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„bude“: Das neue DJS-Magazin über Stubenhocker, die die Welt verändern

15 Schüler*innen der Deutschen Journalistenschule haben das neue Magazin „bude“ auf die Beine gestellt.

Es geht um Sofa-Aktivisten und Zocker-WGs, Couchsurfer und virtuelle Mitbewohner. Am 12. Dezember wird endlich der Release gefeiert – und welche Location währe hier passender als das 404 Page not Found – unser aller Lieblingswohnzimmer mitten im Glockenbachviertel.

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Dem einen oder anderen kommt folgendes Szenario vielleicht bekannt vor: Martin erzählt dir, wie er nach einer durchzechten Nacht in Wien gelandet ist,  Sophie verklagt das P1 auf 10.000 Euro Schmerzensgeld, weil sie beim Tanzen von der Theke gefallen ist und Hannah hat Mick Jagger beim Einkaufen getroffen, der ihr prompt ihr Plektron signierte.

Stories, die du dir nach dem Wochenende anhören darfst. Im Anschluss bekommst du zu verstehen, warum du Stubenhocker mehr mit einem Einsiedler gemein hast als mit einem 22 Jährigen.

Warum Abenteuer nicht nur draußen stattfinden, wieso das Wort „Stubenhocker“ eigentlich positiv besetzt werden sollte und wie das Zuhause von Karl May – ein Mann, der eine Fachsprache eigens für den Wilden Westen erfunden hat, obwohl er selbst nie da gewesen ist –  ausschaut, erfahrt ihr im Heft.

 

Die beiden Chefredakteure Laura Krzikalla und Robin Wille zu ihrem neuen Blatt:

Wer steckt hinter dem Magazin „bude“?

Wir sind 15 Journalistinnen und Journalisten und machen gerade unsere Redakteursausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München. Wir kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und haben ganz unterschiedliche Interessen, das macht die gemeinsame Arbeit so spannend. Was uns eint, ist dass wir richtig Bock auf guten Journalismus haben. „bude“ ist unser Abschlussmagazin, das wir gemeinsam am Ende unserer Print-Ausbildung produziert haben.

Wie kam es zu der Heftidee?

In Zeitschriftenregalen erzählen uns etliche Outdoor-Magazine, was für Abenteuer man draußen erleben kann. Wenn’s ums Drinnen geht, gibt es entweder langweilige Wohlfühl-Magazine oder Einrichtungshefte. Drinnen passiert aber mindestens genau so viel wie draußen. Mit „bude“ wollten wir diese Lücke schließen und ein Heft für Stubenhocker herausgeben.

Denkt ihr nicht, dass das Wort Stubenhocker negativ konnotiert ist?

Doch, total – genau deshalb haben wir den Begriff ja benutzt, wir wollten den Stubenhocker endlich positiv besetzen. Viele Menschen sind gerne bei sich zu Hause, das heißt aber nicht, dass das Langweiler sind. Im Gegenteil: sie sind kreativ, engagieren sich, laden Freunde zu sich ein. Wir verbringen so viel Zeit in den eigenen vier Wänden, da wäre es doch schade, wenn die Geschichten von dort nicht erzählt werden.

Was findet man in Eurem Heft?

Geschichten vom Drinnen. Wir waren zum Beispiel in deutschen Wohnzimmern und haben dort mit Menschen gesprochen, die die Welt zu sich holen und mit solchen, die sie lieber aussperren. Wir haben eine Zocker-WG besucht und das Zuhause von Karl May, der von dort aus Geschichten über den Wilden Westen schrieb, ohne jemals dort gewesen zu sein. Wir sind der Frage nachgegangen, wie Künstliche Intelligenz das Zuhause verändert und warum der Arbeitsplatz immer bequemer wird.

Wo findet man euch überall?

Gerade werkeln wir schon an unserem nächsten Projekt, einem Podcast. Davor waren wir alle im Praktikum, da waren wir bei ganz unterschiedlichen Medien. Hier in München waren unsere Kolleginnen und Kollegen bei der Süddeutschen Zeitung im Lokalen und Sport. Andere waren in Berlin bei Vice, Krautreporter oder dem Tagesspiegel, in Leipzig bei der Zeit im Osten oder in Regensburg bei der Mittelbayerischen.

 

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Das Heft über „Wohnen trotz München“

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