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Analog im Digitalen, das UNDERDOX 15

UNDERDOX

Am Donnerstag, den 8. Oktober ist es wieder so weit. Das UNDERDOX startet mit Filmen zwischen Dokument und Experiment. Bis 14. Oktober kannst du allerlei Kunstwerke auf der Leinwand und im Kino betrachten, die es vielleicht ohne das Festival nicht in die Stadt geschafft hätten.

Dieses Jahr liegt der Fokus auf dem Analogen. Reduziert, aber ausschließlich im Kino, mit Gästen und Zelluloid, Symbol für die nicht verhandelbare Materialität der Welt, so präsentiert sich UNDERDOX im Corona-Jahr 2020. Der 15. Geburtstag wird deshalb auch ganz unaufgeregt ausfallen – nicht aber ohne in vielen Details das Jubiläum zu zelebrieren!

tscherkassky underdox 2020
The exquisite corpus. Peter Tscherkassky

Artists in Focus sind Analogfilm-Regisseure Peter Tscherkassky und Eve Heller, die in Wien und den USA tätig sind. Zwar wird es auch digitale Filmformate geben, die in der heutigen Zeit nicht wegzudenken sind, aber es gibt keine Streams und keine Videobotschaften. UNDERDOX findet nur vor Ort mit real anwesenden Gästen statt.

Eve Heller und Peter Tscherkassky, geben bereits am Eröffnungsabend Kostproben für ihre beiden Lectures im Filmmuseum. Eve Heller am Freitag 9.10. um 20:00 Uhr, Peter Tscherkassky am Samstag 10.10. 20:00 Uhr sowie eine weitere Lecture mit Eve Heller zu Phil Salomon am Sonntag 11.10. um 19:00 Uhr.

A. I. is the answer. Christian von Borries 

Nicht nur Filme werden gezeigt, sondern ebenfalls die Filmenachenden kommen bei den Screenings zu Wort. Ute Adamcziewski zeigt ihren mit einer Goldene Taube in Leipzig und dem Prix Premier in Marseille ausgezeichneten Film ZUSTAND UND GELÄNDE (Sonntag, 11.10., 11:00 Uhr, Theatiner), und der baskische Regisseur und künstlerische Leiter des Festivals „Punta da Vista“ Oskar Alegria präsentiert sein Filmpoem ZUMIRIKI (Dienstag, 13.10. um 18:00 Uhr, Theatiner Filmkunst). Außerdem wird Jack Henry Robbins VHYES zu sehen sein. Eine Bizarre Retro-Komödie, gedreht auf VHS (Freitag, 09.10., 21:30 Uhr, Werkstattkino). Das sind jedoch nur einige Highlights des diesjährigen Programms.

Birds of september.Sarah Francis

Anlässlich der jüngsten Ereignisse von Beirut präsentiert UNDERDOX als solidarisches „Fundraiser Screening“ Filme von und über Beirut von u.a. Jocelyne Saab, Mohamed Soueid, Ghassan Salhab, Rami el Sabbagh und Siska. Die in Beirut lebende Filmemacherin Nour Ouayada und der in Berlin ansässige Filmemacher Philip Widmann haben das Programm zusammengestellt, das am Mittwoch den 14.10. um 20:00 Uhr im Werkstattkino gezeigt wird.

Zum Abschluss des Festivals gibt es im Anschluss an das Solidaritäts-Screening Musik von Radio Karantina zu hören, dem Independent-Kanal aus Beirut, der seit der Quarantäne-Zeit aktiv ist. Denn auch wenn das Festival dieses Jahr etwas reduzierter ist, feiert es doch das Kino als Ort der Augen öffnet.

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