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Bernsteinfarbenes Licht: ein Urlaub im Holzhotel Waldklause im Ötztal

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Draußen nieselt es, kleine Fichtenzapfen wiegen wie Traumfänger vor dem Fenster, im Hintergrund dunkelgrüne Berge von weißen Wolken durchzogen. Ich sitze warm mit hochgelegten Beinen hinter dem großen Panoramafenster, höre ein Hörbuch und bin glücklich. Um mich herum duftendes Holz, weiche Wolle und kühler Stein – ich bin im Naturhotel Waldklause, Österreichs erstem nachhaltigen Designhotel, das komplett aus Holz gebaut ist.

Aus einem Campingplatz wird ein Ökohotel

2004 baute die Hotelier Familie Auer ihr Campingplatzrestaurant zwischen vielen Kiefernbäumen im Ötztal zu einem neuartigem Hotel aus. Der Clou: für einen Großteil des Gebäudes wird Holz verwendet. Die Technik erinnert an die alpine Bautradition, die sich über die nationalen Grenzen der Alpenländer hinwegsetzt. Das untere Stockwerk wird aus Stein und Beton gebaut, die oberen Stockwerke aus regionalem Holz. Wie bei alten Bauernhäusern, nur hat das Äußere des Naturhotels Waldklause so rein gar nichts mit der alpenländischen Bauweise zu tun.

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Österreichs erstes ökologisches Holz-Designhotel

Wer die immer gleiche kastenförmige Bauweise großer Alpenhotels kennt – am besten noch mit bunten Geranienkästen vor jedem Fenster – der erfährt beim Naturhotel ein komplett anderes Konzept. Aus dem ehemaligen Restaurant Waldklause wurde ein großer Essbereich mit kleinen, gemütlichen Nischen und offengelegtem Dachstuhl. 2017 kam eine große Küche dazu, die von Außen ebenso hinter den Kiefern und kleinen Tannen verschwindet, wie der Rest des Gebäudes.

Der neueste Teil der Fassade besteht aus Zylinder-Elementen mit bewachsenen Flachdächern, die Raum für das Natur Spa mit zahlreichen Saunen, Behandlungszimmern und den Whirlpool unter freiem Himmel bieten.

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Der nachhaltige Anspruch: Innen wie Außen

Das Gebäude passt sich, obwohl es so groß ist – es gibt 59 Zimmer – dank seiner üppigen Bepflanzung harmonisch in den kleinen Kiefernwald ein. Die Rohstoffe kommen aus der Region. Die Dämmung der Wände besteht beispielsweise aus Tiroler Schafswolle und das Apfel-, Zirben-, und Lerchenholz, aus dem das Hotel gebaut ist, kommt ebenso aus der Umgebung.

„Damals hätte niemand daran geglaubt, dass so etwas möglich ist“, berichtet die Hoteleigentürmerin Irene Auer. Ein ganzes Hotel aus Holz, gebaut im Wäldchen. „Das zerfressen doch die Würmer,“ hieß es im Ötztal. „Wir mussten uns außerdem wegen der Schalldämmung und den hohen Brandschutzverordnungen so einiges einfallen lassen,“ erzählt der Sohn Johannes Auer.

Aber es ging darum, keine Kompromisse einzugehen. Vom alten Baumbestand sollte so viel wie möglich erhalten bleiben, schließlich sollte es ein naturverbundenes und umweltfreundliches Hotel durch und durch werden. „Das Holz, aus dem das Haus gebaut wurde, haben wir später natürlich auch wieder aufforsten lassen.“ Das Hotel wurde als ein Niedrigenergiehaus gebaut. Es wird Ökostrom bezogen und von regionalen Bauern mit Lebensmitteln versorgt.

Von Mouse, Massagen und Mandeln

Da ist es nur schlüssig, dass es nur in der Lobby WLAN gibt, auf dem Zimmern steht dafür ein Kabel zur Verfügung und beim Essen wird darum gebeten, das Handy auszuschalten. Gar nicht mal so einfach, wenn man die kleinen Kunstwerke aus der Küche vorgesetzt bekommt. Da gibt es das Carpaccio vom Tiroler Grauvieh mit Pfifferlingen, Rucola, Parmesan und Balsamico – alles in Bioqualität oder eine Variation – wie man so schön sagt – aus Sacher, Marille, Orange und Kaffee, vorgesetzt vom Koch und Konditor Manuel Fliegl. Überflüssig zu sagen, dass man bei jedem Bissen des fünfgängigen Genießermenus dahinschmilzt.

 

Dabei wird auf eine ausgewogene Ernährung besonders Rücksicht genommen. Das ganze nennt sich Innovitale Küche und bedeutet, dass die Nahrung nährstoffschonend zubereitet wird.

Verdauen lassen sich die herrlichen Speisen übrigens am besten am Pool, im Kräutergarten, in einem der zahlreichen Ruheräume oder auf der Sonnenterrasse im dritten Stock. Hier finden nicht nur die Hotelgäste ihre Ruhe, sondern auch die ein oder andere heimische Vogelart, die dort unterm Dach brütet.

Im Ötztaler Naturpark: auf Ötzis Spuren

Mit dem Auto sind es von München aus gerade einmal drei Stunden Fahrt, um ins malerische Ötztal zu kommen. Aber auch mit dem Zug könnte man anreisen. Das zuvorkommende Hotelpersonal holt einen gerne mit dem hauseigenem Hybridauto ab. Im Ötztal angekommen, kann man sich erst einmal nicht entscheiden, was man zuerst machen möchte. Es gibt eine Therme, Wasserfälle, zahlreiche Klettergärten, Wander- und Radlwege, Naturbäder und eine spektakuläre Hängebrücke zu entdecken. Oder aber man besucht ein Dorf zu Ötzis Zeiten und stellt sich vor, wie beschwerlich damals das Leben in der Jungsteinzeit war.

Da lobe ich mir doch die modernen Errungenschaften, hänge selbstvergessen am Pool und beobachte das bernsteinfarbene Licht auf dem Holz und wie die Wattewolken über die dunkelgrünen Bergketten ziehen.

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Die Sonnenterrasse im 3. Stock.


Infos in aller Kürze:

Was? Naturhotel Waldklause
Wie viel? Übernachtung ab 165 Euro p.P.

Mehr Infos gibt es hier
Oder auf Facebook

 

Text: Ronja Lotz
Bilder: Naturhotel Waldklause, Ronja Lotz

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