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Auf ein Bier im Roten Knopf

Aufgemerkt, liebe Freunde von Favorit Bar, Couch Club und Kilombo. Es gibt Nachwuchs. Das Kilombo hat nämlich schon seit April 2017 ein Geschwisterkind, das ihm in nichts nachsteht. Die Rede ist vom Roten Knopf in der Steinstraße mitten in Haidhausen.

Die „neue“ Bar in Haidhausen

Wenn ihr Freunde von einem gediegenen Bier oder auch zwei am Abend seid, dann ist der Rote Knopf definitiv einen Besuch wert. Abgesehen davon zeichnet sich der Laden ebenso wie das Kilombo durch die feine Musikauswahl aus, die nicht selten von DJs aufgelegt wird.

Der rote Knopf oder das Zum Roten Knopf, wie die Bar eigentlich heißt, ist überraschend groß. Die Wände sind holzgetäfelt und das Licht ist schummrig orange. Die Lautsprecherboxen sind als alte Radiolautsprecher getarnt, was der Bar ein heimeliges Wohnzimmerflair verpasst. Auf weitere Dekoration wurde tatsächlich verzichtet, was aber nicht weiter auffällt, wenn die Bar nicht leer ist.

Mit Gulasch gegen die Gentrifizierung

Drinnen kann man sich entweder an den kleinen Tischen entlang der einen Wand niederlassen und dem DJ beim werkeln zusehen, oder an der Bar sitzen. Zwischendrin bleibt genügend Platz, um auch stehen zu können, wenn viel los ist. Und es ist immer überraschend viel los in Haidhausen, auch unter der Woche. Während vor dem Fenster die Tram vorbeirumpelt, hat man manchmal das Gefühl, als hätte das gesamte Viertel auf genau so eine Bar gewartet.

Eine, die nicht schick und dafür gemütlich ist.

Auch das Publikum ist angenehm durchmischt und entspannt. Nach eigener Aussage möchte Chef Christian Blau der Gentrifizierung in Haidhausen entgegenwirken, deshalb ist er nach einigen Jahren Pause doch wieder mit einer Bar auf die andere Seite der Isar gekommen (2007 ist das Kilombo von der Au ins Westend gezogen).

Wer mehr als nur ein Bier haben möchte, bekommt im Roten Knopf übrigens noch Wein und Longdrinks. Abgesehen davon ist die Karte eher klein gehalten, was aber auch nichts ausmacht. Wer hungrig kommt, hat die Auswahl zwischen einem vegetarischen und einem Gericht mit Fleisch, meist Gulasch oder Eintopf, manchmal noch etwas Süßes.

Im Sommer kann man übrigens auch wunderbar draußen auf der Terrasse am Genoveva Schauer Platz sitzen.

Warum Zum Roten Knopf?

Stellt sich jetzt nur noch die Frage nach der Herkunft des Namens. Der kommt vom sowjetischen Offizier Stanislaw Petrow, der am 25. September 1983 den roten Knopf eben nicht drückte und damit einen Atomkrieg verhinderte. In diesem Sinne: Auf zum Roten Knopf!


In aller Kürze:

Was? Zum Roten Knopf

Wo? Steinstraße 63, 81667 München

Wann? Mo-Do 17:30-2:00, Fr, Sa 17:30-3:00


Bilder: © Jonas Haesner

Sophia Hösi
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