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For Art Lovers: Berlin and Vienna goes Parisbar

Carolin Dithenhof

Münchner Kindl wieder zurück in der Heimat. Liebe zum Wiener Schmäh und Kaffeehäusern mit ausgelegten Zeitungen. Marillenknödel for life.
Carolin Dithenhof

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“ wusste schon Pablo Picasso zu behaupten und sicher auch den Family-Overload der vergangenen Feiertage. Vier Münchner Jungs, die mittlerweile in Wien und Berlin leben, nehmen sich diese Winterferien wieder zum Anlass ihre Jahreswerke auszustellen.

Sie zeigen, ein Kunststudium kann, muss aber nicht sein, um die eigene Kreativität und persönliche Leidenschaft in progressive Kunstarbeit zu stecken und damit immer wieder Ausstellungen auf die Beine zu stellen. Was vor einem Jahr schon im CoMA stattfand, wird dieses Jahr mit neuen Werken in der Parisbar zu sehen sein. Von großformatiger abstrakter Malerei über digitale figurative Zeichnungen bis hin zu brasilianischer Street Photography laden die vier Münchner Maxime Rapp, Ruben Stadler, Tobias Schöpf und Sebastian Zitzmann am heutigen Freitag, den 28. Dezember ab 19 Uhr, in das kleine Separee der Parisbar zur Vernissage ihrer Ausstellung Exhibition | R Stadler, T Schöpf, M Rapp, S Zitzmann ein.

Provisorisch ist die Parisbar glücklicherweise nicht

Ort des Geschehens ist übrigens jene Bar, die nun den Namen Parisbar oder P. Bar trägt und damit der Nachfolger der einstigen Zwischennutzung Provisorium ist. Was in der Lindwurmstraße einmal eine provisorische Bar für ein paar Monate sein sollte, wurde zu einer Institution und blieb um einige Jahre länger als angenommen. Jedoch war irgendwann auch dort wirklich Schluss und nun hat das Provisorium mit gleichem Charme aber fester Bleibe seine Türen in der Nähe des Pariser Platz in Haidhausen geöffnet.

Der Name ist übrigens nicht nur eine Hommage an den gleichnamigen Platz und das dortige Franzosenviertel, sondern auch an vergangene Jahre, als die Parisbar in der Gravelottestraße beim Ostbahnhof eher eine Spelunke war und eher mit günstigen Essen und Bier auftrumpfte, als mit lässigen Leuten, zusammengewürfelten Mobiliar, großer Weinkarte und wechselnden Ausstellungen.

Drinks und Kunst aus München

Wer das neue alte Provisorium also noch nicht kennt und Lust auf Drinks und Kunst hat, findet dort sicherlich sein passendes Abendprogramm. Du kannst hier trinken, Billard spielen, um 2 Uhr nachts ein Gulasch essen und ähnlich wie im Salon Irkutsk eben wechselnde Kunst bestaunen. Mitbegründer des Provisorium und des Salon Irkutsks Wanja Belaga ist nämlich selbst nicht nur Gastronom, sondern ebenfalls Künstler, Autor und sogar Pianist.

Irgendwie ist auch in der Parisbar alles ein bisschen anders, eher bunt mit viel Holz, als weiß und puristisch sachlich, wie man es von einer Ausstellungsfläche erwarten würde. Aber das macht nichts, denn so ist es eben mal ungewohnt anders – cool, aber dieses unaufgeregte cool.


In aller Kürze: 

Was? Exhibition | R Stadler, T Schöpf, M Rapp, S Zitzmann feat. OЛE

Wo? Gravelottestraße 7, 81667 München

Wann? 28. Dezember ab 19 Uhr


Beitragsbild: Sebastian Zitzmann

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