Was machen wir heute?

Der Wortakrobat

Juliane Becker

Theaterwissenschaftlerin, Katzenfreundin und Journalistin. Schreibt bei mucbook über Theater, Konzerte und eigentlich alles, was irgendwie mit Kultur zu tun hat.
Juliane Becker

Montagabend noch nichts vor? Jochen Malmsheimer schafft Abhilfe – heute im Lustspielhaus.

© Theodoro da Silva

© Theodoro da Silva

Er ist praktisch Stammgast im Lustspielhaus. Gut für uns. Schon im letzten November sorgte er für Lachtränen, nun steht er mit einem frischen Programm auf der Bühne. Der Titel? Wieder einmal grotesk, seltsam und köstlich surreal: Flieg Fisch, lies und gesunde! oder: Glück, wo ist Dein Stachel?! heißt es diesmal.

Die Übereinstimmungen zwischen einem guten, alten Gruyere und Jochen Malmsheimer werden immer augenfälliger: Auch Malmsheimer wird reifer, schärfer und grantiger. Und da hilft weder die Fahrt in‘s Blaue noch der Gang in‘s Grüne, haben doch etwa Zoobesuche durch den Entschluß vieler Tierparkleitungen, aus distransparenten Gründen auf Käfigbesatzungen zur Gänze zu verzichten, ihre beruhigende Wirkung längst eingebüßt. Auch das Radio bietet inzwischen keinen Trost mehr, jeder macht ja was er will. Was aber, wenn man nicht jeder ist? Was soll nur aus uns werden, wenn selbst Männer altern?
Trost bietet allein die Wissenschaft. Dies macht Malmsheimer an Hand der augenfälligen Verbindung zwischen der ägyptischen und niedersächsischen Kulturgeschichte, akademisch allerdings höchst brisant, überdeutlich. Bis schlußendlich die Weltverschwörung der Bücher, von der er durch Zufall erfährt, in einem rasanten Finale das Geheimnis der Losung von „Flieg Fisch, lies und gesunde …“ lüftet.

Das Beste kommt zum Schluss: Es sind noch Restkarten verfügbar! Für alle Kurzentschlossenen heißt es nun: Ab an die Abendkasse. Es lohnt!

Münchner Lustspielhaus
Occamstraße 8
80802 München (U-Bahn Münchner Freiheit)

Karten für den 23. oder 24. März verfügbar
24 Euro

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