Stadt

CSU-Stadtrat will „Personenkult um Ude“ stoppen

Marco Eisenack

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Kuriose Anträge und Anfragen aus dem Stadtrat sind wir ja gewöhnt. Aber der Antrag von CSU-Stadtrat Georg Kronawitter hat uns dann doch überwältigt: Er wittert einen „Personenkult“ um Oberbürgermeister Ude und fordert den Stadtrat auf, gegen die „Selbstdarstellungssucht“ auf muenchen.de einzuschreiten.

Eine „Selbstbeschränkung für OB-Selbstdarstellung auf www.muenchen.de“ forderte der Computer-Experte in seinem Antrag. Ein grundsätzliches Nein zum „überzogenen Personenkult – weltweit“, sei schließlich das klare Bekenntnis des Münchner Stadtrats. Das Gremium  soll  daher beschließen, dass auf der steuerfinanzierten Rathaussäule der Stadtdomäne muenchen.de das Porträt des Herrn Oberbürgermeisters nicht mehr als einmal pro Seite auftauchen soll.

Der Anlass: „Wie der obige Originalbildschirm-Auszug der Rathausstartseite auf www.muenchen.de zeigt, taucht OB Ude dreimal auf einer Seite auf noch dazu mit Fotos sehr unterschiedlicher Zeitstellung.“

Natürlich wolle Kronawitter „hier nicht dem OB das Recht auf eine angemessene Positionierung im virtuellen Rathaus“ streitig machen, aber drei Mal pro Seite ist ihm dann doch zuviel „Persönlichkeitswahn“. Kronawitter: „Diese Häufung wirkt fast schon peinlich.“

Was für Kronawitter darüber hinaus noch klärungsbedürftig ist, ob auch Mitglieder des Stadtrates die Möglichkeit haben, wie OB Ude, mit ihren Seite direkt auf muenchen.de zu erscheinen, anstatt im RIS (dem Rats-Informations-System) ein vergleichsweise kümmerliches virtuelles Dasein zu führen.

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