Was machen wir heute?

Tierfreunde aufgepasst: Welttierschutztag 2014

Juliane Becker

Theaterwissenschaftlerin, Katzenfreundin und Journalistin. Schreibt bei mucbook über Theater, Konzerte und eigentlich alles, was irgendwie mit Kultur zu tun hat.
Juliane Becker

Heute ist Welttierschutztag! Und daher möchten wir diesen Artikel einer Organisation widmen, die jedes Jahr hunderte tierische und menschliche Herzen (wieder) vereint: Der Tierschutzverein München.

Fast jeder dürfte schon einmal mit dem Tierheim in Kontakt gekommen sein. Egal ob das erste Kaninchen dort adoptiert wird, die verschwundene Katze wieder auftaucht oder man einfach nur einen Nachmittag zum Gucken hinfährt; für 8.000 Tiere bietet der Bau in der Riemer Straße 270 jedes Jahr Unterkunft, Versorgung und Verpflegung. Neben dem Tierheim wird auch noch der Gnadenhof in Erding betrieben, auf dem alte oder schwer vermittelbare Tiere ein letztes Zuhause finden. Hinter alledem steckt der Tierschutzverein München, der schon seit 1942 besteht und mittlerweile über 12.000 Mitglieder zählt.

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Hauptsächlich durch Spenden finanziert, verhilft er nicht nur Tierliebhabern zu neuen Familienmitgliedern, sondern unterstützt auch die Besitzer bei der Suche nach vermissten Tieren. Rund 3.000 Fundtiere werden jährlich zum Tierheim gebracht, unter ihnen auch Vierbeiner aus illegalen Tiertransporten und Versuchslaboren. Ungefähr 5.000 weitere Tiere stammen aus Privathaltung und werden abgegeben, weil sich ihre Frauchen oder Herrchen nicht mehr um sie kümmern wollen oder können. Glücklicherweise wird der Großteil der dort Gestrandeten bald weitervermittelt. An erster Stelle steht natürlich das Leben der Vierbeiner; daher müssen gewisse Voraussetzungen bei der Haltung gegeben sein.

Weder Tierheim noch Tierschutzverein erhalten staatliche Unterstützung und sind somit auf Spender angewiesen. Etwa vier Millionen Euro müssen jedes Jahr beschafft werden.  Um das Wohl der Tiere zu fördern und die stetige Qualität an ärztlicher Betreuung und komfortabler Unterkunft weiter zu gewährleisten, haben Berlin und München nun eine Aktion ins Leben gerufen: Das Tierheimduell.

Unter dem Motto Münchner Kindl gegen Berliner Bär – wer spendet mehr? veranstaltet der Tierschutzverein München e.V. in enger Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein für Berlin e.V. ein freundschaftliches „Tierheimduell“.  Knapp vier Monate haben die Münchner und die Berliner Zeit zu zeigen, dass sie ein großes Herz für hilfsbedürftige Tiere haben – am Ende entscheidet die Spendensumme in der jeweiligen Stadt über „Sieg“ oder „Niederlage“. Aber egal, wer gewinnt: Die Sieger sind selbstverständlich die Tiere.

Natürlich kann man auch regelmäßig spenden und Mitglied werden. Und wenn man sich unsterblich in das niesende Kätzchen von der Krankenstation verliebt hat, darf man auch Patentiere adoptieren. Wer gerade etwas knapp bei Kasse ist, kann dem Tierheim trotzdem helfen. Allein und auf Kuschelkurs? Ehrenamtliche Helfer, beispielsweise fürs Gassigehen oder für die tägliche Schmusestunde, sind immer willkommen. Weitere Infos dazu gibt es hier.

Für alle anderen gilt: Im Zweifelsfall mal eine Leberkässemmel weniger essen, nicht unüberlegt Tiere anschaffen oder verschenken (Hallo, Weihnachtszeit!) und bei Tierquälerei nicht wegsehen. Frohen Welttierschutztag! Übrigens, so süße Fellknäuel könntet ihr (bei Eignung, versteht sich) adoptieren:

Schnecki, http://tierschutzverein-muenchen.de/de/katzen.htm?q=0&acltierdb=1000:2000:1409270445038688738:::40:20::4::0:::::

Schnecki, zu finden unter „Unsere Tiere“

Außerdem unterstützt der Tierschutzverein auch die Rechte von Tieren, beispielsweise bei der anstehenden Kundgebung zum Klagerecht im Tierschutz. Ebenfalls empfehlenswert: Der Tag der Offenen Tür am kommenden Sonntag mit Rundgängen, Flohmarkt, Kinderschminken und natürlich Tiervermittlung. 10 Uhr geht’s los!

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