Kultur, Was machen wir heute?

Bässe unter Bäumen

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Feierei

Indie, Folk, Pop, Rock und Elektro. Wieder für jeden was dabei beim anstehenden Prima Leben und Stereo. Am Freitag und Samstag, 5. und 6. August wird die inmitten von Wald und Wiesen gelegene Idylle am Vöttinger Weiher kräftig gestört werden, das lässt zumindest das Line-Up vermuten.

Heimvorteil für Radio Riot: Die Freisinger dürfen das Festival um 15 Uhr 15 mit ihrer Indie-Rock-Musik eröffnen. Mit Chinese Silk and Videotape stehen danach gleich die nächsten Lokalmatadoren bereit. Nach den Elektro-Poppern Panda People melden sich dann Kakkmaddafakka zu Diensten. Die Norweger stürmen beinahe in Seeed-Manier fast in Fußball-Team-Stärke die Bühne und bitten zum Tanz. Ihre Mischung aus Rap, Rock, Dixie Jazz, Funk, Techno und Indie wird es den Zuschauern wohl nicht sehr schwer machen! Die verrückten Nordlichter werden von den Indie-Rockern Kilians abgelöst, die ihrerseits auch das Tanzbein schwingen lassen.
„Eine der besten Indie-Bands der Staaten“, so werden sie angekündigt: The Thermals, reduziert auf Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang. Um noch einen draufzusetzen treten kurz vor Mitternacht Klee auf. Sanfter Elektro trifft auf feinste Singer/Songwriter-Gitarren-Klänge und lässt den Tag in Ruhe ausklingen.

Wer soviel feiert muss sich stärken. Deshalb haben die Veranstalter auch für das so wichtige Frühstück „vom besten Bäcker der Stadt“ gesorgt.
Und am Nachmittag gibt’s die Reste von Gestern. Im wahrsten Sinne des Wortes: Die Münchner Band stellen auf der Bühne den Müdigkeits-Regler auf ‚off‘ und eröffnen Teil zwei der Open-Air-Party. Die alten Bekannten von Dobre und Sepp Kennedy sind danach mit ihrem leichten Folk-Rock dran.
Deutsch-Rap ist doof? Kann schon sein, aber nicht Bairisch-Rap. Doppel D beweisen das mit cleveren Beats und nicht weniger cleveren Texten gegen Klischees und von dahoam.
Beat!Beat!Beat! heißt es dann und Name ist mal wieder Programm, denn zu selbigen lassen es die Indie-Rocker krachen, bevor es dann international wird. Chikinki aus London, Berlin und Brighton rocken live Songs aus ihrem neuen Album.

Von nun an bestimmt die Anarchie den Abend. Zuerst sorgen Kaizers Orchestra für die musikalische Version der Unordnung mit ihrem krassen Mix aus so ziemlich allem.
Die Veranstalter werden sich sicherlich etwas dabei gedacht haben, Schlachthofbronx als letzten Act auftreten zu lassen. Die Münchner übernehmen nämlich freundlicherweise schonmal den Abbau der Bühne. Allerdings nicht ohne dabei hart zu feiern. Bis weit nach Geisterstunde wird hier auch noch einmal die letzte Sau rausgelassen bevor es dann in die wohlverdiente Heia geht oder man auf dem Zeltplatz weiterfeiert und ein weiteres spektakuläres Prima Leben und Stereo-Festival zu Grabe trägt.

Alle Infos zu Tickets, Bands und Festival hier!
Foto: Pascal Lunz

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