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Blogbook stellt vor: Markus Hofelich und der Sinn des Lebens

Daria Anders

geht positiv durchs Leben, mit einem Hauch von Dramaturgie.
Daria Anders

Wir alle stellen uns doch diese Fragen: Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Was ist Glück? Und was ist für mich der Sinn des Lebens? – Aber was ist die Antwort darauf?

Mit all dem beschäftigt sich der Journalist Markus Hofelich intensiv auf seinem Online-Magazin für Philosophie, Glück und Motivation. Mit seinem Blog „Sinn des Lebens 24“ hat er den diesjährigen Isarnetz-Blogaward 2019 in der Kategorie Coaching gewonnen. Wohl verdient! – Markus Hofelich geht mit vollem Herzblut ans Werk. Auf seinem Blog sind nicht nur fundierte Beiträge über das Leben zu finden, sondern auch allerlei tiefgehende Interviews mit bekannten Persönlichkeiten.

Hier kommen ein paar Fragen, die uns Markus über sich und seinen Beruf beantwortet hat:

Woher kommt der Name deines Blogs? Und was hat es mit der Zahl 24 auf sich?

Die Frage nach dem Sinn des Lebens hat mich schon immer sehr interessiert. Ich wollte eigentlich mal ein Buch darüber schreiben. Als ich im Frühjahr 2016 eine Fortbildung zum Online Marketing & Social Media Manager gemacht habe, empfahlen die Dozenten, doch selbst einen Blog zu starten, um das Gelernte gleich anzuwenden. Da fiel mir mein Herzensthema wieder ein und so habe ich SinndesLebens24 gestartet. Aus der Idee zum Buch wurde letztlich ein Online-Magazin.

Die 24 steht dafür, dass das Thema Sinn des Lebens sehr zentral für uns ist: 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. Ein interessanter Aspekt dabei: Die Kehrzahl von 24 ist 42. Und bekanntlich ist der Sinn des Lebens nach Douglas Adams humorvollem Kult-Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“: 42! Auch dazu gibt es natürlich einen Artikel bei mir.

Was ist neu, anders und einzigartig an deinem Blog?

SinndesLebens24 ist ein Online-Magazin für Philosophie, Glück und Motivation, das sich an anspruchsvolle Sinn- und GlückssucherInnen richtet. Für mich liegt das Besondere in der Mischung aus fundiert recherchierten Artikeln, tiefgehenden Interviews mit bekannten Persönlichkeiten wie Richard David Precht, Axel Hacke, Eva-Maria Zurhorst, außerdem Buchtipps und ästhetischen Bilderwelten. Unter dem Motto „Sinn suchen, Glück finden“ bietet es dem Leser Orientierungshilfe und Inspiration bei der Suche nach Antworten auf fundamentale Fragen.

Welches Interview auf deinem Blog hat dich am meisten zum Nachdenken angeregt?

Besonders berührt hat mich das Gespräch mit dem US-Bestseller-Autor John Strelecky, der Bücher wie „Das Café am Rande der Welt – Eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ oder „The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben“ veröffentlicht hat. Positiv überrascht hat mich, dass er sich zunächst für mich interessiert und mir Fragen über meine Ziele gestellt hat.

Im Kern des Interviews geht es um die Philosophie der „Big Five for Life“, die im Zentrum der Bücher und Seminare von John Strelecky steht. Ziel ist es, den persönlichen Zweck der Existenz herauszufinden, um am Ende auf ein nach eigenen Maßstäben glückliches, erfülltes und erfolgreiches Leben zurückblicken zu können. John erklärt im Interview, wie man seinen wahren Lebenstraum entdecken und verwirklichen kann.

Hast du einen persönlichen Lieblingsartikel auf deinem Blog?

Ja, das ist ganz klar mein Masterartikel mit dem Titel „Was ist der Sinn des Lebens – die besten Antworten“, in den ich viel Herzblut und Recherche gesteckt habe, er steht seit langem auf dem ersten Platz der meistgelesenen Artikel.

Es geht dabei um Antworten aus Philosophie, Psychologie und Religion auf die zentralen Fragen: Warum sind wir hier? Welche Rolle spielen Gott, Zufall, Schicksal oder Bestimmung? Welchen Sinn hat die Existenz an sich? Wie gebe ich meinem eigenen Leben Sinn?

Ein wichtiges Fazit des Artikels lautet: Einen echten Sinn im Leben zu finden ist eine wichtige Grundlage für Zufriedenheit und Glück. Der Schlüssel dazu liegt in unserer Selbstentwicklung, unsere individuell gegebenen Möglichkeiten und Talente zu erkennen und möglichst umfassend auszuschöpfen.

Was machst du, wenn du nicht gerade bloggst?

Ich bin von Haus aus Wirtschaftsjournalist und schreibe heute als Freelancer vor allem über die Themen Wirtschaft, IT und neue Technologietrends. Davor war ich u.a. Chefredakteur der „Unternehmeredition“ sowie stellv. Chefredakteur des „Cash.-Magazins“ und von „Cash.-Online“.

Die Selbständigkeit und die freie Zeiteinteilung macht es eigentlich erst möglich, mein Online Magazin zu betreiben. In meiner Freizeit verbringe ich gerne Zeit mit meiner vierköpfigen Familie in der Natur, am liebsten beim Wandern, Schwimmen im Starnberger See, Radfahren oder Grillen im Garten.

Dein Lieblingsort in München?

Mir gefällt der Odeonsplatz im Herzen Münchens sehr gut. Wenn ich einen Termin in der Stadt und noch etwas Zeit davor habe, dann trinke ich dort gerne noch einen schnellen Latte Macchiato. Hier kommen die unterschiedlichsten Leute vorbei und die abwechslungsreiche Architektur finde ich sehr spannend.

Gibt es einen Song, der deinen Blog beschreibt?

Sehr inspirierend bei der Arbeit an meinen Texten finde ich die Musik der irischen Sängerin und Songwriterin Enya, die oft nebenbei läuft. Besonders gut gefällt mir ihr Lied „May It Be“. Der Song bedeutet für mich, nicht aufzugeben, wenn man schwierige Zeiten durchmacht. An sich zu glauben, seinen eigenen Weg zu finden und seinem Herzen treu zu bleiben, bis das Licht der Dunkelheit weicht – darum geht es im Kern auch auf SinndesLebens24.

Hast du für dich den Sinn des Lebens gefunden?

Den Sinn des Lebens sehe ich darin, wie der Psychoanalytiker Erich Fromm die Aufgabe des Menschen beschreibt: „Er selbst um seiner selbst willen zu sein und glücklich zu werden durch die volle Verwirklichung der ihm eigenen Möglichkeiten – seiner Vernunft, seiner Liebe und produktiver Arbeit.“

Oder wie John C. Maxwell schreibt: „Erfolg bedeutet, dass Sie den Zweck Ihres Lebens kennen, darin zu wachsen, Ihr größtmögliches Potenzial zu erreichen und Samen zu säen, die anderen nützen.“ Für mich persönlich liegt der Sinn des Lebens vor allem in der Familie und im Schreiben – sowie darin, andere zu inspirieren.


Fotos © Markus Hofelich

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