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Eisige Schönheiten

Juliane Becker

Im Münchner Stadtmuseum gibt es ab heute die atemberaubenden Kunstwerke des Fotografen Stefan Hunstein zu bewundern, der auf seinem Weg durch Grönland die Welt des Eises mit der Linse eingefangen hat.

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Bei der täglichen Flut von Selfies, Bildern von Katzen, Essen und Partyfotos, die uns im Internet entgegenschlägt, gerät die simple Schönheit der Natur oft in Vergessenheit. Umso wohltuender ist der Anblick der Eislandschaften, wie sie uns Stefan Hunstein bei seiner Ausstellung „Im Eis“ präsentiert. Vor zwei Jahren unternahm er eine Reise nach Grönland, eigentlich gar nicht mit der Intention, Fotos zu schießen. „Ich bin wie in einem Rausch durch diese Landschaft gefahren“, sagt er, und hielt sie in 29 berührenden, bedrohlichen und beglückenden Fotografien fest. Dabei möchte der Künstler keineswegs den Finger erheben und uns die Auswirkungen des Klimawandels vor Augen halten, sondern „die archaische, sich stetig verändernde Architektur und Dynamik dieser von Menschen weitgehend unberührten Welt darstellen“.

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Um seine Werke noch plastischer darstellen zu können, entwickelte er eigenständig eine neue Technik: den UV-direct print. Dabei werden die Fotografien direkt auf präpariertes Glas gedruckt und erhalten so eine Art 3D-Effekt, der ein völlig neues Verhältnis zwischen Betrachter und Kunstwerk erzeugt.

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Für Fotoliebhaber, Naturbegeisterte, Eisaffine und Hunstein-Fans zeigt das Münchner Stadtmuseum Ausstellung bis 15.06. noch. Zum Verkauf stehen die eisigen Schönheiten natürlich auch. Wie wäre es denn mit einem Unikat an der eigenen Wohnzimmerwand?

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

Fotografien © Stefan Hunstein

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