Leben

Im Quadrat kotzen…

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netzgemüse

Adipöse, desillusionierte Jugendliche, die ihre Lebenszeit zockend und glotzend an den Monitor geklebt verschwenden. Tania und Johnny Haeusler kotzt das Bild unserer Gesellschaft von unseren Jugendlichen an. In ihrem Protestepos zur Vorstellung ihres Buches Netzgemüse auf der re-publica 2013 wollten sie wachrütteln und –schreien. Doch schaut und lest am besten selbst!

Das wirkliche Problem

Aussortiert, weggesperrt, eingepfercht… so fühlen sich nach Meinung des Ehepaares Jugendliche in unserer Gesellschaft. Welcher Embryo nicht schon nach der Pränatal Diagnose aussortiert wurde, der startet zwischen Ganztagsbetreuung und Lehrstofffütterung seine Karriere im „Land des Blümchenklopapiers“. Tag ein Tag aus werden die Jugendlichen mit Infos zugestopft, die sie im späteren Leben ohnehin nicht mehr brauchen werden ohne dabei heute wirklich essentielle Fähigkeiten wie die Einordnung und Filtrierung der immer verfügbaren, uns förmlich erschlagenden Informationsströme im World Wide Web zu erlernen.

Das Internet- der letzte Abenteuerspielplatz

Eingeordnet werden stattdessen die Jugendlichen selbst. Wir fordern Partizipation am gesellschaftlichen Leben von ihnen, aber nur an Kind gerechten Orten, bitte nicht in der Öffentlichkeit, wie die Häuslers unterstreichen. „In der Realität gehören den Alten die Parlamente, das Geld, die Macht“. Zu behaupten, die Zukunft gehöre der Jugend sei eine Farce in einem Land in dem 80 Milliarden Euro Rentengelder 13 Milliarden für Bildung gegenüberstehen. Das Internet sei der letzte Ort an dem die Jugend unter sich sein könne und frei sein, meinen Tanja und Johnny Häusler.

Im Digitalen Zeitalter andocken

Die Gesellschaft müsse die Integration der Jugend endlich selbst in die Hand nehmen und ihr Potential ausschöpfen. Ankommen im Digitalen Zeitalter sei die Devise! Lehrpläne müssten an die heutigen Anforderungen einer vernetzen Welt angepasst werden und vor allem müsse die junge Generation, mit all ihren technischen Fähigkeiten sich einbringen können. Denn für wenn erscheint es nicht eine Bereicherung, wenn beispielsweise der Enkel die Antiquitäten aus Opas Keller bei ebay verscherbelt oder die Kirchenjugend eine Online Chronik der Gemeinde veröffentlicht. Die Jugendlichen bilden sich Tag für im Internet selbst weiter- ein Potential das es zu nutzen gilt! „Fürsorge und Schutz der Jüngsten sind gesellschaftliche Aufgaben,überlassen wir sie dem Staat, überlassen wir ihm die Zukunft!“, der abschließende Appell der Häuslers.

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