammelbecken der Verlierer und Loser, den sie in München vorlas.
Magdalena über ihre Literatur: „Theater ist mein Leben, mein Ort…Die Kunst darf ja alles, und die Figuren im Theater, die können alles, dürfen alles, und so ist das beim Schreiben auch.“

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Foto: BR PULS

Für Julian Ignatowitsch ist ein Sonnenblumenlabyrinth eine Metpaher für das Leben selbst, in dem man einen gewissen Teil sieht, aber auch ganz viel nicht, in dem man seinen Weg finden muss, es aber auch etwas Gutes hat, wenn man sich verirrt. Als Kind hat Julian seine eigene Sportzeitschrift gemacht und hat eigentlich erst während seines Studiums zum Geschichten- und Prosaschreiben gefunden. Seinen Text Utopie I-IV trug er in Passau vor. Im Finale in Würzburg setzte er sich gegen seine Konkurrenz als Gewinner der PULS-Lesereihe durch.
Julian über die Rolle der Literatur für seine Zukunft: „Wenn ich mir eine Wunschvorstellung ausdenken sollte, dann wäre das, dass ich später als Theater- oder Kinokritiker arbeite…Das finde ich ist ein wunderbarer Beruf.“

Hier mehr Infos zur diesjährigen PULS-Lesreihe. Einsendeschluss ist der 17. August, teilnehmen können Autorinnen und Autoren aus Bayern bis einschließlich 29 Jahre.

Und so sahen die Performer in echt aus:




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