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Hallo Schönes präsentiert: Ideenfinder Jörg von Kurzzug im Interview

Hallo Schönes

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Designliebhaber aufgepasst! Jeden Donnerstag bis Weihnachten haben wir eine tolle Aktion in unserer MUCBOOK Pop-up Redaktion im Ruffinihaus: Euch erwarten ab 30.11.2017 jede Woche spannende Münchner DesignerInnen in Raum 225 im 2. Stock.
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Hallo Schönes ging in eine neue Runde. Am Donnerstag präsentierten Kurzzug, My Paul Products und Buadep ihre Designerstücke. Alle, die es nicht geschafft haben, den Weg ins Ruffinihaus aufzunehmen: Aufatmen ist angesagt. Denn alle drei Labels haben einen tollen Onlineshop. Gerade zu Weihnachten bietet sich ein Blick auf die Produkte an, denn seien wir mal ehrlich… Wer will schon wieder Socken unter dem Weihnachtsbaum vorfinden? Da freut man sich doch viel mehr über ein handgemachtes Silberschmuckstück von My Paul Products, ein Lederaccessoire von Kurzzug oder ein Grantl-Shirt von Buadep.

Um euch die Geschichte und kreativen Köpfe hinter Kurzzug vorzustellen, haben wir uns für euch mit Jörg, dem Ideenfinder von Kurzzug, unterhalten:

Vorstellungsrunde: Wer seid ihr und was verkauft ihr?

Ich bin Jörg von Kurzzug und zusammen mit meinem Partner Sven produzieren wir Taschen und Accessoires aus den gebrauchten Sitzbezügen der Münchner U-Bahn. Wir machen das vor allem, weil wir die Geschichte dahinter so gut finden: die Geschichte, die sich in den letzten 40 Jahren hier in München abgespielt und unser Material geprägt hat. Das zeitlose Design und die faire Produktion in Italien machen unsere Produkte auf verschiedenen Ebenen nachhaltig. Wir vereinen in unseren Produkten also zeitloses Design, Geschichte und Nachhaltigkeit. Diese drei Eigenschaften machen Kurzzug aus.

Was hat euch dazu bewegt Taschen und Lederaccessoires aus den alten Münchner U-Bahn Sitzen herzustellen?

Entstanden ist die Idee beim U-Bahn fahren: Ich habe zwei Personen beobachtet, die sich seit längerer Zeit mal wieder getroffen haben. Mir kam darauf der Gedanke: Wie viele Geschichten passieren wohl parallel jetzt in diesen ganzen U-Bahnen oder eben auch in den letzten 40 Jahren. Das waren so nette Gedanken, da musste man einfach was draus machen.  Wir haben dann circa anderthalb Jahre versucht uns mit der Stadt in Verbindung zu setzen wegen des Materials. Die Idee war bereits 2008 geboren, 2014 wurde die Kurzzug GmbH dann gegründet. Das Ganze hat länger gedauert, denn wir wussten, es wird kompliziert. Ich war zum damaligen Zeitpunkt auch noch in einer Festanstellung, sodass ich gar nicht die Kapazitäten und die Zeit hatte, sonderlich viel Input in diese Idee zu stecken. Aber immer zu sagen, man hat eine Idee, die könnte funktionieren, macht aber nix – das ist einfach Schmarrn. Also haben wir uns gesagt, wir probieren das jetzt einfach aus. Wir wollten wissen, wie weit wir mit dieser Idee überhaupt kommen: Schaffen wir es zu einem Produkt, bekommen wir überhaupt das Material, schafft man es, das Produkt auch zu verkaufen, schaffen wir es, womöglich eine kleine Marke zu erschaffen oder mit der Zeit sogar eine große aufzubauen? Man hat sich immer ein nächstes Ziel gesteckt und bisher konnte uns noch nichts stoppen. Das Andere ist, dass wir fest daran glauben, dass Produkte mehr können, als gut auszuschauen. Für uns besitzen sie eine weitere, eine vierte Ebene, eine Geschichtsebene.

Wer steckt hinter Kurzzug?

Kurzzug besteht aus einem Zweiergespann: Sven und Jörg.

Ich, Jörg, bin gebürtiger Münchner und zog vor zehn Jahren zurück nach München. Ursprünglich komme ich aus der Marketingbranche und davor hatte ich mein eigenes Tonstudio. Ich habe viele Werbeaufträge für große Firmen, wie Disney oder Mercedes ausgeführt, das hilft mir jetzt mit Kurzzug natürlich sehr.

Sven ist von Anfang an mit dabei und war schon immer sehr wichtig für Kurzzug. Er war mein größter Unterstützer und nun sind wir zu einem Unternehmen geworden. Wir haben uns über einen Business-Club kennengelernt und sind dabei immer in Kontakt geblieben. Ich habe ihm irgendwann von dieser Idee erzählt und er meinte dann: Die Idee ist geil, ich würde mich gerne daran beteiligen.  Das hat er zum Einen finanziell und zum Anderen mit seinem Know-how getan. Er hat durch seinen Job als Unternehmensberater einen Finance Background, somit bringt er genau das ein, was ich nicht mit einbringen kann. Wir ergänzen uns also super.

Beschreibt euch und euer Unternehmen in einem Satz.

Kurzzug produziert Taschen und Accessoires aus den gebrauchten Sitzbezügen der legendären, alten Münchner U-Bahn und ist somit Teil deiner eigenen München-Geschichte.

Entweder-Oder: Wenn du dich entscheiden müsstest Rucksack oder Umhängetasche?

Ich sage Rucksack! Ich habe in meinem Rucksack unheimlich viel drinnen, aber bin trotzdem immer total mobil. Ich kann so zum Beispiel problemlos Fahrrad fahren.

Vielen Dank für das Interview, lieber Jörg! 

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