Gute Sache, Leben

eleza.org – das Wikipedia für Problemlösungen?

Anika Landsteiner

Autorin und Bloggerin. Man kann mich locken mit Rotwein, Jazz und die drei ???, am liebsten bin ich jedoch barfuß am Strand, irgendwo in fernen Ländern und mit einem Buch in der Hand.
www.anidenkt.de
Anika Landsteiner

Es geht um einen Refugees-Hackathon. Was das bedeutet? 20 Studenten der LMU und TU kommen fünf Tage lang zusammen, um gemeinsam eleza.org zu entwickeln – ein Social Startup, welches die Problematiken der Flüchtlingssituation lösen soll. Wir finden das unglaublich spannend und lassen Autorin Juli ihr Projekt vorstellen:


Was wir machen
Wir bauen eine Plattform, auf der wir Lösungen zu den wichtigsten Problemen auf der Welt zusammentragen wollen – insbesondere die aktuelle Flüchtlingskrise in Europa. Ähnlich wie bei Wikipedia kann jeder Einzelne dazu beitragen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. In nur fünf Tagen bauen wir ein gemeinnütziges Start-up auf – 20 Studenten, mit voller Kraft – und werden die Plattform schon diesen Freitag um 18 Uhr launchen. Unterstützt werden wir dabei von Lin Kayser, Entrepreneur und Gründer der Stiftung Kayser Forum for Sustainability.

Day2-4

Wie sind wir auf die Lösungs-Plattform Eleza gekommen?
Die Idee für die Lösungs-Plattform kommt daher, dass die meisten Hilfsorganisationen keine Zeit haben, Unmengen von E-Mails von Hilfswilligen zu beantworten, und nur wenige ihre eigenen “Häufig gestellte Fragen” zusammen schreiben. Das wollen wir durch das Zusammentragen solcher Frage-Antworten als “Lösungen” beseitigen. Andererseits haben auch Flüchtlinge oft Fragen, beispielsweise “wie bekomme ich eine Sim-Karte?”, die sie aktuell quer über ihre Facebook-Gruppen verteilt recherchieren.
Im zweiten Schritt soll die multilinguale Crowdsourcing-Plattform auch Lösungen zu anderen Problemen bieten, was wir – ähnlich wie Wikipedia – durch kollektive Intelligenz und Machine Learning angehen möchten.


Und wer steckt hinter dieser Idee? 20 Studenten unterschiedlicher Studiengänge, die allesamt das Zusatzstudium in Technology Management am  Center for Digital Technology and Management (CDTM) absolvieren. Das Projekt ist komplett freiwillig und eine solche Herzensangelegenheit, dass die erste Woche Uni getrost verpasst werden darf. Gearbeitet wird übrigens in 4er Teams – Programmierung, Branding, Plattform-Inhalt und Strategie – angelehnt an übliche Startup-Strukturen. Außerdem wird die Gruppe von zwei Doktoranden unterstützt.

 

In aller Kürze:

Fünftägiger Hackathon mit 20 Studenten der LMU und TU München.

WO: CDTM (Center for Digital Technology and Management, LMU & TUM)
          Marsstr. 20-22, 6. Stock

WANN: Freitag, 16. Oktober, 18h: Friends&Press-Presentation, hier geht’s zum Facebook-Event.

Fotocredits: Takver (flickr) via CC2.0-Lizenz (1), eleza.org (2)

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