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Experience Days Superbloom 2026 – Spätsommerblüte im Olympiapark
Zum ersten Mal in seiner fünfjährigen Geschichte präsentiert sich Münchens größtes Open-Air Festival im reduzierten Rahmen. Mit den Experience Days klang am Wochenende der August aus, zurück bleiben gemischte Eindrücke.
Strahlende Sonne über dem Olympiasee, kurze Wege und entspanne Spätsommerstimmung im Park. In seiner neuen Form läutete das Superbloom zum fünften Mal in München das Ende der Festivalsaison ein – sowohl für den Balladensänger Tom Odell, als auch für Pop-Diva Zara Larsson waren es die letzten europäischen Shows des Jahres. Doch wie Larsson mit der Unterstützung von tausenden Fans in ihrem Hit Midnight Sun erinnerte: Summer isn’t over yet, und das Superbloom wurde – zumindest am Sonntag – nochmal zu einer ordentlichen Sommerparty.

©photobymari – gute Stimmung im Grünen bei der NeoNeo-Stage
Während das Wetter an beiden Wochenendtagen mit strahlendem Sonnenschein die perfekte Kulisse parat hatte, war von Samstag auf Sonntag ein deutlicher Unterschied im Publikumszulauf spürbar: trotz Stars der deutschen Indie- und Rapszene wie Kasi und Antonius, Berq und Zartmann, füllte sich der Hans-Vogel Platz, der das Olympiastadion Standort der Hauptbühne ersetzte, erst beim finalen Akt SDP so richtig.
Passend zur eher entspannten Atmosphäre des ersten Festival-Tages hielt aber die kleinere NeoNeo-Bühne überraschende Entdeckungen, wie auch größere Stars und mit die beste Stimmung bereit: ob gutgelaunter Austropop mit Laurenz Nikolaus, die spaßigsten Moshpits des Tages bei Ritter Lean oder ein ausflippendes Publikum beim Eminem der Generation Z, BBno$ – am Fuße des Olympiabergs und direkt am Wasser entstanden die teils schönsten Momente des ersten Festivaltages.

©pau.schu – US Rapper BBno$ begeisterte das Publikum auf der NeoNeo-Stage und verschenkte ein signiertes Kochbuch
Ein Sonntag voller Publikumsmagneten
Spätestens mit dem Auftritt von Rapperin Ikkimel als Publikumsmagneten auf der Bloom Stage startete der Sonntag mit einem spürbar größeren Publikum und einem randvollen Hauptplatz in den Nachmittag. Auch die Stimmung war gleich wilder als am vergleichsweise ruhigen Samstag, als Ikkimel gleich zwei Fans für skurrile Performances auf die Bühne holte: die eine landete mit falschem Schwangerschaftsbauch auf der Entbindungsliege, der andere mit Hundemaske im Käfig. Dagegen ein Kulturschock – und nicht weniger gut besucht – war die Performance des Briten Tom Odell, der trotz eher minimaler Inszenierung am Klavier hier und da einen Touch Elton John anklingen ließ. Farbenfroh wurde es dann wieder mit Zara Larsson, die in tropischer Kulisse mit neonfarbenen Heels, mindestens einer Tonne Bodyglitter und einem pinken Papp-Porsche einen ausgelassenen Malibu Barbie Fiebertraum auf die Bloom Stage brachte. Als großes Finale rundete die Show des DJ Kygo den Abend mit einer riesigen Party und einer Lasershow ab, die bis hoch auf den Olympiaturm strahlte.

©LukeBPhotographyKassel – Mit Zara Larsson kam Sommerstimmung auf
Abseits der großen Bühnen: Sponsoren-Merch und Relaxen mit Seeblick
Ganz nach dem Motto „ It’s more than a Festival“ gab es auch dieses Jahr neben dem musikalischen Programm eine Reihe an Erlebniswelten und informativen Angeboten auf dem ganzen Gelände. Doch während die akrobatischen Acts, Stelzenläufer und riesige Seifenblasen auf dem Olympiasee für eine verzauberte Atmosphäre sorgten, blieben die Experience Areas Superbrain und Your Planet vergleichsweise wenig besucht. Überstrahlt wurden sie vom Aperol Island of Joy im Amphitheater, das mit seinem grellen Orange die durstigen Massen lockte und mit logo-bedruckten Hüten, Taschen und Jutebeuteln wieder ausschwärmen ließ. Der Durst nach Entspannung konnte sogar auch bei der kleinsten der drei Bühnengestillt werden: The Hideaway zog mit kleineren Indie Acts und der Comedy Show von Theresa Reichl ein kleineres, ruhigeres Publikum zu entspannten Spätsommer-vibes an – sogar mit Seeblick!

©pau.schu – Sängerin Dani Lia spielt in entspannter Atmosphäre auf der versteckten Hideaway-Bühne
Schon müde, München?
War es fast schon zu viel der entspannten Stimmung? Nach einem Samstag, der in Sachen Publikumszulauf unter den Absagen der ursprünglich geplanten Acts Ayliva und Paul Kalkbrenner gelitten hat, und an dem die Frage aufkam, ob die echte Festival-Stimmung im kleinen Rahmen überleben kann. Während sich am Sonntag gezeigt hat, dass die entspanntere Park-Stimmung des neuen Superbloom durchaus mit einer ausgelassenen Partystimmung vereinbar ist, bleibt zu sehen, wie das Festival sich in den nächsten Jahren neu erfinden und definieren wird – schließlich sind die Bauarbeiten im Olympiastadion noch bis mindestens 2029 geplant.
Titel-Foto: @spndlr.media
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