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Das war der Gauklerball im Künstlerhaus

MUCBOOK Redaktion

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Der traditionsreiche Gauklerball im Künstlerhaus war das offizielle Kick-Off zum Faust Festival 2018. Der Fotograf Volker Derlath war dort und hat die mephistophelische Stimmung fest gehalten.

Welche Faschingsevents sich diese Tage noch lohnen, haben wir außerdem hier zusammengefasst.

Ein Faschingsball mit Tradition

Faschingsbälle sind ja gerade bei jüngeren Menschen, wenn sie nicht gerade im Fahrwasser von irgendwelchen Verbindungen rumdümplen, weniger beliebt. Schade eigentlich, wenn man bedenkt, was für eine Geschichte manche Bälle hinter sich haben.

Den Gauklerball – damals noch „Gauklertag“- erfanden zum Beipiel vor über 100 Jahren junge Münchner Künstler. Und zwar um den großen Festen der Malerfürsten in München etwas entgegenzusetzen. Der Gauklerball wurde dann erstmals 1904 von Studenten und Professoren der Münchner Kunstakademie im Schwabinger Brauereifestsaal veranstaltet.

Nach 1945 war der Gauklerball nur noch Erinnerung. Erst 1983 wurde er auf Initiative des Goldschmieds Albrecht Haiden im Deutschen Theater wieder eingeführt und hielt sich einige Jahre lang, bis wirtschaftliche Gründe und ein kurzzeitiges Verbot aller Faschingsveranstaltungen wegen der ersten Irakkrise 1991 dem Ball erneut ein Ende setzte.

2001 wurde dann die Idee des Gauklerballs wieder aufgegriffen. Seitdem veranstalten die Freunde und Förderer des Künstlerhauses wieder eines der traditionsreichsten Kostümfeste Münchens.


Fotos: © Volker Derlath

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