Kultur, Live, Nach(t)kritik

A Life Divided – A Kiss Away

Anlässlich der Veröffentlichung des neuen Albums „The Great Escape“ seiner Band und des Konzerts im Münchener Backstage am Wochenende gab Jürgen Plangger, Sänger von A Life Divided ein kurzes, aber aufschlussreiches Interview. Auf einer Raststätte stehend, mit dem Handy in der Hand, beantwortete er trotz Netzschwierigkeiten alle Fragen und erklärte, dass Küsse mit Männern auf der Bühne für ihn nicht alltäglich sind…

A Life Divided, das sind sechs Jungs aus der Gegend um München, die seit zehn Jahren gemeinsam Musik – einen Mix aus Rock, Heavy Metal, Gothic, Electro und Pop – machen. Nach zwei in Eigenregie produzierten Alben erschien am vergangenen Freitag ihr zweites Label-Album The Great Escape und dies wurde am Samstag mit einem Konzert im Backstage gefeiert. Trotz Heiserkeit und anfänglicher Warmlaufphase rockten die Sechs letztendlich die rund 1000 Zuschauer im Werk. Einer der Höhepunkte war für viele mit Sicherheit der Gastauftritt von „Eisbrecher“-Sänger Alexander Wesselsky. Für manche war es wohl auch der Eisbrecher im Konzert. Denn danach stieg die Stimmung noch einmal deutlich an. Ob das mit dem Kuss der beiden Sänger während des Duetts zusammenhing?!? Man weiß es nicht…

Zumindest war der Kuss laut Jürgen nicht geplant. „Die Gefühle überkamen uns einfach.“ Klar, passiert 😉 Nun aber zurück zur Band und dem Interview…

Zehn Jahre Band – wie motiviert man sich da noch?

„Wenn man etwas tut, das man liebt, dann muss man sich nicht motivieren, denke ich. Dann fließt es und kommt von ganz allein. So ist das bei uns zumindest.“

Inspiration holen sich die Jungs aus den alltäglichen Geschichten. „Das kann ein Einkauf im Supermarkt sein, natürlich aber auch die Liebe, das Leben und der Tod an sich. Unsere Texte entstehen auf einer recht persönlichen Ebene. Wir sind keine politisch orientierte Band und werden es auch nie sein.“

Ebenso wenig hatten sie bisher Rituale vor den Konzerten. Allerdings steht hier wohl eine Neuerung an. „Wir wollen jetzt einführen, dass vor jedem Konzert ein Stamperl Obstler getrunken wird. Als Bayer geht das schon. Dazu schmeckts gut und lockert auf.“ Hat Alkohol ja bekanntermaßen so an sich…

rocker

Welche Erwartungen knüpft das Sextett an das neue Album?

„Wir wollen auf das nächste Level. Vielleicht einmal selbst touren (*bislang waren A Life Divided u.a. als Vorband für Eisbrecher und Apocalyptica unterwegs), mehr Leute erreichen als bislang, in die Charts. Im Radio laufen wir schon ganz gut zurzeit und auch die Presse reagiert recht positiv. Jetzt muss das Album nur noch gekauft werden“, lacht er.

„The Great Escape“ könnte diese Erwartungen durchaus erfüllen, denn auch wenn Jürgen selbst kaum noch objektiv eine mögliche Stiländerung feststellen kann, so merkt man, dass die Platte rockiger ist als ihre Vorgänger. „Weniger Balast. Das ist es vielleicht.“ Und das ist gut. Weniger Schwermut, Melancholie, einfach Rock. Electro-Rock. Die Zuschauer am Samstag wussten dies durchaus zu würdigen. „Die gingen ordentlich ab, wofür wir sehr dankbar sind. Es war eine tolle Show!“ Kiss and tell… 😉

A Life Divided \“The Last Dance\“

http://www.a-life-divided.de/
sänger

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