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Kunstbegegnungen an ungewöhnlichen Orten

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Mit der Ausstellung in ihrer eigenen Wohnung im Münchner Süden startet Katharina Mayer am 23. April 2021 das Projekt „c/o ART“. Die Idee dahinter ist, dem Publikum neue lokale Formen der Kunstbegegnung zu erschließen und bildenden Künstlerinnen und Künstlern neue Ausstellungsmöglichkeiten zu eröffnen. Vier Wochen lang zeigen Anna Maria Pascó Boltà, Fumie Ogura und Xuan Wang in vier Räumen des Altbaus ausgewählte Malereien, Skulpturen, Video und Installationen.

Malereien, Skulpturen, Video und Installationen im Altbau

Die angehende Kulturmanagerin und Kuratorin Katharina Mayer ist überzeugt, dass viele Münchner*innen gerne ihre Wohnzimmer, Dachterrassen, Kellergewölbe, Garten oder andere Flächen temporär zur Verfügung stellen und damit einen aktiven Beitrag zum kreativen Geschehen in München leisten wollen. „Zeitmangel, fehlende Reichweite oder Erfahrung sollen für Kunstinteressierte kein Hindernis sein, hiesige Künstler und Künstlerinnen durch Räume zu unterstützen“, sagt sie. „Ich stehe bereit, um gemeinsam auf die Lokalität abgestimmte Ausstellungsformate zu entwickeln.“

Kunst- und Kulturbegeisterte können sich auf www.care-of-art.com für den Ausstellungsbesuch anmelden und erhalten daraufhin eine Bestätigungs-Mail mit der genauen Adresse. So sind die Corona-bedingten Hygienerichtlinien am besten einzuhalten und trotzdem möglichst viele Besucher zugelassen. Auch potenzielle Flächenmäzene können hier Kontakt zur Kuratorin aufnehmen.

Zu den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern:

Anna Maria Pascó Boltà: Modelle für eine Beseelung, 2019, Keramik, 25 x 30 cm, VG-Bildkunst, Bonn, 2021, Foto: Manuel Nieberle

Anna Maria Pascó Boltà arbeitet interdisziplinär mit Medien wie Video, Skulptur, Fotografie, Installationen oder interaktiven Arbeiten. In ihrem konzeptuellen Arbeitsansatz verknüpft die Künstlerin Kunsttheorie, Popkultur und Wissenschaft.

Fumie Ogura: Becher und Seil, 2020, Beton und Seil, 55 x 10 x 20 cm, Foto: Manuel Nieberle

Fumie Oguras multimediale Arbeit umfasst Plastiken, Installationen und Fotografien. In ihrem künstlerischen Werk arbeitet Ogura mit der Dekontextualisierung von Objekten und Materialien. Sie beschäftigt sich mit der Entfremdung natürlicher Rohstoffe und dem Bezugsverlust zum Ursprungsmaterial, ausgelöst durch menschliche Industrialisierung und Technologisierung.

Xuan Wang: Ohne Titel, 2018, Pigment auf Papier, 40 x 30 cm, Foto: Manuel Nieberle

Xuan Wang schafft in seiner Arbeit einen ironischen Zusammenprall epochenübergreifender und auf den ersten Blick sinnwidriger Bildinhalte und Texturen. Ausgeführt in einer akkuraten Maltechnik, erzeugt Xuan Wang surrealistische Bildarrangements, die Gegenstände der europäischen und chinesischen Kunstgeschichte mit phantasievollen Konstrukten aus Tier, Mensch und Objekt vereinen.

Zu Katharina Mayer:

Katharina Mayer absolviert derzeit ein Volontariat bei der PLATFORM München, das sie für kulturelle Arbeitsfelder qualifiziert. Die vom Referat für Arbeit und Wirtschaft getragene Institution fördert die Projektidee von c/o ART.

Beitragsbild: © Xuan Wang: Ohne Titel, 2014, Fotografie, Pigment auf Papier, 120 x 84 cm, Foto: Manuel Nieberle

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