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Blogbook stellt vor: Die Kulturflüsterin Lena Kettner

Film, Theater, Kunst, Musik – Lena Kettner hat mit ihrem Blog „Die Kulturflüsterin“ den diesjährigen Isarnetz Blog-Award 2019 in der Kategorie Kultur gewonnen. Zu recht, schließlich liest man ihre Leidenschaft für kulturelle Themen aus jedem einzelnen Blogbeitrag heraus. Als Kulturflüsterin trifft sie interessante Künstler aller Kultursparten, reist viel und sucht den digitalen und persönlichen Austausch mit anderen Kulturbloggern.

Wir sind neugierig geworden und haben Lena ein paar Fragen gestellt.

Liebe Lena, woher kommt der Name deines Blogs „Die Kulturflüsterin“?

Kurz bevor ich im Januar 2017 mit meinem Blog startete, kam ich auf Idee, mich fortan „kulturflüsternd“ durch die Welt der Kunst, des Theaters, der Musik und dem Film bewegen zu wollen. Das bedeutet für mich, dass ich spannende Künstler, Festivals, Galerien oder Ähnliches entdecke und meine Leser an meinen Beobachtungen, Eindrücken und Begegnungen teilhaben lasse.

Was ist neu, anders und einzigartig an deinem Blog?

Was mich eventuell von anderen Kulturbloggern unterscheidet, ist der Interview-Schwerpunkt, der sich im ersten Jahr für mich herauskristallisiert hat. Ich schätze es sehr, dass ich jedem Künstler, mit dem ich ein Gespräch führe, nachher sehr viel Raum auf meinem Blog geben kann. Ich finde es sehr spannend, nicht nur den Künstler und seine Arbeit, sondern vor allem den Menschen dahinter kennenzulernen. 

Theater, Lesung oder ganz was anderes? Wie sieht dein perfekter Abend aus?

Das Theater ist und bleibt für mich der schönste, inspirierendste Ort auf dieser Welt. Aber ich gehe genauso gerne in eine Lesung, auf eine Vernissage, in ein Konzert oder zu einer Filmpremiere.

Welche (versteckten) Kulturhighlights hat München zu bieten?

Im Einstein Kultur gibt es zum Beispiel die Konzert- und Perfomance-Reihe „Opean – The European Concert & Performance Series“, die ich sehr spannend finde. Ein absolutes Kultur-Highlight sind für mich auch jedes Mal die Konzerte, die von dem Kollektiv trugschluss organisiert werden. Sie überraschen die Zuhörer immer wieder mit musikalischen und künstlerisch hochwertigen Extrempositionen abseits des Mainstreams und üblicher Konzertgewohnheiten. Im Kunstbereich habe ich zuletzt den BNKR Space in Nord-Schwabing für mich entdeckt: BNKR wurde 2014 als multidisziplinäre Plattform für zeitgenössische Kunst und Architektur durch den Münchner Unternehmer Stefan F. Höglmaier gegründet. Natürlich gehe ich aber auch sehr gerne und viel ins Theater – am öftesten sieht man mich sicherlich im Residenztheater!



Welches Interview hast du ganz besonders gerne für deinen Blog geführt?

Die Begegnungen mit  Nuran David CalisNico HolonicsHelme Heine und  Nils Strunk waren sehr außergewöhnlich für mich: Den Kinderbuchautoren Helme Heine habe ich in seinem Haus im neuseeländischen Russell besucht, der Schauspieler Nico Holonics nahm mich vor der Vorstellung seines zweistündigen Solo-Abends „Die Blechtrommel“ am Berliner Ensemble mit in die Maske, der Regisseur Nuran David Calis sprach mit mir am Telefon, während er eigentlich mitten in den Wiederaufnahmeproben für eine Inszenierung am Schauspiel Köln steckte und Nils Strunk zeigte sich in seinem Interview mit mir von einer offenen, ehrlichen Seite, die ich selten an einem Schauspieler erlebt habe.

Dein Lieblingsort in München?

Oh, da gibt es sehr viele! Die Kantine des Residenztheaters gehört genauso dazu, wie das Resi selbst – oder das Café Ignaz bei mir ums Eck. Sehr gerne bin ich auch im Ladencafé Marais im Westend und im Café Gans am Wasser im Westpark. 

Wenn dein Blog eine Person wäre, wie wäre diese Person?

Meine Blog wäre definitiv weiblich und ein bisschen so wie ich. Eine Querdenkerin mit einer großen Leidenschaft für alles, was mit Kunst und Kultur zu tun hat. Und die gerne mal hinter die Fassade des Kulturbetriebs blickt. 

Gibt es einen Song, der deinen Blog beschreibt?

Ja, den Song „Breathe“ von meinem Lieblings-Streichquartett, dem radio.string.quartet. Sie haben ihn zusammen mit Jazz-Pianisten Bugge Wesseltoft geschrieben. Dieser Song drückt sehr gut aus, wie intensiv ich Kunst und Kultur wahrnehme und empfinde.


Fotos © Christof Arnold

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