15 Dez

Heidi Specker in der Pinakothek der Moderne: Die 20er Jahre neu aufgelegt

Jana Lapper

Stadtmensch vom Land. Sieht gerne das Gute im Menschen. Leidenschaftliche Zuhörerin. Und, oh oh, Feministin.
Jana Lapper

Die Werke der Berliner Künstlerin und Fotografin Heidi Specker sind bemerkenswert. Mit ihrer subtilen Bildsprache erzählt sie Geschichten, die man erst auf den zweiten Blick erkennt. Auch in ihrem aktuellen Projekt zeigt sich das: Unter dem Titel »Re-prise« aktualisiert sie die Inhalte und Motive von »Ci-Contre«, einem Buchentwurf von Maler und Fotograf Moï Ver (1904–1995). Dort skizzierte der Künstler mit vielschichtigen Bildmontagen und dialogischen Gegenüberstellungen das Alltagsleben der späten 1920er Jahre. 

»Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter. Diese Linearität reichte nicht mehr aus, um den aus den Fugen geratenen Alltag der 1920er Jahre zu fassen« kommentiert Heidi Specker den Buchentwurf Moï Vers. Und so tobte sich die Künstlerin auf ihre Art und Weise aus. Was bleibt, ist aber das gemeinsame Interesse an Oberflächen und Strukturen. Das Ergebnis kann man unter dem Titel »Re-prise« als aktuelle Ausstellung in der Pinakothek der Moderne oder in Form eines Künstlerbuchs sehen.

 

Infos in aller Kürze:

Was? Heidi Specker. Re-prise
Wann? bis 6. März 2016
Wo? Pinakothek der Moderne, Saal 16

Fotocredits: Heidi Specker / VG Bild-Kunst Bonn, 2015; aus: Re-prise, 2015

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