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15 Nächte, 6 Jahre Clubgeschichte: Die Pop Up Exhibition im Crux

Anika Landsteiner

Fotos aus dem Nachtleben kennt jeder, Partyfotografen gab es zeitweise wie Sand am Meer. Es ist am Anfang ganz geil und man freut sich auch (derbe) – aber es ist wie mit dem Sand: Es gibt ganz schön viel davon und er ist einfach überall. Noch Tage danach findet man in der letzten Ritze vereinzelte Sandkörner.

Am 19.11.2015 zeigt Philipp Stengelin wie schön es ist, wenn man Sand aussortiert. Oder, um der Rhetorik ein wenig zu entkommen: 15 Nächte aus 6 Jahren Clubgeschichte.

Emotionen, Gesichter und jede Menge Krawall. Jede Nacht erzählt seine eigene Geschichte, hat seinen eigenen Spirit.
Und wie es mit den Nächten so ist, drehst du dich einmal um und zack! Ist sie vorbei.

Deshalb: Schreib es dir auf den Handrücken:

Die Pop Up Exhib. von Philipp Stengelin ist am 19.11.2015 im Crux


Und wer wissen möchte, was der schlimmste Part an diesem Projekt war und was Philipp abseits vom Fotografieren macht, liest jetzt unseren Fragebogen #warumtustdudas:

Woher kommt der Name deines Projekts? Und was bedeutet er?

The Face Of Turn Up steht für all das, was den Turn Up Moment ausmacht. Die Musik und der Drink, die dich in Stimmung bringen. Die Leute um dich herum, die einfach ausrasten und dich mitreisen. Im Üblichen startet der Turn Up gegen zwei Uhr und flaut gegen fünf Uhr wieder ab. Wer in dem Turn Up gefangen ist, wird erst erlöst, wenn die Musik ausgeht, oder die Beine das Gewicht nicht mehr tragen können. In dieser Zeit sind auch die meisten der ausgestellten Bilder entstanden. Sie alle tragen also ein Schuss Turn Up bei.

Wie viel Zeit hast du in dein Projekt investiert?

Sechs Jahre Fotografie und ca. ein halbes Jahr Material sichten und ordnen. Das war wohl „am Schlimmsten“. Setz dich mal am Sonntagnachmittag hin und versuche aus hunderten Alben die richtigen Bilder zusammenzufassen. Ich muss zugeben, das ein oder andere Glas Hazelnut (Frangelico) ist dabei schon geflossen, um wieder in die Stimmung zu kommen.

Wo findet man dich?

Auf der Bar, oder mitten in der Menge.

Was machst du, wenn du nicht an deinem Projekt arbeitest?

Lustigerweise Geld verdienen. Ich assistiere viel in Hamburg bei Werbe- und Modeproduktionen. Ansonsten fotografiere ich viele Dinge, von denen man besser nicht erzählt. Geschweige denn zeigt.

Was liebst du an München besonders?

Biergärten, die Autobahn nach Italien. Und Gelbwurst!

Wenn dein Projekt eine Person wäre, wie wäre diese Person?

Zum einen wäre sie leider ein Alkoholiker. Ziemlich laut und aufgedreht. Vor allem wäre sie jeden Tag auf einer anderen Party. Nachts schöner als tagsüber. Was zwar auf den ersten Moment nicht besonders sympathisch klingt. Aber ohne sie wäre das Leben doch definitiv langweiliger.

Deine Infos im Netz?

www.philippstengelin.de

www.instagram.com/philippstengelin

Ein Song, der mit deinem Projekt zu tun hat?

Fotos und Einleitungstext: Philipp Stengelin

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