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Historisches München

David Kreisl

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Die Fotoausstellung mit historischen Aufnahmen von Herbert Wendling macht deutlich, wie rasant sich die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Die Arbeiten regen an, sich zu erinnern, Entwicklungen und Veränderungen zu entdecken und zu verstehen. Die Ausstellung läuft bis zum 19. November, die Vernissage findet am 10. November in der „Kunstbehandlung“ statt.

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Wahlverwandtschaften gibt es auch in der Münchner Museums- und Galerien-Szene. Man ist sich gewogen, empfindet eher Schnittmengen als Konkurrenz und tauscht sich aus. So auch das Valentin-Karlstadt-Musäum, die Kunstbehandlung und die edition.grabsdorf. Das ist der technische Hintergrund dieser Ausstellung.

Gerhard Grabsdorf hat in den letzten Jahren den fotografischen Nachlass seines Großvaters Herbert Wendling geborgen und ans Tageslicht gebracht, gesichtet, katalogisiert, großteils digitalisiert und zur weiteren Nutzung aufbereitet.

Viele Arbeiten Wendlings sind aus ungewöhnlichen Perspektiven fotografiert – z. B. aus dem Glockenspiel im Rathausturm – um durch den so gewählten Ausschnitt eine starke Wirkung zu erzeugen. Die Originale sind nach ihrer Digitalisierung nur geringfügig nach-bearbeitet, um die Authentizität der Bilder zu erhalten. Im Kontrast dazu werden die Werke in moderner Forex- oder AluDiBond-Präsentation in unterschiedlichen Formaten gezeigt und sind natürlich käuflich zu erwerben.

Der Editions-Kalender „München 2012“ im Format A3 enthält außergewöhnliche München-Motive aus der Vor- und Nachkriegszeit fotografiert von Herbert Wendling.

Herbert Wendling (1902-1970), geboren in Weinheim, lebte von seinem zwölften Lebensjahr bis zu seinem Tod in München. Er ging der Fotografie nicht nur beruflich sondern auch privat nach. So hat er das Haus praktisch nie ohne Kamera(s) und Stativ verlassen.

Er arbeitete als festangestellter und freier Fotograf. Zu seinen Auftraggebern gehörten u. a. BMW und Hurth. Nach dem Krieg (ab September 1946) war er für das Bayerische Staatsministerium als Fotograf im Rahmen der Kennkartenaktion tätig und bereiste zur Anfertigung von Lichtbildern in viele bayerische Gemeinden. Als einer der ersten benutzte er die Farbfotografie zur Portraitierung von Schul-klassen. Er benutzte verschiedenste Kameramodelle (z.B. Rolleiflex, Linhof Stereo-Kamera, Leica u. a.), die er teilweise selbst modifizierte.

Zeit seines Lebens war die Stadt und Straße eine seiner Vorlieben. Er wanderte tagelang durch die Viertel Münchens und fotografierte die Orte und das sich dort abspielende Leben. Dabei entstanden u. a. außer-gewöhnliche Fotoserien über München in der Vor- und Nachkriegszeit bis Ende der sechziger Jahre.

Vernissage
Fr. 10.11.2011 | ab 20.00
Ausstellungsdauer
bis 19.11.2011
Kurator
Gerhard Grabsdorf | edition.grabsdorf
Veranstaltungsort
Kunstbehandlung
Müllerstraße 40, 80469 München
Tel: 089 2605399

www.kunstbehandlung.de
Öffnungszeiten
Mo., Di., Do., Fr.: 12.00 – 14.00 | 16.00 – 20.00
Sa.: 11.00 – 20.00

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