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Bob Ross, Boobs & Monobrows – UAMO 2014

Sebastian Huber

studiert literatur in münchen und schreibt seit 2014 für mucbook.de und mucbook print.

QVIS CUSTODIET IPSOS CVSTODES
Sebastian Huber

Wer das letzte Wochenende trotz gutem Wetter im Keller verbracht hat, dem kann ich nur wünschen, dass er im selben Keller war wie ich. Im Haidhausener Kulturzentrum mit dem leider sehr unsexy Namen Einstein fand vergangenen Donnerstag bis Sonntag ein sehr sexy Kunstfestival mit dem Namen UAMO statt.

Ich kannte das Festival bis vor ein paar Monaten nicht, bis sich eine der Organisatorinnen bei mucbook meldete und fragte, ob wir nicht Lust hätten, über UAMO zu berichten. Das Konzept hörte sich super an, also machten wir eine kleine Kooperation, kündigten an und verlosten Karten. Hier gibt es also den Nachbericht auf das Festival.

Weil ich noch nie im Einstein war, habe ich mich erstmal über die Örtlichkeiten gewundert, die wirken wie eine Mischung aus Sportturnhalle, Weinkeller und Weltkriegsbunker. Genauso schizophren, aber um einiges bunter war dann das Festival im Einstein. In mehreren Räumen gab es neben den Bildern und Installationen Aktionen, wie Konzerte oder performativen Tanz.

2014-10-18 21.56.08Leider schlecht zu sehen wegen madiger Kamera und unprofessionellem Fotografen: Links tanzt die Performerin mit drei Hockern.

2014-10-18 22.39.55Dialektik des Begehrens: Goldener Katzenkadaver.

2014-10-18 22.42.35Eine Hommage an Bob Ross als postmodernes Memento Mori.

2014-10-18 22.39.46Da geht einem das Herz auf: Eine Armee von Häkeltieren.

967847_783498545039623_1877801072_nKam plötzlich um die Ecke: Eine Dame in roter Ganzkörperstrapse, die mit ihren Brüsten Farbe an die Wand gestempelt hat.

10743477_783498551706289_1027478663_nNaja, und der Klassiker eben.

So in etwa habe ich mich auch gefühlt, nachdem ich mich zum Selbstexperiment gemeldet hatte. Eins der besten Sachen am UAMO waren nämlich die verschiedenen Stände. An einem Tresen gab es Pillen und Spritzen gegen das Alter (keine Ahnung, was da wohl drin war), nebenan einen Monobrauenservice. Und den habe ich getestet.

10743484_783498541706290_492041886_nWas hier aussieht, wie eine mittelschwere Gesichts-OP hat eigentlich nur leicht gekitzelt. Die Dame hat zwei Vorgehensmethoden, bei der langlebigeren wird einem mit Spezialkleber etwas Puppenhaar in der eigenen Haarfarbe zwischen die Brauen montiert, bei der anderen gibt es einen kleinen Streifen transparentes Doppelklebeband.

Ich habe mich feigerweise für die zweite Variante entschieden, wie ich am Ende aussah, will ich euch jetzt aber ersparen und wenn ihr das wissen wollt, müsst ihr mindestens eine Facebookgruppe mit 1000 Mitgliedern gründen.

Also, das war das Festival. Ich hoffe ihr habt jetzt auch Lust, das UAMO nächstes Jahr zu besuchen, dann hab ich meinen Job getan. Ich hoffe auch, dass das festival nächstes Jahr wieder gut besucht ist, weil man bei kleinen Festivals wie dem UAMO noch spürt, wie krass viel Herzblut die Organisatoren und Helfer in das Projekt fließen lassen.

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Informationen über das Festival findet ihr auch auf der Website von UAMO und noch einmal zusammengefasst in unserer Vorankündigung.

 

1Comment
  • Jazmin Taco
    Posted at 17:43h, 03 Dezember

    Hi,
    I’m the Dame of the Reviermarkierung @ the UAMO your talking about 🙂
    Just wanted to tell you that my performance ist about Territory. I marked with my breast my area “ Reviermarkierung“. So the Uamo space was mine at least for 2 days 😉

    I was so surprise to see that on internet. Good job!
    I like your Blog!
    Best
    Jazmin

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