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Die Milla Song Slam Saison 2018 startet! Wir haben Moderator Schelli interviewt

Die Milla lädt heute am 19. September zum 41. Song Slam. Einmal pro Monat treten wieder weniger bekannte MusikerInnen gegeneinander an. Egal ob Rap, Electro oder Singer-Songwriter, die Regeln sind einfach: 8 Minuten pro Act, 8 Acts pro Abend und 8 Statements zum Song an sich – bekannte Gassenhauer sind verboten. Jeder darf antreten, sofern er seine eigene Musik im Gebäck hat.

Gastgeber Dominik Schelzke, liebevoll Schelli gerufen, lädt ein. Er feiert dieses Jahr sein Debüt als Moderator des Song Slams. Ein würdiger Nachfolger für Bumillo! (Hier in einem früheren Interview für MUCBOOK)

Erlaubt sind maximal zwei Musiker pro Auftritt und in den 8 Minuten dürfen zwei Songs gespielt werden. Der Ablauf wird wieder der gleiche sein. Schelli stimmt das Publikum ein und erklärt kurz die Regeln. Dann kommen die ersten vier Auftritte. Die Entscheidung, wer gewonnen hat, wird mit Hand-Zeichen aus dem Publikums gefällt. Im Finale haben die beiden GewinnerInnen der beiden Gruppen nochmal 5 Minuten Zeit zu performen. Wer am Ende als Sieger hervorgeht, ist eigentlich zweitranngig. Die wohlverdiente Wodkaflasche wird sowieso unter den Teilnehmern geteilt.

Welche KünstlerInnen dieses Jahr dabei sind, bleibt wie immer eine Überraschung. Aber eins sei gesagt, es wird bunt! Wenn du am nächsten Morgen frei hast oder einfach nur in Feierlaune bist, kannst du danach im Milla Club noch ausgiebig zu Indie/Tronic/Disco tanzen. Die Nacht gehört ab 23:00 Uhr den DJs von Fancy Footwork.

Wir haben Schelli zur neuen Reihe des Song Slams ein paar Fragen gestellt. 

Interview mit Schelli, Moderator des Milla Song Slams

Mucbook: Seit wann bist du schon in München, was magst du und was hasst du hier?

Schelli: Ich bin in München geboren und in Giesing in den Kindergarten gegangen. Ab der Grundschule war ich dann aber in Isen beheimatet. Zum Studiumbeginn 2012 bin ich dann wieder zurück nach München und Giesing im Speziellen gekommen und seitdem geblieben. Ich mag an München die Klassiker, wie die Isar, die Gemütlichkeit, die allgemeine Schönheit der Stadt, Paulaner Spezi, Giesinger Erhellung und das Wetter. Spezieller mag ich die Gastrokultur (mal grob abgesehen von Schicki-Micki und Feierbanane), es gibt viele nette Kneipen, coole Bars und Restaurants.

Hassen finde ich ein zu starkes Wort, aber ich finde die hohen Mietpreise und zu wenig bezahlbaren Raum für Kreative natürlich genauso beschissen, wie alle anderen. Die Stadt gibt sich als lockere Studentenstadt und wirbt mit ihrer kreativen Kultur und Lebensqualität, aber wer soll sich die noch leisten können? Die Klassiker eben. Genau wie die Tatsache, dass die Läden um 20 Uhr zumachen und die Bürgersteige unter der Woche sehr schnell hochgeklappt werden.

Wie kamst du zum Milla Song Slam? 

Ich bin zum Song Slam über Fancy Footwork und die Milla gekommen. Als Mitbegründer von Fancy Footwork war ich ab dem Punkt beim Song Slam vor Ort, ab dem wir die Aftershow-Party nach den Song Slams veranstaltet haben. Darüber bin ich zum Fan des Formats geworden und habe Bumillo besser kennen gelernt. Außerdem gehöre ich jetzt ja auch schon seit zwei Jahren als Barkeeper zum Milla-Team, das heißt der Laden ist allgemein so etwas wie mein Wohnzimmer geworden.

Als dann Bumillo seinen Abschied erklärt hat, haben sich die Milla-Booker gedacht, vielleicht könnte ja jemand aus den eigenen Reihen den Song Slam weiterführen. Und da ich den Song Slam schon sehr lange begleite und gerade meine Karriere als Journalist/Moderator im Radio begonnen hatte (und zum Beispiel auch die 5-Jahres-Feier moderiert habe), fiel mein Name. Bumillo war von der Idee auch überzeugt und so stehe ich ab sofort einmal im Monat auf der Bühne und führe durch den Song Slam.

Ist Schelli nur ein Spitzname oder steckt da eine Geschichte dahinter?

Schelli ist tatsächlich nur ein Spitzname, eine Verniedlichung von meinem Nachnamen ‚Schelzke‘. Trotzdem habe ich schon die ein oder andere amüsante, mögliche Erklärungsgeschichte gehört. Davon, dass ich wohl früher viele Schellen verteilt habe, über, dass ich ein wohl ein Riesenfan von Sheldon ‚Shelly‘ Cooper sein müsse, bis hin zu der Annahme, dass meine Lieblingspuppe als Kind die ‚Shelly‘-Barbie war. Anscheinend eine Cousine oder kleine Schwester der eigentlichen Barbie. Natürlich stimmt nichts davon, aber unterhaltsam ist es.

Du machst das jetzt zum ersten mal für die Milla. Was fasziniert dich an dem Format des Song Slams?

An dem Format fasziniert mich am meisten, dass unbekannten oder unerfahrenen MusikerInnen eine tolle Bühne bereitet wird, auf der sie ihre ersten Songs vor einem relativ großen Publikum performen können. Durch die große Anzahl von Acts an einem Abend entsteht jedes Mal wieder ein interessanter Mix aus verschiedenen Genres und Charakteren auf der Bühne.

Als Zuschauer fand ich es immer spannend, nicht zu wissen, was da heute Abend auf mich zukommt und welche musikalischen Perlen ich vielleicht kennen lernen werde. Dieser Aspekt fällt als Moderator natürlich weg, da ich die Künstler ja vorher schon kenne, aber selbst dann weiß man ja nie, wie groß der Unterschied zwischen Studio-Aufnahme und Bühnen-Performance ist. Es bleibt also spannend und interessant! Außerdem schreibt der Song Slam schon immer seine eigenen Geschichten, die man vorher nicht absehen kann.

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In aller Kürze:

Was? Milla Song Slam

Wann? Weiter Termine sind der: 19.09 / 24.10. / 21.11. /19.12. / 16.01. / 20.02. / 20.03. / 17.04. / 15.05. (FINALE!)
Einlass ist um 19:00 Uhr, Beginn um 20:00 Uhr.

Wieviel? Karten kosten im VVK 8 Euro und an der Abendkasse 10 Euro

Bewerbungen an: songslam@milla-club.de

 

Beitragsbild: © Eva Katharina / Milla Club

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