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Erzählung. Eine interaktive Ausstellung des Künstlerduos Portmanteau zum Thema Wasserkreislauf

Platform

Anlässlich der Aktionstage „Visionen für die Herzog-Wilhelm-Straße“ zeigt das Künstlerduo „Portmanteau“ vom 8.-22. Oktober 2020 die Installation „Erzählung“. Im Foyer des Referats für Arbeit und Wirtschaft in der Herzog-Wilhelm-Straße 15 fordern Christian Heiß und Gerald Schrank die Besucherinnen auf, von außen mit der wassertransportierenden Anlage zu interagieren. Sie beziehen sich auf den verborgenen Westlichen Stadtgrabenbach, dessen Offenlegung ein Thema der Aktionstage ist.

Kunst aus der Maschine

Auf den ersten Blick wirkt die ortspezifische Installation wie ein optisch beeindruckendes Sinnbild des Stadtgrabenbachs, der unterirdisch vor dem Ausstellungsraum verläuft: Eine Maschine pumpt Wasser von einem Gefäß in das nächste. Das Wasser fließt ab und setzt eine Maschine in Bewegung. Der Kreislauf schließt sich. Auf den zweiten Blick verleitet eine Reihe von Hinweisen die Betrachterinnen dazu, sich tiefer auf den Wasserkreislauf einzulassen: Der Ausstellungstitel „Erzählung“, ein zentral platzierter Wasserzähler und die schriftliche Aufforderung, über einen Lichtsensor mit der Installation zu interagieren. Dadurch wird die Installation zur interaktiven Projektionsfläche und reflektiert die persönlichen Erfahrungen der Besucherinnen. Sie erzählt nicht, sie lässt erzählen.

Klang – Performance – Skulptur

Die Münchner Künstler Christian Heiß (geb. 1976 in Weilheim) und Gerald Schrank (geb. 1969 in Murnau) arbeiten seit 2001 als Duo „Portmanteau“ spartenübergreifend an der Schnittstelle zwischen Klang, Performance und Skulptur. Der vielschichtige Arbeitsprozess der Künstler resultiert in interaktiven, kinetischen Installationen, die unter anderem im Deutschen Museum und der Schauburg München zu sehen waren. Als Erlebnisräume präsentieren die Arbeiten eine Vielfalt von Anreizen, die den Betrachterinnen ermöglichen, ihre eigenen Erlebnishorizonte zu erweitern. Gemeinsam betreiben die Künstler ein Tonstudio und sind als Musiker aktuell in den Bands Lali Puna und Keglmaier aktiv.

„Eine gute Geschichte hat einen Kern, den man verstehen muss, aber alles andere sind zusätzliche Dinge, die schön sind, wenn man sie wahrnimmt. Wenn zu klar ist, was erzählt wird, finde ich es meistens langweilig“, sagt Christian Heiß.

Visionen für die Herzog-Wilhelms-Straße

Die Ausstellung „Erzählung“ ist das Resultat einer öffentlichen Ausschreibung der PLATFORM anlässlich der Aktionstage „Visionen für die Herzog-Wilhelms-Straße“. Ausgewählt von einer Jury unter der Kuration von Adam Langer erhält Portmanteau den Freiraum, ihr Konzept zu verwirklichen.

Mehr zu „Erzählung“ ist am 9. Oktober um 17 Uhr zu erfahren, dann laden Portmanteau am Referat für Arbeit und Wirtschaft, Herzog-Wilhelm-Str. 15 zum Künstlergespräch ein.

Am ersten Wochenende von „Erzählung“ findet im Herzog-Wilhelm-Park außerdem die von PLATFORM kuratierte Gruppenausstellung „Die Wüste Lebt“ statt. Über die Aktionstage „Visionen für die Herzog-Wilhelms-Straße“: Um die Aufenthaltsqualität der Münchner Herzog-Wilhelm-Straße vielfältiger zu machen, gibt es zahlreiche Ideen. Diese werden am
Wochenende 8.-10.10.2020 in Diskussionen, Führungen, Ausstellungen und Probegestaltungen vorgestellt. Die Aktionstage sind ein gemeinsames Projekt von BayernForum der Friedrich Ebert Stiftung, Bezirksausschuss 1, CityPartner München e.V., Evangelische Stadtakademie München, Green City e.V., Kulturreferat, Referat für Arbeit und Wirtschaft und PLATFORM.

Weitere Informationen unter:
https://www.greencity.de/event/visionen-fuer-die-herzog-wilhelm-strasse/


Beitragsbild: © Portmanteau

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