Kultur, Was machen wir heute?

Alles hat ein Ende nur der Kunstpark nicht

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Totgesagte leben länger – mehr denn je trifft dieses Sprichwort auf den Münchner Kunstpark zu. Schon mehrmals standen die Hallen kurz vor dem Abriss. Jetzt steht fest: Die Kultfabrik bollert noch bis in das Jahr 2016 im Münchner Osten Bässe und Billigdrinks unters Volk. Stadt und Betreiber haben einen Vertrag für weitere fünf Jahre unterzeichnet. Die geplanten Wohnungen müssen warten.


Das fast 90 000 Quadratmeter große Areal im Münchner Osten stand schon mehrmals kurz vor dem Aus. Doch letzten Freitag gab die Stadt grünes Licht für den Erhalt von Kunst- und Kultur, Sport- und Freizeiteinrichtungen, sozialen Projekten, sowie circa 25 gastronomischen Betrieben. Laut Norbert Merkel, Geschäftsleiter der Kultfabrik, wird für die Zukunft „aktuell an einer kompletten Neuplanung unter Einbeziehung älterer Elemente der Bebauung gearbeitet. Die Fassaden erhalten derzeit neue Anstriche, im Restaurant Kantine wurde eine neue Live–Bühne eröffnet.“

Die Kultfabrik beherbergt unter anderem die TonHalle, eine Konzert- und Veranstaltungshalle, das Heavens Gate, Europas höchste Kletterhalle mit über 30 Meter hohen Klettertürmen, das ErlebnisKraftwerk Kulti-Kids für die Kleinen und die whiteBOX, eine beliebte und bekannte Ausstellungsfläche für Künstler.

Die Planungen für das Gebiet sind damit wieder in der Warteschleife. Dabei steht das Konzept seit langem – ein attraktives neues Stadtquartier nach dem Leitbild „kompakt, urban, grün“ soll hier entstehen. Wohnungen für 2.000 Menschen und 10.000 Arbeitsplätze, beides in umwelt- und sozialverträglicher Mischung, großzügig durchgrünt, autoverkehrsarm und energieeffizient gebaut. Bereits 1999 beschloss der Stadtrat den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Rahmen, 2001 folgte ein europaweiter Wettbewerb, 2007 wurde ein Strukturplan beschlossen und zwei Planungsvarianten ausgearbeitet…

Ein Event dazu steht während des Münchner Klimaherbstes auf dem Programm. Infos hier:
Foto: Sebastian Vogel / pixelio.de

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