Leben

Die warten auf Ladung

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In einem Lastenrad transportiert man Einkäufe, Getränkekästen und Umzugskartons schnell, einfach und flexibel durch die Stadt. Und auch Kinder freuen sich, so durch die Stadt kutschiert zu werden. Vor einem Jahr hat der Kölner Verein wielebenwir mit „KASIMIR – Dein Lastenrad“ (www.kasimir-lastenrad.de) ein Schnupperangebot dafür geschaffen. KASIMIR kann als sogenanntes freies Gemeingut kostenlos von jeder und jedem ausgeliehen werden.

Die Bilanz der Kölner nach einem Jahr ist sehr erfreulich, denn das Lastenrad ist stets auf Tage im Voraus ausgebucht. Und das Projekt hat Impulse gegeben: Es ist zum Vorbild für ähnliche Projekte geworden. Mit „Daniel – Dein Lastenrad für München“ (www.lastenrad-muenchen.de) hat KASIMIR einen Bruder in Bayern bekommen.

In München hat dieses Projekt der Allgemeine Deutsche Fahhrad-Club (ADFC) ins Rollen gebracht. Dank zahlreicher Geldspenden und dem Sponsoring der Firme Radlbauer steht „daniel“ ab 2. Juni nun allen Münchnerinnen und Münchnernn zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung.

Der Kölner Verein wielebenwir mit dem Projekt „KASIMIR – Dein Lastenrad“ und der ADFC München mit dem Projekt „Daniel – Dein Lastenrad für München“ rufen weitere Städte auf, diese Idee aufzugreifen und das Konzept eines freien Lastenrads vor Ort umzusetzen.

Und so funktioniert „Dein-Lastenrad“:
Zentraler Bestandteil des Konzepts ist ein eigens entwickeltes Buchungssystem, über dass sich das Lastenrad online reservieren lässt. Die Ausleihe führen dann immer wieder wechselnde Stationen durch, meist Cafés, kleine Läden und Stadtteilbüros. Erst so lässt sich die Ausleihe ehrenamtlich umsetzen.

Ausleihwilligen gewährt das Buchungssystem immer aktuell Einblick, wo sich die Ausleihstation in der gewünschten Woche befindet und ob der eigene Wunschtermin noch frei ist. Nach der notwendigen Registrierung mit seinem Namen bucht der Interessierte das Lastenrad ganz einfach online. Per E-Mail erhält der Ausleihende einen Buchungscode und die Nutzungsbedingungen. Mit Buchungscode und Personalausweis geht er dann einfach zur Ausleihstation, erledigt dort kurz die Formalitäten und erhält den Schlüssel und auch eine kleine Einweisung. Schon kann‘s losgehen. Der Verleih ist kostenfrei; die örtlichen Initiatoren freuen sich allerdings über eine Spende, um die laufenden Kosten für Wartung und Versicherung des Lastenrades decken zu können. Der Rest ist ehrenamtliche Arbeit und Vertrauen in die Ausleihenden und in die Stationen. Die Initiatoren wurden bisher nicht enttäuscht, denn die meisten Menschen, die die Lastenräder ausleihen, behandeln es pfleglich, denken ans Abschließen, achten auf den Schlüssel und bringen es heil zurück.

Alle, die ein solches Projekt selbst auf die Beine stellen wollen, schauen am Besten mal auf der Seite www.dein-lastenrad.de vorbei.

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