Live

Einer von den Großen

Laura Stecher
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Richard Hawley

Richard Hawley führt uns mit seiner Musik in eine andere Zeit und lässt Stimmungen entstehen wie kaum ein anderer Musiker. Der dunkle Klang seiner Stimme hat etwas von Jonny Cash, aber sein Stil ist anders. Ruhig. Melodiös.
Zumindest in seinen älteren Alben:
Das Bild einer Brücke im Laternenschein entsteht im Kopf. Es ist Sommer und warm. Vielleicht die Seine in Paris. Und dann erinnert „The Ocean“ an „La Mer“ von Charlet Trenet.
Man betritt eine Bar aus einer anderen Zeit. Menschen tanzen zur Musik. Klaviergeklimper. Die Szenerie ist in warme Farben gebettet. Glänzende Augen. Auf einmal stürmen Menschen auf die Straße und tanzen durch die Sommernacht. Einfach so. Denn „Tonight, the Streets are ours“. Dieser Song diente übrigens als Musik für den Film „Exit Through the Gift Shop“ des britischen Street Art-Künstlers Banksy.
Die Stimmung im neuesten Album ist trauriger und düsterer. Weniger Streicher mehr verzehrte, hallende Töne. Der Sound von „Standing At The Sky`s Edge“ erinnert an The Doors. Passend zur Musik handeln die Texte auf seinem letzten Album von dunklen Themen wie Bandenkriegen zwischen illegalen Glücksspielringen im Sheffielder Stadtviertel Sky Edge.

Richard Hawley stammt aus einer Familie voll von guten Gitarristen und Sängern. Er wurde in die Musik hineingeboren. Vor seiner Solokarriere spielte er in den Bands Treebound Story, Lovebirds und Longpigs. Zudem arbeitete er mit Musikgrößen wie Pulp, Nancy Sinatra, Hank Marvin von den Shadows, Lisa Marie Presley, den Artic Monkeys, Robbie Williams und Elbow zusammen. Die dadurch gewonnene musikalische Erfahrung hört man auch seinen sechs Soloalben an.

Richard Hawley spielt am 17. Oktober im Feierwerk. Einlass ist um 19.30 Uhr und die Karten kosten 25,20 €. Als Support kommen Smoke Fairies.

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