Kultur

…im nam nam

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In Münchner Gaststätten, Clubs, Kneipen gibt`s viele Gegenstände, die, könnten sie es, viel zu erzählen hätten. Einige dieser Dinger wollen wir vorstellen. Folge 2: Das Ding im „nam nam“.Tuk-Tuk-1-web

Neben ausgezeichnetem Essen hat der Thailänder „nam nam“ (Theresienstraße 40) zwei Highlights zu bieten. Eines vor dem Restaurant und das Zweite zwischen Bar, den langen Gästetischen und dem Eingang. Beim ersten Schritt durch die Tür steht man vor Tuk Tuk Nummer eins. Ein circa drei Meter langes, silbernes Gefährt auf drei Rädern, das mehr Ähnlichkeit mit einem Moped hat als mit einem Auto. Die Vorderlichter stehen heraus, einen Beifahrersitz gibt es nicht. Genauso wenig wie Türen.

In Thailand werden Tuk Tuks meist als Taxis eingesetzt, nur dass der Fahrer nicht in die Pedale treten muss wie ein indischer Rikscha-Fahrer. Das Tuk Tuk ist motorisiert und benannt nach dem tuckernden Geräusch, das es von sich gibt, während es sich den schnellsten Weg durch die verstauten Straßen Bangkoks bahnt.

Zugelassen ist dieses „nam nam“ Tuk Tuk auf deutschen Straßen nicht. Dafür ist es seit fast drei Jahren ein besonderer Clou für Kinder. „Wir stellen einfach einen kleinen Tisch zwischen die Sitzbänke“, erzählt Lokalchef Taoman Sivri. „Und sie haben ihren Spaß“. Dann können auf der überdachten Ladefläche bis zu sechs Racker Platz nehmen. Die Eltern genießen derweil in Ruhe ihr Essen, denn wegfahren wird mit dem Dreirad keiner – es hat nur einen Micky-Maus-Schalthebel.

Herr Sivris ganzer Stolz steht aber vor der Tür, geparkt hinter einem großen Geländewagen. Tuk Tuk Nummer zwei, Baujahr 1996. Das rot-gelbe Geschoss wirkt wie eine tiefer gelegte Version des ersten Tuk Tuks und ist für den öffentlichen Verkehr in Deutschland sogar zugelassen. „Früher wurden damit die Gäste in näherer Umgebung abgeholt“, so der Chef, „aber leider ist es mittlerweile verboten, das Tuk Tuk als Personentransportmittel einzusetzen“. Drei Leute haben darin Platz.Tuk-Tuk-2-web

Heute wird es aber nur noch für private und gewerbliche Zwecke genutzt. Ein großes Werbetafel hängt an der Rückseite. So weiß jeder, wo das Tuk Tuk in München zu finden ist. Es ist definitiv ein Blickfang. „Und von der Polizei“, ergänzt Sivri, „bin ich auch noch nie angehalten worden“.

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